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Film-News
11/18/2019

Nicolas Cage als er selbst in einem durchgeknallten Meta-Film

Das verrückte Drehbuch von "The Unbearable Weight of Massive Talent" wird von Lionsgate tatsächlich umgesetzt.

von Erwin Schotzger

Nicolas Cage hat in den 90er-Jahren in der Oberliga der Hollywood-Stars mitgespielt: 1996 erhielt er für "Leaving Las Vegas" den Oscar als bester Hauptdarsteller. Es folgten hochkarätig besetzte Actionfilme wie "The Rock", "Con Air" und "Face/Off – Im Körper des Feindes". Im Jahr 2003 wurde Cage noch einmal für den Oscar nominiert ("Adaptation"). Aber spätestens seit seinem letzten Big-Budget-Movie "Das Vermächtnis der Tempelritter" (2004) war Cage nur noch in Nebenrollen oder kleineren Filmproduktionen zu sehen. Zuletzt hat er mit dem Horrorfilm "Mandy" Aufmerksamkeit erregt.

Nun berichtet der Hollywood Reporter, dass Nicolas Cage ein glorreiches Comeback mit dem Film "The Unbearable Weight of Massive Talent" (ins Deutsche übersetzt etwa: "Die unerträgliche Bürde von massivem Talent") feiern könnte. In dem durchgeknallten Film über sich selbst spielt Cage sich selbst. Zudem soll der Meta-Plot des Films zahlreiche Bezüge zu Nicolas Cage-Filmen aufweisen. Das Hollywood-Studio Lionsgate hat sich die begehrten Filmrechte gesichert und Cage eine Gage wie in seinen besten Zeiten in Aussicht gestellt. Die Verhandlungen sind laut Hollywood Reporter im Endstadium.

Verrückte Meta-Handlung

In "The Unbearable Weight of Massive Talent" würde Cage den hoch verschuldeten Schauspieler Nicolas Cage spielen, der verzweifelt versucht eine Rolle im neuen Film von Quentin Tarantino zu bekommen. Die Beziehung zu seiner jugendlichen Tochter ist zerrüttet. Immer wieder spricht er mit einer selbstverliebten 90er-Jahre-Version seiner selbst, die ihm ständig vorwirft seine Karriere mit seiner schlechten Rollenauswahl in den Sand gesetzt zu haben.

Seine finanzielle Situation zwingt ihn dazu, bei der Geburtstagsfeier eines mexikanischen Milliardärs aufzutreten. Dieser ist nicht nur ein Fan von Cage, sondern will ihm auch ein von ihm geschriebenes Drehbuch zeigen. Gerade als sich Cage mit dem Milliardär anfreundet, wird er von der CIA kontaktiert: Sie rekrutiert Cage als Spitzel, denn der Milliardär ist ein Drogenbaron und hat auch noch die Tochter des mexikanischen Präsidentschaftskandidaten entführt. Als ob das nicht schon reichen würde, muss Cage bei der Feier feststellen, dass der Milliardär auch seine Ex-Frau und seine Tochter eingeladen hat, um Cage mit seiner Familie zu versöhnen. Nun darf Cage auf keinen Fall als Spitzel auffliegen, weil sonst auch seine Tochter und ihre Mutter in Gefahr sind.

Die Handlung spielt auch immer wieder auf Cage-Filme wie "Leaving Las Vegas", "Nur noch 60 Sekunden" und "Im Körper des Feindes" an. Außerdem spiegelt sich der Plot des Films auch in dem Drehbuch wider, dass Cage im Film mit dem Milliardär zu schreiben beginnt.

Verrückte Entstehungsgeschichte

Ähnlich verrückt wie die Handlung ist auch die Entstehungsgeschichte des Films. Denn das Drehbuch der beiden Autoren Tom Gormican und Kevin Etten war nie für eine tatsächliche Verfilmung gedacht. Das Drehbuch sollte nur als Beispiel für die vielfältigen Talente der Autoren dienen, nach zwei wenig erfolgreichen Filmprojekte (die Rom-Com "Für immer Single?" und die nach einer Staffel eingestellte Comedy-Serie "Ghosted"). Doch bald fanden mehrere Studios an dem Drehbuch gefallen – und vor allem an dem Gedanken, dass Nicolas Cage sich selbst spielen könnte!

Lionsgate hat sich nun laut Hollywood Reporter durchgesetzt und auch Nicolas Cage scheint bereits mit an Bord zu sein. Wann die Produktion des Films beginnen soll, ist allerdings noch nicht bekannt.