Ich seh, Ich seh

 A 2014

Goodnight Mommy

Drama, Horror, Mystery 09.01.2015 99 min.
6.70
Ich seh, Ich seh

Eine Frau mit völlig einbandagiertem Kopf erweckt das Misstrauen ihrer Zwillingssöhne: die bezweifeln nämlich, dass unter den Mullbinden tatsächlich ihre Mutter steckt -- und das Grauen nimmt seinen Lauf!

In der Hitze des Sommers. Ein einsames Haus am Land zwischen Wäldern und Kukuruzfeldern. Zehnjährige Zwillingsbuben warten auf ihre Mutter. Als diese nach einer Operation mit einbandagiertem Kopf nach Hause kommt, ist nichts mehr wie vorher. Die Kinder beginnen zu bezweifeln, dass diese Frau tatsächlich ihre Mutter ist und versuchen die Wahrheit herauszufinden. Um jeden Preis. Ein existentieller Kampf um Identität und Urvertrauen entspinnt sich.

"Ein Horrorfilm? Ein Autorenfilm? Unser Film "Ich seh Ich seh" soll beides sein. Wir lieben körperliches Kino. Kino, das physisch überwältigt. Gleichzeitig wollen wir mit unserer Geschichte auch Fragen stellen, die wir als existenziell empfinden." (Veronika Franz & Severin Fiala)

Details

Susanne Wuest, Lukas Schwarz, Elias Schwarz
Veronika Franz, Severin Fiala
Olga Neuwirth
Martin Gschlacht
Veronika Franz, Severin Fiala
Stadtkino Filmverleih

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Ein ganz toller Film!
    Über den Film zu schreiben ist nicht leicht. Toll gespielt, ganz entzückend die beiden Buben! Und der Inhalt? Ich muß zugeben, ich ging mit vielen Fragezeichen nach Hause, googelte dann und beneidete alle (wohl absolute Cineasten!), die die Auflösung schon in der ersten Szene (und im Titel) erkannt hatten. Ich erkannte zuerst gar nichts (diversen Kommentaren in verschiedenen Blogs nach erging es anderen ähnlich!). Nach etlichem Lesen und wiederholtem Reflektieren über den Film glaube ich, den Film nun doch soweit verstanden zu haben.
    Ich will jetzt natürlich auch nicht zu viel verraten, und wer den Film noch nicht gesehen hat soll jetzt nicht weiterlesen (aber den Film auf jeden Fall anschauen! Ein starker Film zum Nachdenken, mit deutlicher Nachwirkung!). Aber für die, denen nach dem Film auch viele Fragezeichen bleiben, will ich ein paar Anmerkungen bringen.
    Achtung SPOILERGEFAHR!
    Nur weiterlesen, wer den Film schon gesehen hat!
    "Lukas?" "Lukas?" sind wohl die am häufigsten wiederholten Worte, fragend-suchend ausgesprochen vom Bruder Elias. Es sind auch die ersten Worte im Film. Immer wieder sucht Elias seinen Bruder, immer ohne Antwort. Er, Lukas, ist nur immer wieder plötzlich wieder da, unvermittelt und oft nicht wirklich nachvollziehbar. Dritte Personen (die Mutter, der Lieferant, die Rot Kreuz Sammler, etc.) reden nur mit Elias (könnte jedenfalls im Rückblick so gewesen sein). Die Mutter serviert nur Elias die Limonade. Der Film heißt "Ich seh Ich seh", ergänzen könnte man "was du nicht siehst". Und am Schluß sagt die Mutter zu Elias, "Du kannst ja nichts dafür, daß dein Bruder bei dem Unfall gestorben ist".
    Und die Mutter? Warum wird aus dieser so liebevollen Mutter ein solches Scheusal? Ich weiß es nicht. Ausnahmezustand, Schock, nach der Entstellung (als Fernsehmoderatorin!) zu sehr mit sich selbst und der Wiederherstellung des Gesichtes beschäftigt, sodaß für die Kinder (das Kind) nichts mehr bleibt. Schwer vorstellbar, aber wohl nicht unmöglich.
    Elias (bzw. die Kinder) werden mit der ganzen Situation natürlich nicht fertig und reagiert (reagieren) auf seine (ihre) Weise.
    Ein sehr und nachhaltig eindrucksvoller Film. Mehr Psychothriller als Horrorfilm, mit viel Tiefgang und erstaunlichem Einfühlungsvermögen. Einer der besten österreichischen Filme der letzten Jahre!