Ein Unbekannter rechnet ab

 BRD/E/F/I 1974

Ein Unbekannter rechnet ab / And Then There Were None

Drama, Krimi, Mystery 89 min.
5.80
Ein Unbekannter rechnet ab

Hochkarätig besetzte Verfilmung einer der berühmtesten Kriminalromane von Agatha Christie: "Ten Little Indians" (zu deutsch - politisch wenig korrekt - bekannt als "Zehn kleine Negerlein") .

Acht Menschen, von einem geheimnisvollen Mr. Owen eingeladen, treffen mit einem Hubschrauber bei einem luxuriösen Palast in der Persischen Wüste nahe der Ruinen von Persepolis ein. Dort erwartet sie ein Butler-Ehepaar. Die acht Männer und Frauen, die einander nicht kennen, sind die einzigen Gäste. Beim festlichen Dinner begrüßt sie die auf Tonband aufgenommene Stimme von Mr. Owen (im Original: Orson Welles) und verheißt ihnen ein äußerst abwechslungsreiches Wochenende.

Eine Untertreibung, wie sich bald herausstellt, denn das Wochenende wird keine heiße Party, sondern ein Wettlauf mit dem Tod. Ihr anonymer Gastgeber erweist sich als ihr Richter und klagt sie per Tonband früher begangener Verbrechen an, was von den meisten zunächst zurückgewiesen wird. Nur einer, der angetrunkene Chansonier Raven (Charles Aznavour), gesteht vor den anderen Gästen seine Tat. Kurz danach fällt er tot um.

Die Gäste beschließen, Mr. Owen zu stellen und beginnen zugleich, sich gegenseitig zu verdächtigen. Unter diesem psychischen Druck gesteht einer nach dem anderen verzweifelt seine Schuld und kommt kurz darauf auf mysteriöse Weise um. Mit jedem neuen Toten aber zerbricht auch eines der zehn kleinen "Negerlein", die - für alle sichtbar - als Tonfiguren im Speisesaal platziert sind. Doch ganz geht der Plan des Mörders nicht auf...

Details

Oliver Reed, Richard Attenborough, Gert Fröbe, Charles Aznavour, Elke Sommer, Stephane Audran, Maria Rohm, u.a.
Peter Collinson
Bruno Nicolai, Carlo Rustichelli
Fernando Arribas
Erich Kröhnke, Enrique Llovet, Harry Alan Towers, nach Agatha Christie

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Zehn kleine Negerlein
    Einer der vielen Versuche, Agatha Christies bekanntesten Thriller zu verfilmen. Und der hier scheint mir nicht besonders gelungen. Die Machtart ist antiquiert, die Darsteller agieren steif bis gehemmt, die Dialoge sind mehr als hölzern und die einzelnen Szenen stolpern so vor sich hin. Gleich mehrere Autoren sind für das Drehbuch verantwortlich. (Vielleicht waren es ja „die vielen Köche…“). Sie lassen die stattliche Anzahl von Weltstars in einer drögen Handlung versinken. Nach dem dritten Mord macht sich statt Spannung Belustigung breit, statt Schockereffekt kommt Erheiterung auf. Mit nerviger Musik wird erfolglos versucht Spannung vorgaukeln. Und damit der Zuschauer die Story von den 10 kleinen Negerlein auch erkennt, wird er überflüssigerweise immer wieder darauf hingewiesen. Das gibt der Spannung den Rest. Ebenso werden die Untaten der noch Lebenden mehrmals erzählt. Das Ganze ist ohne Elan und Esprit lustlos runtergekurbelt und man fragt sich, wie konnte es Peter Collinson nur gelingen für dieses Machwerk die Créme de la Crème des internationalen Films vor die Kamera zu bekommen.
    Peinlich! Im Nachtprogramm kann man sich zwischen Totgähnen und Einschlafen entscheiden, falls man es nicht schafft, die besagte Tonne zu öffnen und… Die mit dem Label ’K.V’.