Intimacy

 Frankreich 2000
Drama, Independent, Erotik 119 min.
6.20
Intimacy

Einmal die Woche treffen sich sie sich und haben Sex. Sie kennen sich nicht, wissen nicht einmal den Namen des anderen. Doch aus dem anonymen Sex entwickelt sich der Wunsch nach echter Nähe.

Ein Mann und eine Frau treffen sich Woche für Woche um miteinander zu schlafen. Sie wissen voneinander weder Namen noch Lebensgeschichte. Ihre Beziehung besteht aus Sex. Fragen werden nicht gestellt.

Doch eines Tages geht Jay der Frau, die ihn jeden Mittwoch in seiner abgehausten Wohnung im Londoner East-End besucht, heimlich nach. Er beobachtet ihren Alltag, und besucht das Kellertheater, wo sie in einer Liebhaberinszenierung von Tennessee Williams "Glasmenagerie" mitwirkt. Die Anonymität, auf die sich die Beziehung gründet, geht verloren, und für die beiden stellt sich nun die Frage, ob etwas Neues zwischen Ihnen entstehen könnte.

Patrice Chéreau erzählt in schonungslosen und äußerst freizügigen Bildern von der sozialen Härte Londons und von Menschen, die vergebens glauben, ihre Gefühle im Griff zu haben.

Details

Mark Rylance, Kerry Fox, Timothy Spall, Alistair Galbraith, Philippe Clavario, Marianne Faithfull, u.a.
Patrice Chéreau
Eric Neveux
Eric Gautier
Anne-Louise Trividic, Patrice Chéreau, nach Hanif Kureishi
Polyfilm

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Mittwochs von 2 bis 4
    Die sehr freizügigen Sex-Szenen (6 an der Zahl!) sind nur die halbe Miete. Sie kommen aber an die Darstellungsweise von Nagisha Oshima durchaus heran, der sich ja bekanntlich ’Im Reich der Sinne’ tummelte. Die Dreiecksgeschichte spielt sich darüber hinaus noch auf zwei weiteren Ebenen ab: im Ehe- und Berufsleben der beiden Wilden Jay und Claire. In Gesprächen mit Freunden oder zwischen Ehemann (überzeugend Tim Spall) und Lover (Mark Rylance) versucht jeder, etwas über den anderen herauszufinden, glaubt einen angeblichen Wissensvorsprung einholen zu müssen. Fragt sich, was weiß der andere über mich, dass ich noch nicht kenne? Da geht es echt philosophisch zu, wenn behauptet wird ’Reden zerstört alles, Schweigen schützt’.
    Es ist anscheinend unwichtig, wie sich Jay und Claire (Kerry Fox) trafen. Ebenso unbedeutend ist die Frage ’Und wie wird es weitergehen?’ Klar ist, es gibt keine gemeinsame Zukunft für die beiden. Sie genossen schweigend den Augenblick, schwelgten vorübergehend im Hier und Jetzt, frönten ihrer animalischen Gier. Doch das ist vorbei! Für Claire ist es das Ende der Lust. Die hatte sich über Jahre aufgestaut. Doch für Jay geht der Weg von der Lust zum Frust. Er kann sie nicht festhalten, obwohl er das am liebsten möchte. Derbe Kost, die vielleicht eine neue Sichtweise auf den Sex bewirken kann.

  • Schas
    Intimacy




    Und wieder ist es soweit. Sex im Kino, nach all zu langer zeit. Und wieder ein Film der ausgezeichnet wurde.
    London, JAY wohnt in einem verwahrlostem Haus, er hat einen Mitkollegen, er hat seine Frau verlassen, er hat seinen Sohn bei seiner Exfrau gelassen. Er ist einfach ein Mensch der wohl nicht mit anderen auskommt.
    So wandert eines Tages CLAIRE zu ihm rein. Sie klopft an, sie sieht ihn an, er sieht sie an, und schon reißen sie sich die Leiber vom Kleid. CLAIRE umfaßt sanft seinen Wilden Schwanz, und läßt sich schonungsgnadenlos von ihm durchficken. Keiner weiss was vom anderen. Im Kino geht ein orgiastischer Stereostöhner durch und viele 60 jährige, fangen an sich zu befummeln, und vergessen das sie im Kino sitzen. Die Jugendlichen, elegant gekleidet wie immer die im Kino sitzen, Konventionell und mit einem Knigge artigen Benehmen gestraft, lästern über das Verhalten einiger 60 ¿ 70 Jähriger die wild laut schmatzend mit Ihren Dritten Zähnen im Kino sitzen und sich gegenseitig auffressen. CLAIRE ist sehr nett zu JAY, auch wenn er mal vorzeitig abspritzt, und verzeiht es ihm. Sie verschwindet. JAY kennt sie nicht, er bittet nur seinen Zimmerkollegen VICTOR rechtzeitig das Haus zu verlassen. Mittwochs kommt wieder, und auch CLAIRE ist da, neuer Tag, neue Stellung, neues Kondom, neues Softgebläse, neuer Steifer, neues Loch gefunden. In der Zwischenzeit landen einige der Kinobesucher am Boden und wälzen sich herum, bügeln so einige Unebenheiten im Gelände aus, und plätten so die Stiegen. Das rauskommen wird schwer. Hat irgendwem mal ¿ Romance ¿ gefallen, dem wird dieser Streifen auch gefallen. Einige Mittwoche vergehen, und JAY bekommt es mit der berüchtigten Sex Langeweile zu tun, und faßt einen kleinen schlimmen Entschluß. Er folgt einfach CLAIRE. Er steigt in den Bus, er geht Ihr nach und landet in einem anderen Vorort von London, in einem Kleinem Lokal, dem Earl wo er sich in der Bar aufhält und erfährt das unten ein Theater ist, Er geht runter, und was sieht er ?
    Er findet heraus, dass sie Schauspielerin ist und in einem kleinen Vorstadttheater in Tennessee Williams
    ¿ The Glass Menagerie ¿auftritt. Jay setzt sich ins Publikum und lernt in der Pause einen Taxichauffeur namens ANDY kennen. Wie sich bald herausstellt ist Andy Claires Ehemann. Der spielt Billard, und kommt ziemlich schnell mit JAY ins Gespräch. JAY findet raus das sie Mutter ist, das der Sohn gar nicht so übel ist, ungefähr in dem Alter ist wie sein Sohn. Und er macht sich Gedanken. Jeden Mittwoch kannte er Ihre Möse, nun kennt er Ihren Ehemann. Der scheint ziemlich nett zu sein, ein geborenes Plappermaul, und auf seine Frau stolz. Eines Tages, als CLAIRE ihn sieht, JAY sie aber nicht, folgt CLAIRE ihm und sieht wie er ihn das Lokal geht wo sie jeden Abend auftritt. Schreck o Graus, das kann nicht wahr sein. Die Finger meiner Freundin bohren sich in wichtige Teile, in Popcorn und Lindt Schokolade. Eine köstliche Weiße.
    JAY macht sich immer mehr Sorgen. Die Essenz des Lebens, Sex, ja ohne Reue, Wenn man sich nicht kennt, ist ficken schön, wenn man sich anfängt zu kennen, macht ficken immer weniger Spaß.
    Ficken ist nur dann schön wenn man nichts von einander weiß, und wenn es nicht ein One Night Stand ist, dann versucht man halt rauszufinden was das für ein Mensch ist mit dem man zusammen ist, dann macht Ficken weniger Spaß, weil dann will man sein Herz kennen lernen. Man interessiert sich für ihn, welches Parfum der Partner trägt, wie er zur Auslieferung von Milosevic´s an Den Haags Kriegstribunal steht, oder soll er gleich gevierteilt werden und dann von Südburmesischen Tapiren vergewaltigt werden ?
    Man interessiert sich immer mehr für den Menschen, und dann wird Sex nicht mehr so abartig gewöhnlich wie vorher, sondern einfach weniger, und man verliebt sich, oder man denkt mehr ans Küssen.
    Der Film ist anfangs geil, in einigen Sekun

  • Sehr gut!
    INTIMACY ist kein Film über Sex sondern vielmehr ein Film über beziehungsgeschädigte Menschen, und Regisseur Patrice Chéreau erzählt dabei von Distanz indem er den Zuschauer so nah wie möglich heranläßt. Das haben wir selten. Fast immer ist das Gegenteil der Fall. Leider! INTIMACY startet mit einer eiskalten Sexszene und das ist ein sensationeller und bedrückender Einstieg. Sex als Notwendigkeit und ohne Gefühle. Jay lebt in England und arbeitet in einer Bar. Von seiner Frau und seinen Kindern lebt er getrennt. Einmal in der Woche, Mittwochs, besucht ihn eine Frau mit der er eine Nummer schiebt und wenn sie fertig sind, trennen sich ihre Wege wieder ... wortlos. Zwei Menschen die Nähe nicht mehr suchen und sie auch nicht zulassen wollen, wenn sie sich einschleicht. INITIMACY erzählt dann von diesen und noch einigen anderen mehr oder weniger einsamen Charakteren. ´Als ich das letzte mal gestorben bin ... ´ sagt die konfuse Betty (Marianne Faithfull) und meint damit wahrscheinlich eine dieser blöden Lebensphasen durch die wir alle immer wieder durch müssen und wo alles so auswegslos erscheint. Da bietet das Leben unzählige Geschichten. Diese hier ist einfach eine davon. Dieser Film stellt auf brilliante Weise ein wenig Wahrheit dar. So gestaltet man Kunst und nicht Kommerz. Und genau das ist - in Zeiten wie diesen - INITIMACYs größte Leistung.

  • ein toller film
    seltsam, was man hier so liest. offenbar wurde der sinn dieses großartigen filmes nicht verstanden. anders kann ich mir begriffe wie "strudelteig" nicht erklären.

  • der kinobesuch ..
    ich habe noch nie filmkritiken verfasst, jedoch erscheint es mir in diesem fall als verpflichtung alle potentiellen kinobesucher bzgl. dieses "meisterwerks" zu informieren.

    nie wieder mache ich den fehler, einen film, denn ich noch nicht gesehen habe auszuwählen ohne mich davor zu informieren, noch dazu wenn ich eine begleitung, welche ich zudem noch nicht besser kenne, dazu mitnehme.

    angaben in prozent chronologisch aufsteigend (keine minuten, da ich nicht mehr weiß wie lange der film tatsächlich dauerte)

    1-3: vorspann uninteressant
    3-7: sexszene (schauspieler schirch und alt) - meine begleitung wirft mir vor sie sei in einen pornofilm.
    7-10: ich überlege mir das erste mal ob es gescheit war, diesen film anzusehen (alle weiteren überlegungen diesbezüglich erspare ich mir hier aus platzgründen)
    10-12: wieder eine sexszene (noch uninteressanter als die erste)

    (ich bitte zu entschuldigen dass die angaben nun etwas ungenauer werden da ich mir nicht sicher bin noch alles mitbekommen zu haben.)

    12-40: irgendwas ohne handlung und zusammenhang läuft ab.
    40-41: ich hoffe dass der film keine überlänge besitzt.
    41-89: irgendwas ohne handlung und zusammenhang läuft ab. (die sexszenen nehmen ab, dafür die dramatik zu (so glaube ich, heißt dass wenn alle weinen und kreischen, keiner aber so wirklich weiß warum eigentlich ...)
    89-90: ich beginne zu beten dass der film keine überlänge besitzt.
    90-91: die erste lustige szene, zwar nicht auf der leinwand aber was solls: in der reihe hinter mir stürzt jemand ab, beginnt zu schnarchen ...
    91-95: bin durch die ereignisse hinter uns wieder etwas munterer geworden und überlege mir meinen terminplan für den morgigen arbeitstag
    95-96: wollte einen schwächeanfall simulieren, leider mißglückt (hat keiner gemerkt)
    96-97: Zehn minuten geschlafen - komisch hatte aber nicht den eindruck irgendwas verpaßt zu haben.
    97-98: die hoffnung bzgl. normaldauer des filmes zerschlagen sich, meine verzweiflung geht schlagartig in panik über.
    98-99: der film endet wie er begonnen hat, dazwischen ist nichts passiert - oder ich habe es nicht verstanden ...


    fazit: wenn ich probleme sehen will, bzw. sie brauche dann mache ich sie mir selber ...

    Re: der kinobesuch ..
    Also, du hast nichts verstanden oder gesehen, außer ein paar Sexszenen. Dir passt vielleicht der "Pearl Harbor".

  • ein kunstwerklerischer schas
    Fader Möchtegern-Ich-Bin-Ganz-Anders-Film. Die Sexszenen sind uninteressant, dann zieht sich und zieht sich dahin, ohne A & S. Das Ende hab ich nicht mehr gesehen.

    ein langer strudelteig...
    so lang gezogen...so war auch der film, eher nichtssagend...
    warum der einen preis bekommen hat weiß ich auch nicht...auch diese eigenartigen Sexszenen...echt abstossend...sie wirkte auch eher verbraucht...er war da noch ein lichtblick

  • Mehr erwaret
    Dieser Film, der von Kritikern und Presse gleichmaßen hochgelobt wurde, hält nicht was er verspricht. Es handelt sich zwar zu Recht nicht um Mainstream, dennoch läßt der Film Spannung vermissen. In der Mitte des Filmes zieht sich die Handlung wie Strudelteig dahin, sodass die Überlänge in keinster Weise gerechtfertigt ist. Die Sexszenen an und für sich sind ein Detail am Rande - notwendig für den weiteren Handlungsverlauf des Filmes; haben aber mit Erotik nichts zu tun - ganz im Gegenteil! Genausogut könnte es sich bei diesen Szenen um die Nachbarn von nebenan handeln. In den USA würde dies vielleicht als zügellos beschrieben und gleich weggeschnitten werden, so zeigen diese Szenen in unseren "europäischen" Breiten jedoch nichts, was ein Normalsterblicher nicht schon in jedem Bravo gesehen hätte. Die Zeitungen stürzten sich natürlich gerade deswegen auf den Film, ohne auf den Hintergrund näher einzugehen. Dennoch gibt es Besseres zu sehen - die tiefere Aussage des Filmes - nämlich die Einsamkeit in der Großstadt, das Zerbrechen von Beziehungen und das Danach für die Leidtragenden bleibt unerschlossen und läßt den Zuseher mit einem schalen Gefühl zurück.

  • Nicht Schwach!!!
    der film hat zurecht den grossen preis auf der berlinale 2001 abgesahnt, doch sind die sexszenen die sich durch den ganzen film ziehen etwas anstössig meiner ansicht nach. trotzalledem ein meisterwerk der filmkunst das sich niemand entgehen lassen solte

    Re:Nicht Schwach!!!
    Ich bin soweit auch deiner Meinung nur daß die Sexszenen hauptsächlich am Anfang waren und eigentlich die normalsten der Welt, wie im richtigen leben.

    Arme Heidi
    Suche nach "besserem" Sex, wenn Du solchen wie in
    Intimacy hast. Es sei denn, Du bist zufrieden damit -
    dann vergiss, was ich gerade gesagt habe.
    Alles liebe von isi aus Wien

    Re:Nicht Schwach!!!
    Ich bin soweit auch deiner Meinung nur daß die Sexszenen hauptsächlich am Anfang waren und eigentlich die normalsten der Welt, wie im richtigen leben.

  • nicht sehenswert
    pseudokünstlerisch. schlimmer als ein schlichter, alter kühlschrank in einem museum, denn es ist noch dazu ein häßlicher kühlschrank. weder erotisch noch intellektuell oder emotional ansprechend. höchstens als verhütungsmittel brauchbar.