Einer mit Herz

 USA 1981

One from the Heart

Drama, Romanze 107 min.
6.50
film.at poster

Hank (Frederic Forrest) und Frannie (Teri Garr) trennen sich und müssen nach einer bewegten Nacht einsehen, daß sie sich noch immer lieben.

Nachdem der Erfolg von "Apocalypse Now" seine Produktionsfirma vor dem Bankrott gerettet hatte, investierte Francis Ford Coppola alles wieder in dieses extravagant stilisierte, tragikomische Märchenmusicalmelodram, das dann bitter floppte - einen Gutteil seiner folgenden Filme machte Coppola, um die Schulden abzuzahlen.

Die merkwürdige Movie-Movie-Mischung aus hochartifiziellem Experiment und Herzblut-Emotion macht "One From the Heart" zum bleibenden Faszinosum: ein Paar in tänzerisch arrangierten Liebeswirren, im künstlichen Paradies Las Vegas, in unwirklichen Farben. (C.H.)

Details

Frederic Forrest, Teri Garr, Raul Julia, Nastassja Kinski, Harry Dean Stanton, u.a.
Francis Ford Coppola
Tom Waits
Ronald V. Garcia, Vittorio Storaro
Armyan Bernstein, Francis Ford Coppola

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Einer für den Eimer
    Der Titel passt zum Film: eine Schnulze! Uninteressant wie das Plakat und die Fotos dazu. Was hat den großen ‘Gott‘ F.F.C. da bloß geritten? Ein durchschnittlicher Liebesfilm ohne Höhepunkte und einem schmalzigen Happy End, das kaum zu ertragen ist. Vier Prominente versuchen vergeblich dem abgedroschenen Konstrukt Format zu verleihen. Das Pärchen Hank und Frannie (Frederic Forrest, Teri Garr) lieben, zoffen und trennen sich. Jeder findet Ersatzbefriedigung: Hank bei Leila, der Zirkusprinzessin (Nastassja Kinski) und Frannie bei Rey (Raul Julia). Tausendmal geseh’n, Coppola tut so, als wär’s so noch nie gescheh’n. Verschlimmert wird die Situation noch durch Tanzeinlagen à la Bollywood. Das ist Gähn mit ‘5 ä‘. Mehr Steigerung an Langeweile und Handlungsarmut geht nicht mehr. Danach sind die Zuschauer ebenso enttäuscht wie die Akteure. Hank weinend im Regen. Kaum auszuhalten bis Frannie von ihrem ‘Ausflug‘ heimkehrt. Und dann versinken beide in der zuckrigen Honigpampe einer tränenreichen Umarmung. Waoh! Klebriger Süßstoff !
    Allein die technische Machart überzeugt. Mehrmals Überblendung zweier Szenen dramaturgisch verknüpft oder die vielen Leuchtreklame-Spiegelungen von Vegas. Und wenn es den guten alten Tom Waits nicht geben würde, der den wundervollen Soundtrack gestaltet hat, wäre an dem Streifen aber auch nichts Positives zu entdecken. Aber das bedeutet 10:90 im Verhältnis Klasse zu Kokolores. K.V.