Die Bartholomäusnacht

 F/I/D 1994

La Reine Margot

Drama, Romanze, Biografie 174 min.
7.50
film.at poster

Aufwendige europäische Co-Produktion um die Geschehnisse der Bartholomäusnacht, in der im Frankreich der Hugenottenkriege tausende Protestanten brutal ermordet wurden.

Die intrigante Königsmutter Catherine de Médicis (Virna Lisi) hält alle Fäden in der Hand. Ihr Sohn, der schwächliche katholische König Charles IX (Jean-Hugues Anglade) aus dem Haus Valois, ist ihre willenlose Marionette. Catherine will die Bürgerkriege zwischen Protestanten und Katholiken beenden, die das Königreich ausbluten. Sie arrangiert hierfür eine pompöse Zweckhochzeit ihrer Tochter Marguerite de Valois, genannt Margot (Isabelle Adjani), mit dem protestantischen König Henri de Navarre (Daniel Auteuil).

Die kapriziöse Margot, zunächst nur eine Schachfigur im Spiel um die Macht, verachtet Henri. Noch in der Hochzeitsnacht geht sie auf die Suche nach einem Liebhaber. Ihre Wahl fällt auf den protestantischen Edelmann La Môle (Vincent Perez). Als die heimtückische Königsmutter Catherine nun versucht, die Protestanten zu entmachten und ein Attentat auf Admiral de Coligny anordnet, den berühmten Kriegshelden der Protestanten, kommt es zu Unruhen.

In der Bartholomäusnacht greifen Catherines Anhänger wahllos Tausende von Protestanten auf, um die Wehrlosen im Blutrausch zu ermorden. La Môle rettet sich zu Margot, die ihren schwer verwundeten Liebhaber vor dem entfesselten Mob schützt. Zutiefst entsetzt von der mörderischen Machtgier ihrer Mutter versucht Margot nun sogar den zunächst verspotteten protestantischen Gatten Henri vor den Übergriffen der Katholiken in Schutz zu nehmen. Henri bleibt am Leben, muss jedoch die größte Demütigung über sich ergehen lassen: Er muss abschwören und zum Katholizismus konvertieren...

Details

Isabelle Adjani, Daniel Auteuil, Vincent Perez, Virna Lisi, Jean-Hugues Anglade, Jean-Claude Brialy, Thomas Kretschmann
Patrice Chéreau
Daniele Thompson, Patrice Chéreau

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Menschliche Schwächen
    Ein opulent ausgestattetes und bildgewaltiges Historienspektakel aus dem 16. Jahrhundert als sich in Frankreich Katholiken und Protestanten gegenseitig meuchelten. Anfangs verwirrt die große Personenvielfalt, vom Nachvollziehen der Zusammenhänge der historischen Ereignisse mal ganz zu schweigen. Doch die gekonnte Mischung aus langen Dialogen, bluttriefenden Metzeleien und prallen Massenszenen bei Hof und in den Strassen halten die anfangs um sich greifende Konfusion in Schranken und wecken das Interesse, nicht zuletzt wegen der Vielzahl großartiger Schauspieler, von denen u.a. Virna Lisi, Isabelle Adjani oder Daniel Auteuil zu nennen sind. Großes Kino, das eigentlich nicht fürs Fernsehen gemacht worden ist und dessen Allgemeingültigkeit darauf beruht, dass Lug und Trug, Verrat und Mord, Herrschsucht sowie sexuelle als auch materielle Gier wohl typisch menschliche Eigenschaften zu sein scheinen, die die Jahrhunderte überdauert haben.

  • Menschliche Schwächen
    Ein opulent ausgestattetes und bildgewaltiges Historienspektakel aus dem 16. Jahrhundert als sich in Frankreich Katholiken und Protestanten gegenseitig meuchelten. Anfangs verwirrt die große Personenvielfalt, vom Nachvollziehen der Zusammenhänge der historischen Ereignisse mal ganz zu schweigen. Doch die gekonnte Mischung aus langen Dialogen, bluttriefenden Metzeleien und prallen Massenszenen bei Hof und in den Strassen halten die anfangs um sich greifende Konfusion in Schranken und wecken das Interesse, nicht zuletzt wegen der Vielzahl großartiger Schauspieler, von denen u.a. Virna Lisi, Isabelle Adjani oder Daniel Auteuil zu nennen sind. Großes Kino, das eigentlich nicht fürs Fernsehen gemacht worden ist und dessen Allgemeingültigkeit darauf beruht, dass Lug und Trug, Verrat und Mord, Herrschsucht sowie sexuelle als auch materielle Gier wohl typisch menschliche Eigenschaften zu sein scheinen, die die Jahrhunderte überdauert haben.