Drive

 USA 2011
Drama, Krimi, Action 26.01.2012 101 min.
7.80
Drive

Ein Stuntman arbeitet nachts als Fahrer von Fluchtfahrzeugen, bis ein angeblich todsicherer Coup ihn und seine geliebte Frau zu Gejagten macht .

Tagsüber arbeitet Driver (RYAN GOSLING) als Stuntman für Hollywood. Reine Routine. Erst nachts erwacht der wortkarge Einzelgänger zu Leben, als Fahrer von Fluchtfahrzeugen bewaffneter Einbrüche. Keiner kann ihn schnappen, keiner kann ihm das Wasser reichen. Dann lernt der coole Driver seine neue Nachbarin Irene (CAREY MULLIGAN) kennen - und verliebt sich in die alleinerziehende Mutter. Als Irenes Ehemann Standard (OSCAR ISAAC) aus dem Knast entlassen wird, lässt sich Driver zu einem vermeintlich todsicheren Ding überreden: Mit dem erbeuteten Geld will Standard seine Schulden abbezahlen und Irenes eine gesicherte Zukunft bieten. Doch alles geht schief. Die Jagd auf Driver und Irene ist eröffnet - wenn es ihm nicht sofort gelingt, den Spieß umzudrehen...

Details

Ryan Gosling, Carey Mulligan, Albert Brooks, Bryan Cranston, Christina Hendricks
Nicolas Winding Refn
Cliff Martinez
Newton Thomas Sigel
Hossein Amini, James Sallis
Constantin/Universum

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Fahr los!
    Der Film fällt in mehrfacher Hinsicht aus dem Rahmen und verliert aber keineswegs an Spannung, wie sie sonst im Genre üblich ist. Die unangekündigten Gewaltausbrüche verbrauchen viel rote Farbe und sind auch in der Art und Weise ihrer Ausführung anders als die üblichen Erschießungen. Der Rachefeldzug des wortkargen Drivers (großartig Ryan Gosling) verläuft parallel zu den Aktivitäten der Mafia. Sein Motiv ist einerseits eine unerfüllte Liebe zur Nachbarin Irene (Kindfrau Carey Mulligan), möglicherweise die Suche nach familiärer Geborgenheit (er geht mit Irenes kleinem Sohn sehr einfühlsam und liebevoll um) und andererseits eine unbekannte Seite seiner Persönlichkeit, die sich in urplötzlicher, blutiger Gewalttätigkeit bahn bricht. Kurz eingeblendet kann man sehen, dass auch Irene davon erschreckt ist. Diese beiden Aspekte laufen in einer Szene im Fahrstuhl zusammen: ein Kuss und ein Totschlag. Und dann natürlich das Ende. Das darf nicht happy enden! Die Hauptfigur ist im wahrsten Sinne des Wortes ‘angestochen‘, doch der Driver tut das, was er immer macht, er fährt in die Nacht. Irene erfährt davon nichts. Ein echt cooler Held eben. Interessant die Wiederholung des Motivs der glatzköpfigen Stuntmaske. Hier kann auch nochmal Ron Perlman etwas Furcht verbreiten. Die Handlung dieser gefährlichen Anti-Romanze wird von langen wortlosen Passagen begleitet, die von einer Art Sphärenmusik unterstützt wird. Nicht nur wegen der ausgiebigen Autofahrten und Verfolgungsjagden, die den Titel unterstreichen, hat der Film einen gewissen Drive, man kann ihn aber auch als Befehl für Ryan Gosling sehen: ‘Fahr‘ los!‘ d.h. ‘Mach dich vom Acker!‘ Gelungen anders.

  • Echt super - 1
    Selten gibt es Filme die mich fertig machen.
    Selten gibt es Filme wo ich restlos begeistert bin.
    Selten gibt es Filme die mystisch und spannend sind.
    Selten gibt es Filme die anspruchsvoll und gut gespielt sind.
    Selten gibt es Filme wo Bekannte Darsteller mitspielen, auch wenn es nur wenige sind, deren Part gut passt.

    Oft gibt es Filme wo das Drehbuch gewöhnlich ist.
    Oft gibt es Filme wo die Darsteller wirken als wären sie auf Drogen.
    Oft gibt es Filme wo ich mir denke, he wann ist der Film aus.
    Oft gibt es Filme mit unnötigen Längen.
    Oft gibt es Filme die mehrere Gerne Richtungen versuchen zu vereinbaren und dabei kläglich scheitern.
    Oft gibt es Filme die Low Budget Produktionen sind, die so ziemlich alles schaffen was es gibt, oder fast alles.
    Oft gibt es Filme die beginnen als wären sie gewöhnliche Filme und enden wie ein Feuerspeiender Vulkan.

    Hin und wieder bin ich im Kino, O.K. fast jede Woche, und ich sehe einige Filme, na gut, viele Filme, und überlege mir manchmal, Na Ja da hätte man alles ändern können, hier hätte man vieles verbessern können und da wäre 'ne Schraube locker und dieser Darsteller ist 'ne Niete.

    Im Fall des heutigen Filmes, ja, er trifft auf alle Aufzählungen zu die ich anfangs hier schrieb. Der Darsteller Ryan Gosling, nein er ist nicht die beste Wahl für den Film aber dadurch dass der Regisseur ihm verboten hat viel zu reden hat sein Komödiengesicht sehr ernst gewirkt und er ist für die Rolle hervorragend geeignet.

    Dadurch dass in dem Film einfach Darsteller mitspielen die nicht jeder kennt und die einfach ein gutes Gesicht haben, wirkt der Film auch nicht billig. Ich denke da an Ron Perlman der wieder mal den Bösewicht spielte, und der in seiner Karriere, er ist Baujahr 1950, 77 Filme spielte, und meiner Meinung nach bis auf „Die Schöne und das Biest“ die wohl beste Serie die es gibt im Bereich Fantasy und Liebe, der hier in der Rolle wieder den Bösewicht spielte, wieder nur kurz zu sehen war, und meiner Meinung nach gar nicht unbedingt drinnen hat sein müssen aber irgendwas hat seine Rolle ausgemacht, auch wenn sie nur kurz ist. Sie war anfangs so und dann wieder anders, will sagen, anfangs dachte ich mir, der ist ein Trottel, dann dachte ich mir, die Rolle die er spielte war die des Pizzahausbesitzers NINO, dass er ein Arschloch ist und dann hatte er seinen Auftritt, ja der war wichtig, auch wenn Ryan Gosling den Auftritt von ihm als unwichtig erscheinen hat lassen. Was will ich nicht verraten.

    Oder Bandenboss Bernie, ja man wird wieder sagen, Banden? Wieder ein Bandenfilm? Mitnichten, ist es nicht, der Film ist einer von der Sorte der 30 Wendungen hat, wo ich 5 erraten konnte, das war es, mehr nicht. Keine Ahnung wie der Regisseur, Nicholas Winding Refn das gemacht hat. Er war der Regisseur von der Trilogie „Pusher“ die auf DVD große Erfolge feierte und von „Walhalla Rising“, da hat er das Drehbuch geschrieben, und genauso kann man sich den Film vorstellen, als eine Mischung zwischen den 4 Filmen.

    Der Film „Walhalla Rising“ hat vielen Leuten gefallen, ich fand ihn langweilig, dafür fand ich den Schauspieler echt herrlich, Mikkelsen hat ein Gesicht dass ich mir sicher mein ganzes Leben merken werde, ein markantes Gesicht und ich muss sagen, in dem Film hätte er viel besser gepasst als Ryan Gosling, das war meiner Meinung nach nicht die perfekte Wahl, aber dafür war Gosling in dem Film einer wo man sich dachte, ja was für ein netter Kerl, ein Bisschen Colt Seavers, er ist Stuntfahrer beim Film, ein bisschen Komödiengesicht, ein bisschen Tom Cruise Gehabe, Text hat er wenig gehabt und ein bisschen blaue Augen.

    Super Film - 3
    Ich finde den Film sehr gut, der Regisseur hat einen Film geschaffen der mir lange noch im Gedächtnis bleibt, ich werde nach dem Film einen großen Bogen machen, einen noch viel größeren um Menschen die gefährlich Aussehen, nie und nimmer und viel weniger werde ich je dran denken was zu tun was nicht richtig ist, denn das kann sehr schnell ins Auge gehen. Auch wenn illegale Dinge oft nett wirken, sie sind es beileibe nicht und wenn nur die Hälfte wahr ist was in dem Film gezeigt wird und dargestellt wird und ich glaube das mehr wahr ist, denn der Film wirkt megarealistisch muss ich sagen, wir leben in einer gefährlichen Welt, wir wissen gar nicht was sich so tut.

    Das Ganze übrigens basiert auf einen ROMAN, von James Sallis und wurde 2005 veröffentlicht. Die Geschichte, die an sich sehr kurz ist, hat eigentlich keine Lineare Handlung, im Film hat man das ein bisschen anders gemacht. Ursprünglich war ja auch Hugh Jackman im Gespräch. Das witzige war, als Gosling unterschrieben hatte, hat er sich sogar den Regisseur aussuchen dürfen, ja das ist auch selten.

    Wie viele Darsteller hat sich auch Gosling auf den Film vorbereitet, in dem Film kommen ja einige Autos vor und ein bisschen handwerkliches Geschick und was macht Ryan? Ja er nimmt einen Motor und baut den neu auf, ja einfach so aufbauen. Und zwar den von einem 1973 Chevrolet Chevelle. Nicht übel was.

    Und jetzt das Beste, der Regisseur wollte 'ne natürliche Darstellerin habe und suchte sich einige Pornodarstellerinnen aus, echt ohne Scherz und so fand er dann irgendwie die richtige BLANCHE für den Film, die Frau die eine kurze aber wichtige Rolle spielte, und diese Schauspielerin hat die Frau vom Regisseur ausgesucht.

    Es spielt nämlich eine Blanche mit, die bei einem Überfall mit helfen soll. Perlman kam ganz am Schluss zum Cast, denn er wollte die Rolle eines Juden wie es im Film war, immer schon spielen. Ich schätze der Film ist deswegen so gut geworden weil die damalige Pusher Serie, des dänischen Regisseur genau so ist, minimalistisch, kriminalistisch, nicht besonders beliebt aber sie hatte irgendwas, der Film hier ist echt etwas was mich vom Hocker schmiss, etwas wenigstens.

    Und dann am 20.5.2011, bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2011 war der Film beim Publikum sehr gut aufgenommen worden, und 15 Millionen US $ Produktionskosten und 67 Mille Einspielergebnis in Amerika ist der Film endlich in Deutsch zu sehen, und er hat mir hervorragend gefallen, ich kann ihm empfehlen, er hat 'ne little Lovestory, so little dass es reicht und nicht zu viel ist, und zu wenig ist und er hat 'ne super Story, ein tolles Drehbuch und er haut einen echt um.

    93 von 100 Punkten.

    Anspruchsvoll - 2
    Da hat man meiner Meinung nach viel zu viel Komödienhaftes in den Film gebracht, nicht durch den Text, aber durch das primitive Lächeln und dreinschauen von Gosling, egal, er war ja in dem Film „Inside a Skinhead“ zu sehen, auch so ein arger Film.

    Nicht zu vergessen die 1985 geborene Carey Mulligan. In einem Film ist es immer wichtig eine Frau zu sehen die geil oder hübsch ist oder beides, aber oft lenkt das ab. Man ist dann zu sehr auf die Frau fixiert, die ja dann meistens die weibliche Hauptrolle spielt, irgendwas wichtiges tun muss, und gewinnt oder verliert, ja man weiß oft was sich abspielt, nicht so bei der Rolle von der ruhigen IRENE die ja einen Sohn hat, BENICIO, deren Vater aus dem Knast heim kam, da er eine Menge Mist gebaut hat.

    Gut dass man es vermieden hat über Vergangenheit zu reden obwohl ich gerne gewusst hätte wieso der Vater in dem Film, im Knast war. Oscar Isaacs spielt STANDARD GABRIEL, ein blöder Name aber egal, GABRIEL wäre genug gewesen. In dem Film war vieles verschleiert, dazu die oft willkürlich auftretende Musik die fast immer den richtigen Nerv traf, man sollte das Gefühl in dem Film haben einfach was zu wissen oder zu glauben und dann doch erschreckt zu werden da es anders ist, der Film hat mit der Musik so viele Emotionen und Wünsche geweckt, irre.

    Sicher geht es auch hart in dem Film zu, ich will gar nicht erzählen was und wie und wer wo was wie erlebt hat und welche Wunden Vielleicht auftauchen könnten. Nur so viel, ein Mann der ein Automechaniker ist, ein Stuntfahrer und nebenbei noch illegal als Autofahrer für Kleinkriminelle arbeitet, als Fluchtwagenfahrer dem nie wer auf die Fersen kam der immer vor der Polizei davonkam, ja der hat schon eine Menge auf Lager und ich muss sagen, er ist kein Superman, er ist einfach nur clever genug das zu tun was in dem Moment das richtige ist.

    Carey kennt man vielleicht als markantes Gesicht noch aus „Wall Street: Geld schläft nicht“ da hat sie ja die Tochter von Michael Douglas gespielt. Und genauso war hier Ihre Rolle, eine ruhige Mutter, eine wohlüberlegte Frau, eine die nicht viel redet, die Ihren Gefühlen freien Lauf lassen kann, eine die oft denkt, mehr als sie redet und die eher ruhig ist, eine Frau die auch austeilen kann und vielleicht schnell beleidigt ist aber auch nachdenkt ob sie vielleicht einen Fehler machte. Ja eine gute Rolle.

    Sie spielt ja eine junge Mutter, Ryan will sie davor bewahren erschossen zu werden und das nur weil viel Geld im Umlauf ist. Dadurch dass Gabriel im Knast kein Schutzgeld gezahlt hat, wird er nach dem Entlassen des Gefängnisses verfolgt, zusammengeschlagen und von Hauptdarsteller, der übrigens keinen Namen hat, gefunden, versorgt, und in das Leben entlassen. Könnte ich mal sagen, wenn man es kurz ausdrücken könnte.

    Ein Problem gibt es, Shannon ist der Chef von Ryan Gosling im Film, er hat 'ne Autowerkstatt, der hat Kontakte zu BERNIE der Drogenboss der Ost Mafia ist, alles spielt sich in L.A. ab, und dazu kommt eben NINO als tumbe rechte Hand von BERNIE, ein Raubüberfall und eine Menge Tote.

    So könnte man die Handlung kurz erläutern aber dass wirkt leider hier wenn man es liest lange nicht so wie wenn man den Film sieht. Der Film hat einen Titel der auf Fast & Furious ähnliche Filme schließen lässt, nein ganz und gar nicht, das ist in dem Film Vielleicht 15 % der Fall, in dem Film beschränkt man sich auf schauspielerische Qualität, Hochspannung und ungewöhnliche Wendungen.

    Der Film ist grauslich in einigen Szenen, er ist blutig, meiner Meinung muss man nicht immer alles grausame sehen, angedeutete Dinge sind meiner Meinung nach besser, aber hier waren sie wenigstens nicht unbedingt Selbstzweck, bis auf eine Szene, die hätte nicht sein müssen, aber das ist halt so bei Filmen.

  • Gewalt herrscht vor...
    Die Bildsprache ist - ja, gewaltig, die Dialoge spröde und selten und die Brutalität in dem Film ist vorherrschend. Aus meiner Sicht stimmt hier das Gleichgewicht nicht. Die einzelnen Figuren sind zwar sehr gut besetzt und es könnte eine tolle Sache sein, dieser Film, würde man diese Leute ihren Job machen lassen und richtig toll Schauspielen. Aber das passiert leider allzu selten!

    Fazit: Die rohe Brutalität mit der ich als Mensch aus dem guten alten Europa nicht wirklich viel anfangen kann, hat mich abgeschreckt und mit einem 5-Sterne Kopfschmerz zurückgelassen.... Weniger wäre hier mehr gewesen.