Der Frauenmörder von Paris

 F/I 1963

Landru

Drama, Krimi 115 min.
6.50
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Henri-Desiré Landru ist mit seiner Glatze und seinen stechenden Augen nicht unbedingt ein schöner Mann. Dennoch kommt er bei den Damen glänzend an...

Henri-Desiré Landru ist mit seiner Glatze und seinen stechenden Augen nicht unbedingt ein schöner Mann. Dennoch kommt er bei den Damen glänzend an; sein Charme, seine Beredsamkeit und seine diskreten Hinweise auf ein (nicht existierendes) Vermögen wirken Wunder. Und so folgen ihm viele Frauen willig in sein Liebesnest. Bei allen Unterschieden haben sie eines gemeinsam: Sie kehren nie von dort zurück...

Henri-Desiré Landru trieb während des Ersten Weltkrieges in Paris sein Unwesen, er wurde 1922 in Versailles hingerichtet. Claude Chabrol zeigte sich in diesem Film allerdings nicht so sehr an einer Rekonstruktion des historischen Falls interessiert, stattdessen münzte er die Geschichte Landrus satirisch um, um die Abgründe hinter der Fassade bürgerlicher Biederkeit bloßzulegen. (ARD)

Details

Charles Denner, Michèle Morgan, Danielle Darrieux, Hildegard Knef, Juliette Mayniel, u.a.
Claude Chabrol

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Mann der Frauen nicht liebte
    Das Auffallendste an diesem Krimi des Altmeisters von 1963 ist, dass man weder die vielen Morde noch die Hinrichtung des Mörders sieht. Lediglich durch wiederholt gleiche Einstellungen (rauchender Schornstein) kann man ahnen wie er es angestellt hat. Bemerkenswert ist die Riege von Leinwandikonen (Morgan, Darrieux, Knef, Audran u.a.) die hier die Opfer darstellen. Es wird offenbar kein großer Wert auf blutrünstiges Meucheln gelegt. Das Ambiente ähnelt Theaterkulissen - eine künstlich errichtete Scheinwelt - und die Darstellungsweise offenbart eine gewisse Theatralik, die unterstützt durch die Wortwahl der Dialoge einen gewissen ironischen Unterton einbringt. Als pointierter Seitenhieb wird das zeitgleiche Sterben der Männer im 1. Weltkrieg an der Front erwähnt: dort sterben die Männer, daheim werden die Frauen ermordet. So entsteht ein groteskes Bild einer Gesellschaft, in der der Tod mal offiziell mal kriminell ganz normal auf der Tagesordnung steht. In beiden Fällen ist er aber keineswegs gerechtfertigt.