Die besten Horrorfilme aus Österreich

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Horror ist ein Genre, dass man eher nicht mit Filmen aus Österreich in Verbindung bringt. Doch in den vergangenen 20 Jahren hat das zarte Pflänzchen Horrorfilm auch hierzulande sehenswerte Blüten getrieben. Seit Michael Haneke's Gewaltdarstellung "Funny Games" im Jahr 1997 haben es sogar einige echte Genrefilme ins Kino geschafft.

 

Funny Games (1997)

 

Der auch international viel beachtete Thriller von Regisseur Michael Haneke hat starke Horror-Elemente: Zwei psychopathische Eindringlinge terrorisieren eine Kleinfamilie in ihrem Ferienhaus. Doch "Funny Games" ist kein Genrefilm, vielmehr wollte Haneke damit einen für das Publikum schwer verdaulichen Gegenentwurf zur allgegenwärtigen Gewaltdarstellung in Medien und gerade auch im Mainstream-Kino schaffen. Das hat er sicherlich geschafft. Doch andererseits könnte man "Funny Games" mitunter auch als eine Art Kickstart für das Horrorgenre in Österreich betrachten.

 

 

Hotel (2004)

 

Auch "Hotel" von Regisseurin und Drehbuchautorin Jessica Hauser ist (noch) kein echter Horrorfilm. Doch der Thriller erzeugt mit einigen Horror-Elementen ein starkes und diffuses Unbehagen: Kurz nachdem Irene (Franziska Weisz) ihren neuen Job als Rezeptionistin in einem Berghotel in Österreich antritt, stellt sie fest, dass ihre Vorgängerin auf mysteriöse Weise verschwunden ist. Auf ihre Fragen reagieren die anderen Angestellten entweder gleichgültig oder sogar feindselig.

 

In drei Tagen bist du tot (2006)

 

Mit "In drei Tagen bist du tot" sind wir beim echten Genrefilm angekommen. Im Horrorthriller von Regisseur Andreas Prochaska erhält Nina ( Sabrina Reiter) ebenso wie alle anderen in ihrer Clique eine SMS mit dem Inhalt: "In drei Tagen bist du tot". Doch keiner schenkt der SMS große Aufmerksamkeit, schließlich feiern die Freunde gerade die bestandene Matura. Doch dann verschwindet Ninas Freund spurlos. Am nächsten Tag wird seine Leiche im Traunsee gefunden – gefesselt und mit einem Gewicht beschwert. Der Slasher-Film nach dem Vorbild von US-Teenie-Horrorfilmen war in den heimischen Kinos so erfolgreich, dass er 2008 eine Fortsetzung erhielt.

 

One Way Trip (2011)

 

Der nächste Teenie-Horrorschocker, diesmal allerdings in Koproduktion mit der Schweiz. Mit dabei ist wieder Sabrina Reiter, Regie führt der Schweizer Markus Welter. Im Herbst zelten acht Jugendliche im Wald, um dort psychoaktive Pilze, so genannte Zauberpilze, zu sammeln. Tatsächlich finden sie die Magic Mushrooms auch. Doch der geplante Drogentrip wird schnell zum Horrortrip als einer der Jungs ein Bier holen will. Wenig später kehrt er mit blutüberströmtem Gesicht zurück und bricht am Lagerfeuer der Gruppe nieder. Die Mobiltelefone haben keinen Empfang, das Auto hat einen Platten, Panik bricht aus.

 

 

Blutgletscher (2013)

 

"Blutgletscher" von Regisseur Marvin Kren ("Rammbock") ist ein österreichischer "Tierhorrorfilm" (Creature Horror), der offensichtlich vom Horror-Klassiker "Das Ding aus einer anderen Welt" inspiriert wurde: Schauplatz ist eine Klimaforschungsstation in den Alpen auf einer Seehöhe von 3500 Metern. Besetzt ist sie mit drei Wissenschaftlern, einem Ingenieur und seinem Hund. Bei der Reparatur einer ausgefallenen Messstation stellt die Gruppe fest, dass die Gletscherzunge blutrot gefärbt ist. Wie sich herausstellt handelt es sich dabei um einen Mikroorganismus, der durch das Abschmelzen des Gletschers freigelegt wurde. Offenbar führt der Organismus bei der Tierwelt am Berg zu grauenerregenden Mutationen und auch Menschen könnten davon betroffen sein.

 

Ich seh, ich seh (2014)

 

Im Psychothriller des Regie- und Autoren-Duos Veronika Franz und Severin Fiala zweifeln die Zwillingsbrüder Lukas und Elias (Lukas und Elias Schwarz) an der Identität ihrer Mutter (Susanne Wuest). Nach einer Operation kehrt sie mit bandagiertem Gesicht nach Hause zurück. Da sie noch Schmerzen hat, führt sie neue Regeln im Haus ein. Doch denn beiden Jungs ist schnell klar: Das ist nicht ihre Mutter! Die Brüder versuchen herauszufinden, wo ihre echte Mutter ist. Der spannende Horrorfilm mit einem großartigen Twist wurde erstmals bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig gezeigt (internationaler Titel: Goodnight Mommy) und 2016 mit dem Österreichischen Filmpreis ausgezeichnet.

 

Angriff der Lederhosenzombies (2016)

 

Auf Ritas Gaudihütte in den Tiroler Alpen nähert sich das Saisonende. Aber noch ist Après-Ski angesagt. Unter all den Alkoholleichen fällt die Verwandlung des Russen Chekov in einen Zombie zunächst gar nicht auf. Nach und nach infiziert er weitere Après-Ski-Gäste. Der Extrem-Snowboarder Steve, seine Freundin Branka und sein Kumpel Josh, die nach einem vergeigten Sponsoring-Deal auf der Hütte gestrandet sind, müssen sich bald mit Ski-Stöcken, Schneefräsen und sonstigem Gerät gegen eine Horde von Après-Ski-Zombies zur Wehr setzen.

 

Die letzte Party deines Lebens (2018)

Und zum Abschluss noch einmal Teenie-Horror von Regisseur Dominik Hartl ("Angriff der Lederhosenzombies"): Julia und ihre Freundin Jessie haben endlich die Matura geschafft. Jetzt geht es gemeinsam mit Schulkollegen auf Maturareise. Auf einer Insel in Kroatien ist Party angesagt. Doch dann passiert ein tödlicher Unfall und Jessie ist spurlos verschwunden. Für Julia wird aus der Party ein Horrortrip.

 

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