Jakob der Lügner (1974)

DDR, 1974

DramaLiteraturverfilmung

Ein Schelmenstück unter Todesängsten, war der einzige DEFA-Film, der für den Oscar nominiert wurde.

Ein osteuropäisches jüdisches Getto im Jahre 1944. Jakob Heym wird wegen angeblicher Überschreitung der Ausgangssperre von einem Posten zum Gestapo-Revier geschickt. Durch zufall kommt er mit dem Leben davon, und zufällig hat er dort im Radio eine Meldung über den Vormarsch der Roten Armee gehört. Er möchte die Nachricht an seine Leidensgefährten weitergeben, um ihnen Hoffnung zu machen, hat aber Angst, man würde ihn wegen seiner Verbindung zur Gestapo für einen Spitzel halten. So greift er zu einer Lüge, gibt vor, ein Radio versteckt zu haben. Die Menschen im Getto schöpfen neuen Lebensmut, es gibt keine Selbstmorde mehr, und man möchte von Jakob immer neue Informationen über den Vormarsch. Er muß immer weiter lügen, damit die Hoffnung bleibt. (Susane Brömsel, Renate Biehl: Die Spielfilme der DEFA 1946 bis 1993. in: Das zweite leben der Filmstadt Babelsberg Berlin 1994Länge: 101 Min.

  • Schauspieler:Vlastimil Brodsky, Erwin Geschonnek, Henry Hübchen, Blanche Kommerell, Manuela Simon, Armin Mueller-Stahl, Margit Bara, Dezsö Garas, Zsuzsa Gordon, Hermann Beyer, Reimar-Johannes Baur, Klaus Brasch, Jürgen Hilbrecht, Paul Lewitt, Friedrich Links, Edwin Marian, Hans-Peter Reinecke, Friedrich Richter, Helmut Schellhardt, Peter Srurm

  • Regie:Frank Beyer

  • Kamera:Günter Marczinowsky

  • Autor:Jurek Becker

  • Musik:Joachim Werzlau

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