Der Hauptmann von Köpenick (1956)

BRD, 1956

DramaLiteraturverfilmung

Heinz Rühmann erlebt den "Zauber der Montur" und zeigt, was man mit einer Offiziersuniform im wilhelminischen Preußen alles erreichen konnte.

Min.93

Als der Schuhmacher Wilhelm Voigt im Jahre 1906 in einer alten Hauptmannsuniform auf der Straße einige Soldaten anhielt, mit ihnen das Rathaus von Köpenick besetzte, den Bürgermeister verhaftete und die Stadtkasse beschlagnahmte, amüsierte sich ganz Deutschland über diesen tollen Streich.

Voigts "Köpenickiade" machte augenfällig, was man mit einer Offiziersuniform im wilhelminischen Preußen erreichen konnte, selbst wenn sie nur vom Trödler stammte.

Um diesen Vorfall schrieb Carl Zuckmayer Anfang der 30er Jahre sein Volksstück "Der Hauptmann von Köpenick" und nannte es satirisch "Ein deutsches Märchen". Es ist die Geschichte eines Mannes, der nach einem Straucheln in der Jugend in die Ordnungsmaschine des Staates gerät und zu immer neuen Verfehlungen getrieben wird, bis er schließlich selber Staatsgewalt spielt.

(Text: ARD)

IMDb: 7.2

  • Schauspieler:Heinz Rühmann, Martin Held, Hannelore Schroth, Friedrich Domin

  • Regie:Helmut Käutner

  • Kamera:Albert Benitz

  • Autor:Helmut Käutner, Carl Zuckmayer

  • Musik:Bernhard Eichhorn

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