Ludwig van B. - Meine unsterbliche Geliebte

 USA 1994

Immortal Beloved

Drama, Romanze, Biografie 120 min.
7.50
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Als Ludwig van Beethoven (Gary Oldman) stirbt, vermacht er sein gesamtes Hab und Gut seiner "unsterblichen Geliebten". Aber wer ist diese Frau?

Am 26. März 1827 schließt Ludwig van Beethoven für immer die Augen. Kurze Zeit später bricht der Streit um sein Erbe los, das sein Sohn für sich beansprucht.

Unter den persönlichen Unterlagen des Maestros findet sein Sekretär Anton Schindler jedoch ein anderslautendes Testament. Hierin vermacht er sein gesamtes Hab und Gut seiner "unsterblichen Geliebten". Aber wer ist diese Frau?

Der einzige Anhaltspunkt ist ein Liebesbrief aus dem Jahre 1812 und eine Spur in ein Wiener Hotel, in der er mit der Gräfin Anna Marie Erdödy (Isabella Rossellini ) zusammentraf. Von ihr schien Beethoven nie ganz losgekommen zu sein - trotzdem ist es nicht sicher, an wen er sein Herz und damit sein Vermögen verschenkte ...

Details

Gary Oldman, Jeroen Krabbé, Isabella Rossellini, Johanna ter Steege, Marco Hofschneider, Valeria Golino, u.a.
Bernard Rose

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Beethoven und die Frauen
    Basierend auf zwei Fakten entwirft Bernard Rose ein an sich bekanntes Porträt des großen Komponisten: die Tatsache, dass er taub war, was ihn zu einem grimmigen, verbitterten alten Mann werden ließ und ein Brief an eine Unbekannte (Seine ‘unsterbliche Geliebte‘). Dieser letzten Spur geht sein Sekretär Schindler (Jeroen Krabbé) nach. Er findet auch drei Frauen, an die er adressiert sein könnte: Giulietta (Valeria Golino), Anna Maria (Isabelle Rossellini) und last but not least Johanna (Johanna ter Steege). Ihr gesteht dieser Film die größten Chancen zu, obwohl die Fachwelt dies stark bezweifelt.
    Leider sieht Gary Oldman dem Genie keineswegs ähnlich. Dafür enthält der Soundtrack alle bekannten Salonstücke Beethovens: von der Mondscheinsonate über die Eroica bis hin zur 9. Symphonie. (‘Musik erweckt die Seele‘).
    Optisch ist diese klug erdachte Biopic recht ansprechend gemacht. Die Kanonade von Wien ist hier ein Höhepunkt in der Mitte des Films. Etwas störend wirkt dabei allerdings die marginal angedeutete Vergewaltigung Giuliettas. Andere Zeitbezüge passen besser, wie die zu Napoleon und Metternich. Der prügelnde Vater war wohl ein Klischee der Zeit. Beethovens Taubheit wird akustisch gut umgesetzt, sein astrales Eintauchen in die Milchstraße dagegen etwas sonderbar. In der zweiten Hälfte verflacht der Film etwas durch unnötige Längen. Das hätte man mit etwas Fantasie überbrücken können.
    Nichts Besonderes, viel Bekanntes wird hier als allgemein-kompatible Erfindung dargeboten.