Endlos ist die Prärie

 USA 1947

The Sea of Grass

Drama 123 min.
6.50
Endlos ist die Prärie

Der mächtige Rinderzüchter Oberst Jim Brewton (Spencer Tracy) heiratet die aus der feinen Gesellschaft von St. Louis stammende Lutie Cameron (Katharine Hepburn). Sie erträgt es nicht, wie ihr Mann sein Land rücksichtslos gegen siedelnde Farmer verteidigt. Nach einer Affäre mit dem Rechtsanwalt Brice Chamberlain (Melvyn Douglas) kehrt sie einsam nach St. Louis zurück. Als ihr unehelicher Sohn Brock (Robert Walker) jedoch wegen Mordes gesucht wird, bricht Lutie schweren Herzens noch einmal zu Jim nach New Mexico auf.

Details

Spencer Tracy, Katharine Hepburn, Melvyn Douglas, Phyllis Thaxter, Edgar Buchanan, Robert Walker, u.a.
Elia Kazan

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Emanzipationsversuch
    Ein ganz früher Elia Kazan, der uns später ja mit unübertrefflichen Meisterwerken beschenkt hat, wobei der Western ohnehin nicht zu seinen stärksten Filmen zählt. Hier greift er das uramerikanische Thema auf: Krieg der Farmer gegen die Viehzüchter. Dazu holte er das Traumpaar der 40er Jahre vor die Kamera: Spencer Tracy und Katherine Hepburn. Am besagten Streit zerbricht auch ihre Ehe. Über eine Stunde quält sich die Handlung mühsam durch die Einleitung. Erst als sie den unverbesserlichen Sturkopf verlässt und eine folgenschwere Affäre beginnt (mit Charmeur vom Dienst Melvyn Douglas) geraten die Dinge etwas in Bewegung. Es geht in Richtung Melodram.
    In der letzten halben Stunde dann bringt die Charakterzeichnung der beiden erwachsenen Kinder Brock und Sara (Robert Walker und Phyllis Thaxter) etwas Farbe in den S/W-Film. Die angedeutete Dramatik weitet sich zum Krieg um die Kinder aus. Leichte Spannung entsteht um die Frage ‘Wer weiß etwas über Brocks leiblichen Vater?‘
    Typisch für die prüden 40er Jahre werden völlig sexfreie Emotionen verbraten. Wenn man einen Kuss sieht, bedeutete das: die Akteure haben miteinander geschlafen. Man wusste ja, wo die Kinder herkamen. Das erscheint uns heute alles fast etwas widernatürlich. So bleiben die Zuschauer ungerührt von diesem fragwürdigen Happy End, das in Richtung Schmonzette gleitet.