Die Nacht ist jung

 F 1986

Mauvais sang

Drama, Romanze, Fantasy, Krimi 116 min.
7.30
Die Nacht ist jung

Ein neuer Virus befällt alle, die Sex ohne Liebe praktizieren. Ein Infizierter plant mit zwei Komplizen einen Laboreinbruch, um ein Serum zu stehlen, das als Gegenmittel gilt.

Details

Denis Lavant, Juliette Binoche, Michel Piccoli, Julie Delpy
Léos Carax
Jean-Yves Escoffier
Léos Carax

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Schlechtes Blut
    Das ist Arthouse pur und dazu noch at its best. Die Promiriege lässt den Zuschauer den Atem anhalten. Das liegt zum einen an der komplexen Story und zum anderen an der Art und Weise wie sie erzählt wird. Es geht um Geld und Liebe, um Lust und Frust, eventuell sogar um Raub und Tod. Die anspruchsvollen Dialoge und die teils willkürliche, überraschend ungewöhnliche Abwechslung der Szenen erleichtern das Verständnis nicht. Sie führen zu einem Verfremdungs-Effekt, den wir bei eingefahrenen Sehgewohnheiten schwerlich überwinden können. Hinzu kommt noch eine Gangsterballade mit Verrat, einem Bruch und einem Operntod.
    Zentrales Thema ist: Wenn Liebe ohne Liebe ist, wird man von einem tödlichen Virus befallen.
    So ergeht es einem jungen Pärchen (Denis Lavant verliebt sich erneut und Julie Delpy ist ahnungslos auf der Flucht). Ein anderes ist im gemischten Alter (Michel Piccoli und Juliette Binoche). Er ist cool und wohlwollend, sie traurig und unwissend verliebt. Amor schießt überkreuz. Das kann ‘böses Blut‘ machen (Originaltitel) oder ist etwa das Blut der Betroffenen verseucht? Die Deutung geht in Richtung AIDS, der deutsche Titel voll daneben. Schwer vorstellbar, dass Léos Carax versucht hat, die Lyrik von Rimbaud zu verfilmen. Hier haben die üblichen Kriterien wie Spannung und Handlungsverlauf ihre Gültigkeit verloren. Bleibt die Optik als letzte Bastion auf hohem Niveau. Anspruchsvoll!