Es ist ein Elch entsprungen

 D 2005
Komödie, Fantasy, Kinderfilm 03.11.2005 90 min.
4.50
film.at poster

Ein sprechender Elch, der plötzlich mitten im Wohnzimmer des kleinen Bertil sitzt, sorgt in dieser Weihnachtskomödie - mit Mario Adorf als Santa Clause - für Verwirrungen.

Was würden Sie tun, wenn unter lautem Getöse ein ausgewachsener Elch durch die Decke Ihres Hauses brechen und auf einmal mitten in Ihrem Wohnzimmer sitzen würde? Ein Elch wohlgemerkt, der sprechen kann, auf den Namen Mr. Moose hört und steif und fest behauptet, er habe bei einem Testflug mit dem Weihnachtsmann die Kontrolle über den Schlitten verloren und sei deshalb abgestürzt.
Für den kleinen Bertil (RABAN BIELING), der mit seiner Mutter Kirsten (ANJA KLING) und seiner Schwester Kiki (SARAH BECK) in einem kleinen Häuschen auf dem Land lebt, ist die Sache klar: Er ist begeistert - auch wenn er lange schon nicht mehr an den Weihnachtsmann glaubt. Endlich hat er einen Freund, mit dem er verrückte Sachen anstellen kann, der ihn vor den anderen Kindern der Schule verteidigt - und vor allem: Der ihn versteht. Alles wäre in bester Ordnung, wäre da nicht noch der schmierige Hofbesitzer und Vermieter Pannecke (JÜRGEN TARRACH), der seine einmalige Chance gekommen sieht, sich einen großen Traum zu erfüllen: Einmal einen Elch zu jagen! Doch damit nicht genug: Zu allem Überfluss kündigt sich noch der Weihnachtsmann (MARIO ADORF) persönlich an, der Mr. Moose wieder abholen will. Was soll Bertil nur machen?

Details

Anja Kling, Mario Adorf, Raban Bieling, Sarah Beck, Jürgen Tarrach u.a.
Ben Verbong
Ralf Wengenmayr
Jan Fehse
Andreas Steinhöfel, Andreas Bradler
Buena Vista

Kritiken

Kinoprogramm

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Lieber das Christkind
    Jetzt wird man mir sicher wieder vorwerfen, zu elitär zu sein. Mich wie ein FAZ-Kritiker aufzuführen. Oder mir einen Film anzusehen, der von vornherein nichts für mich sein kann und mir dennoch zu viel zu erwarten.
    Wie auch immer: Auf ES IST EIN ELCH ENTSPRUNGEN zu verzichten sollte nicht allzu schwer sein. Wer je daran gezweifelt hat, dass die Deutschen, unsere lieben Nachbarn, Filmkomödien herstellen könnten, wird von diesem Film bestätigt werden. Wer außerdem denkt, Deutsche könnten keine guten Kinderfilme liefern, der wird ebenfalls nichts Neues erfahren.
    ES IST EIN ELCH ENTSPRUNGEN hat ein Hauptproblem: Humor mit dem Holzhammer. Ohne jeglichen Charme. So etwas Kindern zuzumuten, ist beinahe ein Verbrechen, denn Erwachsene können sich, wenn es zu arg wird, zur Beruhigung einen Schnaps genehmigen. Überhaupt wäre dieser Film wahrscheinlich im Zustand völliger Alkoholisierung durchaus erträglich. Das passt zum Inhalt: Auch dort lässt sich der Weihnachtsmann zum Saufen verführen. Mich wundert das nicht.
    Die Geschichte basiert auf einem Kinderbuch, von dem ich vermute, dass es es für die Verfilmung stark gekürzt und veränder worden ist - denn das Erzählte ist so flach, dass ansonsten kaum mehr als zehn Seiten gefüllt hätten werden können. Zudem hat man hauptsächlich Schauspieler ausgewählt, die ansonsten in deutschen TV-Produktionen herumschlurfen - entsprechend flach und uninteressant wirken die Charaktere.
    Interessant übrigens, wie naiv autoritätsgläubig und frauenfeindlich dieser Film ist. Tyrannischen Hausmeistern kann man nur mit Tricks beikommen, nie darf man ihnen widersprechen. Und die netteste Mama lässt nicht den fern der Familie weilenden, mit seinem Beruf verheirateten Papa vergessen. Schön spießig.
    Aspekte, die interessant gewesen wären, lässt der Film beiseite. Dass man sich mit einem Elch auf Deutsch unterhalten kann, überrascht hier niemanden.
    Bei diesem Film wünscht man sich eines zu Weihnachten: Dass der Weihnachtsmann tot ist und das liebe Christkind wieder seinen Platz einnimmt.