Die Jungen von der Paulstraße

 I 2004
Drama, Literaturverfilmung 07.10.2005 180 min.
film.at poster

Eine Verfilmung nach dem gleichnamigen Roman von Franz Molnár: die sozial-realistische Darstellung der Budapester Jugend.

Im Mittelpunkt steht der kleine Nemecsek und seine Suche nach Anerkennung und Liebe, ein immerwährendes, zeitloses Thema.
Den Zuschauer wird dieser Film nicht kalt und unberührt lassen. Viel Menschliches, aber auch Tragisches wird in "Die Jungen der Paulstrasse" angesprochen.
Die Zuschauer werden ein Duell sehen und beobachten, wie eine Frau, die gesellschaftlich nicht anerkannt ist, mehr Ehre und Stärke beweist, als ein ehemaliger Kriegsheld. Sie werden sehen, wie diese Frau und ein kleiner Junge es schaffen diesem Mann nach Niederlagen wieder Kraft zu geben.
Ein kleiner Junge wird sein Leben aufs Spiel setzen um Anerkennung und Liebe zu ernten und seinen Grund zu verteidigen. Und die Zuschauer werden erkennen, was Liebe und Vertrauen bewirken können.

"Die Jungen von der Paulstrasse" ist die sozial-realistische Darstellung der Budapester Jugend. Der Film erzählt von Liebe und Hass, Treue und Vertrauen, Ehre und nicht zuletzt vom Tod.

Die Romanvorlage von 1907 gilt als Hauptwerk der ungarischen Jugendliteratur. In zahllosen Fremdsprachen übersetzt, wurde die Geschichte der Halbwüchsigen aus der Budapester Josephstadt zu einem internationalen Klassiker.

Details

Mario Adorf, Virna Lisi, Christian Kohlund, Nancy Brilli, Gaby Dohm, Guiseppe Battiston
Maurizio Zaccaro
Massimo de Rita, Ottavio Jemma, Alessandro de Rita
Buena Vista

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken


  • Hab mir den Film jetzt auch angeschaut. Hat mich sehr zum nachdenken angeregt. Und zwar kämpft eine Gang um ihren Spielplatz(also eigentlich sinds ja noch Kinder) gegen rivalisierende Gangs. Da hab ich mir gedacht, diese Kinder sind eigentlich auf der Suche nach ihrem Platz in der gesellschaft. Und zu guter Letzt stirbt dann noch ein kleiner Junge bei einem Kampf. Zwar nicht an den Schlägen, jedoch weil er, obwohl krank, trotzdem seinen Freunden helfen möchte, und dann tot zusammenbricht.(war so etwa wie ein Ehrgefühl, das ihn angetrieben hat)
    Hab mir dann noch überlegt, ob es bei uns auch noch solche Probleme gibt. Etwa ob Kinder keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Bin dann auf die Probleme in Frankreich gestossen. Dort sind Jugendliche auch auf einer Suche, auf einer Suche nach Hoffnung - die es für sie wahrscheinlich nicht gibt!

  • Literaturverfilmung
    Der Film ist schon alleine deshalb sehenswert, weil es sich bei der Romanvorlage um einen klassiker der ungarischen Jugendliteratur handelt.
    Mario Adorf ist die Rolle des eigenbrötlerischen Janos auf den Leib geschrieben und der kleine Junge Nemecsek (Gáspár Mesés) wird im Laufe des Films auch immer sympathischer.
    Die Thematik des Filmes betrifft die Agressivität im Leben der Budapester. Die Kinder sind von Krieg und Armut geprägt und formieren sich zu Einheiten, die nach strengen Regeln und Rängen funktionieren. Es gehört zum Alltag sich gegen andere Banden durchzusetzen und Mut zum Kampf zu beweisen. Die Welt der Jugendlichen wird vom Kampf bestimmt und ebenso die Welt der Erwachsenen, jedoch auf subtilere Weise. Die bedingungslose Solidarität zur Gruppe wird dem Jungen Nemecsek zu Ende jedoch zum Verhängnis, was die Kinder zur Einsicht führt, die Erwachsenen jedoch nicht.

    Wie würde ein Film wie dieser wohl in unserer heutigen Gesellschaft aussehen?

    Heutige Zeit
    Ein Film über eine Kindergruppe in der heutigen Zeit würde vermutlich anders und zugleich ähnlich aussehen.
    Der Film zeigt deutlich die Kriegsbereitschaft der Kinder - zwar ein Krieg ohne wirklich gefährliche Waffen, aber immerhin.
    Ich bezweifle, dass Kinder oder Jugendliche in der heutigen gesellschaft keine Gewaltbereitschaft zeigen, wenn sie, so wie es bei diesem film der Fall ist, keinen Platz haben, wo sie hinkönnen.
    Keinen Ort, wo sie ihrer Meinung nach hingehören.
    Die ungarischen Jungen haben aber auch ein hohes Maß an Ehre, Stolz und Loyalität - mögen die erwachsenen sie vielleicht nur als freche Bengel sehen, sie befolgen doch ihren eigenen Ehrenkodex und achten ihn.
    Und wie weit die Loyalität tatsächlich reicht, das beweist die Figur des Nemecsek sehr gut - für ihn ist das Lob und die Anerkennung "seiner Truppe" das Wichtigste.
    Ob diese Ideale in der heutigen Zeit in der Form noch zu finden sind? Ich bezweifel es.
    Zwar gibt es fast überall hier Spielplätze (oder z.B. auch Skatboardparks), aber eine Gruppe die keinen Platz findet,w ird es wohl immer geben.