Sin City

 USA 2005
Drama, Thriller, Krimi, Action 11.08.2005 126 min.
8.10
Sin City

Die ultimative urbane Ballade über Bösewichte, schräge Typen, Helden und Huren nach Frank Millers gleichnamigem Comic-Zyklus.

Willkommen in Sin City. Diese Stadt begrüßt die Harten, die Korrupten, die mit den gebrochenen Herzen. Manche nennen sie düster. Hartgesotten. Dann gibt es andere, die sie ihr Zuhause nennen. Korrupte Cops. Sexy Huren. Verzweifelte Wachleute. Einige suchen Rache. Andere dürstet es nach Erlösung. Und dann gibt es noch solche, die ein bisschen was von beidem haben wollen. Ein Universum voller unwahrscheinlicher und zögerlicher Helden, die immer noch das Richtige tun wollen, obwohl es der Stadt längst völlig egal ist.

Ihre Geschichten - schockierend, spannend und siedend heiß - stehen im Mittelpunkt eines neuen Films der beiden Coregisseure Frank Miller und Robert Rodriguez, die sich ein bisschen von Quentin Tarantino helfen ließen.

Details

Bruce Willis, Clive Owen, Jessica Alba, Rosario Dawson, Benicio Del Toro, Mickey Rourke, Brittany Murphy, Elijah Wood u.
Robert Rodriguez
Frank Miller
Buena Vista

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Killer killen Killer
    Es sind nicht nur die s/w Bilder, sondern auch die Schnittfolgen und Einstellungen sowie die Sprunghaftigkeit der Szenen, die diesen Film als Comik-Thriller ausweisen. Und dieser schwarze Film ist kein ‘film noir‘, da die Betonung doch mehr auf Brutalität als auf Kriminalität liegt. Hinzu kommt das disneyhafte ‘ewige Leben‘ der Figuren. Die werden durchsiebt, gehängt und mehrfach überfahren, ohne den ‘Löffel abzugeben‘. Der Plot mischt das Unmögliche mit dem Realen. Man spürt beinahe das Umblättern der Seiten des Comikheftchens.
    In den drei Episoden, die immer kürzer werden, kommen Farben nur punktuell vor: Frauen, Autos, Blut oder der böse ‘Gelbkopf‘. Sie bilden das verbindende Stilelement aller drei Episoden. Im 1. Teil sträubt sich Bruce Willis einer Lolita zu verfallen. Hier werden Stilbrüche zum Überraschungsprinzip erhoben und vertuschen zusammen mit dem zynisch-lustigen Off-Kommentar die Risse in einer rührseligen Story. Im 2. Teil kämpft Mickey Rouke ums Überleben gegen jede Menge hübsche Mädels (Jaime King, Carla Gugino, Jessica Alba u.v.a.) und im 3. erweist sich Clive Owen als ganzer Mann. Er ist wie viele andere der Macho-Killer, während die Mädels Huren, Göttinnen oder Amazonen sind.
    Das permanente, mehrfache Dauerkillen überrascht anfangs bevor es gewohnheitsmäßig zum Joke degeneriert und verharmlost wird.

  • Ultimative Comic-Verfilmung
    Bisher gab es ganz nette Comic-Verfilmungen (manche Batman-Filme), gute Comic-Verfilmungen (Spiderman), aber keine der bisherigen Verfilmungen eines Comics konnte als vollständig gelungen bezeichnet werden - weder Animationsfilme noch Realverfilmungen.

    Rodriguez ist als erstem gelungen - mit Hilfe des genialen Schachzuges Frank Miller, den Schöpfer des Comics, in die Regie einzubinden -, was es bisher noch nicht gab: Die Verfilmung eines Comics, die dem Charakter der Comic-Literatur voll gerecht wird.

    Mit Hilfe der digitalen Überarbeitung des Realfilmes entsteht die ideale comic-gerechte Zwischenform.

    Trotzdem ist dieser Film sicher nicht für jeden geeignet: Das liegt aber überwiegend an der ultrabrutalen und teilweise nicht sehr realitätsnahen Comic-Vorlage.

    So werden auch in Bezug auf Brutalität im Film neue Maßstäbe gesetzt, die Rodriguez letztes Meisterwerk "From Dusk Till Dawn" wie einen Kinderfilm erscheinen lassen ...

  • Wissen und Hirntod
    Na.. hallo.. hier tummeln sich ja die Exschpätten.
    Wenn sich einer von den Schlaumeiern die hier am lautesten plärren, und den Film mit Rechtschreibfehlern totkritisieren mal eine Sekunde mit Filmhistorie beschäftigt hätten...
    1. Schlagt mal nach, wer Humphrey Bogart war und was den "Film noir" ausmacht.
    2. Der Film ist ein Comic... C O M I C !!! Da kann es schon mal zu Gewalt kommen, oder seid ihr etwa nach "Stirb langsam" aus dem Kino gerannt und habt euch gewundert, das keine Hochhäuser um euch herum brennen?
    ...also "heinrich 8" ... keine angst! Du kannst ganz ruhig wieder schlafen, das gibt es so nicht in der Wirklichkeit, aber informiere dich doch mal, wie man Kunst definiert (selbst rein juristisch!).
    ach ja... liebe evienne... nachdem du offensichtlich das Wort "Dramaturgie" im Duden gefunden hast, überlege doch mal, wie lang der Film (der aus d r e i Kurzgeschichten besteht) wäre, wenn jede auch noch Einleitung-Hauptteil-Schluß beinhalten würde? Vielleicht noch ein tiefenpsychologisches Profil jedes einzelnen Charakters? Und warum auch töten in einen Action-Film? Sollten nicht alle Charaktere in einer Gruppensitzung des örtlichen Psychaters ihre Probleme diskutieren? Mein Rat liebe evienne: lieber wieder die Teletubbies schauen, da kommt es auch nicht zu Gewalttätigkeiten.
    Ach ja lieber "Pate" ... ein Zitat von Dieter Nuhr... "wenn man so gar nichts sinnvolles zu sagen hat: einfach mal Fresse halten"... besonders wenn man den Film nicht mal vollständig gesehen hat! Spiel mit Bauklötzen und kritisiere keine Filme. Damit wäre viel Elend von der Welt genommen!!!!!!

    Re:Wissen und Hirntod
    @tempelpfötchen, welches meint, das meinen von der meinung lebt. aber kunst lebt nicht von der meinung, denn das wäre blosse tendenz und somit wären sämtliche pamphletisten und journalisten grosse künstler und alle künstler und künstlerinnen journalisten. hab noch nie gehört, dass michelangelo journalist war, und die sixtinische kapelle mit blosser hingerotzter meinung ausgemalt hätte oder dass sich mit aus zusammengeschustertem hörensagen gebildeter meinung eine "zauberflöte" komponieren liesse.
    kunst lebt von FREIHEIT, ihre meinung können dann leute dazuposaunen, die keine grade terz geigen können und vor einem picasso stehend daherblubbern: "oiso kunst is des net - des is a schmiererei" oder meinen, jedes kleinkind könnte wie luigi nono komponieren. ein blosses geschmacksurteil ist noch keine kunstexpertise und bedarf deshalb auch keiner kriterien, die aber sehr wohl für die beurteilung von kunst relevant sind. geschmacksurteile dienen dem gesellschaftlichen konformismus, dessen kleinster gemeinsamer nenner der grössten zustimmung den kommerziellen erfolg auf dem marktplatz lukriert.
    viele erfolgreiche produkte der filmindustrie werden nach den vorlagen und vorlieben eingefahrener seh- und hörgewohnheiten des massengeschmacks designt, um grössten finanziellen gewinn zu maximieren. das ist natürlich keine kunst, aber immerhin meist durchaus bewunderswerte warenästhetik in der viel arbeit steckt. zwischen konsum und kunstgenuss existiert dann eben doch noch ein unterschied, der mehr beinhaltet als die meinung, die den zum kauf einer ware ausreicht.
    kalifato macht sich zumindest die mühe der differenzierung, diese mit abgeschmackter meinungssosse zu beantworten beweist, dass kunst nach wie vor der freiheit GEGEN die meinung bedarf, mit der der massenkonsument seine uniformitätssucht gegen das verstörende von kunst abzudichten versucht.

    Re:Wissen um deinen Hirntod
    darf ich raten. du bist metzger und naschst gern am rinderhirn... und jetzt ist das hirn tod. schweinerei.

    man du brauchst hilfe...

    du bist wohl der erste der eine definition für kunst gefunden hat, auf takatuka wärst du sicher der regengott.

    behalte deine zornausbrüche bitte in zukunft für dich und mach eine therapie.

    kunst lebt von meinungsfreiheit. merk dir das.

    Fortsetzung
    ... und weiter gehts! Mit dem "Paten" bin ich noch nicht fertig, da der Spruch von Nuhr wahrscheinlich seine metalen Kapazitäten übersteigt.
    Versuchen wir es mit einem geradezu biblischen Gleichnis. Ich habe keine Ahnung von Autos (lieber Pate: das ist ein Vehikel mit vier Rädern...(Vehikel ist ein Fahrzeug... ( ein Fahrzeug ist........))). Und trotzdem (oder vielleicht deswegen?) erkläre ich keinem Fahrzeugmechaniker seinen Job!!! Damit möchte ich sagen, das Du mit Sicherheit einen Kinofilm mit blossem Auge zu erkennen vermagst, aber Kunst nicht erkennst, wenn sie Dich in den A*sch beisst. Aber sei beruhigt! Du bist nicht alleine! Das ist das Problem des Internets. Es gibt keinen Führerschein.
    Und wenn die liebe Susanne noch ein, zwei Fehler findet... ich lechtze danach berichtigt zu werden.... vor allem von Personen, die offensichtlich GV mit einem Duden haben, und ihn demnächst auch heiraten!
    In diesem Sinne ein Gruss an alle echten Cineasten, oder die die es werden wollen. Aber Du, mein lieber "Pate", bist nicht dabei....

  • Review
    Mir hat der Film extrem gut gefallen.
    Der SWFarblook ist einfach nur wunderschön anzusehen und ich finde die Geschichte mit zusammenhängenden Episoden zu erzählen klasse.
    Und ich persönlich finde die Brutalität im Film nicht schlimm da sie extrem surreal dargestellt wird. Und dann noch die sehr guten schauspielerischen Leistungen (überhaupt von Mickey Rouke).
    Wenn das Licht im Kino ausgeht und die grandiose Eröffnungsszene läuft verschwinden für mich die Grenzen zwischen Film und Comic.


  • Hab mir gerade hier ein paar Kritiken durchgelesen, ab und zu wird über die Handlungsstränge oder die einfach gestrickten personen geschimpft. Man sollte dabei UNBEDINGT bedenken, dass es eine Comicverfilmung ist, da wird nicht Wert auf Reales gelegt. Da passiert es halt, dass manche Figuren 100 Mal abgeschossen werden und noch immer sterben sie nicht. Sie sterben dann, wenn der Autor meint, es ist Zeit für sie, von uns zu gehen.
    Was in dem Film noch besonders auffällt ist die Brutalität. Sicherlich ist das nicht schön anzuschauen, allerdings ist es nicht so wie in manchem Horrorfilm, dass man es nervlich nicht mehr aushalten kann. Es ist teilweise wirklich grauenhaft, aber nicht einschüchternd und verängstigend - meine ich für meinen Teil.
    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich zu dem Film sagen soll. Unten hat einer von euch geschrieben, dass dieser Film eher künstlerisch zu sehen ist. Dem stimme ich zu. Er ist Kunst. Er ist bildreich.
    Die Figuren mögen vielleicht nicht vielschichtig sein, dennoch sind sie Extreme und dadurch wirken sie. Die Figur von Elijah Wood (keine Ahnung mehr wie der geheißen hat) hat es zum Beispiel in sich gehabt. Die ist mir noch in guter Erinnerung :)
    Ich hab den Film auf Englisch gesehen, da sollte er noch authentischer sein, habe aber vor, ihn mir noch mal auf Deutsch anzuschauen... Vielleicht hab ich dann eine Meinung... Dennoch... Bei Kunst keine fixe Meinung zu haben, ist nicht schlimm :)

  • enttäuschung
    Die comicnahe Verfilmung auf schwarz-weiß Ebene mit
    Farbtupfern ist gut, der Film gegen Ende jedoch
    einigemaßen ermüdend (Gewalt, und wieder Gewalt - ach ja,
    der wird verprügelt, und die wird ausgepeitscht - Message
    rübergekommen - das Leben ist hart), der Film als Ganzes
    unglaublich brutal und abstumpfend. Meiner Meinung nach
    fehlt Sin City durch die Aneinanderreihung der Abschnitte
    eine durchgehende Dramaturgie. Es fehlt der Aufbau, die
    Steigerung und der Abschluss, sodass man einigermaßen
    befriedigt aus dem Kino gehen könnte. Und nochmal - muss
    es dermaßen brutal sein? Vorhang fällt, der Film ist aus
    und man fühlt sich nur müde und erleichtert dass es
    vorbei ist.
    Reine Geldverschwendung.

  • wer brauchts
    war sicher gut gemacht, und sehr reizvolle weibliche rückansichten (wie immer halt), aber ich versteh nicht, warum gleich alle von kunst reden. so gut wars auch wieder nicht, und kunst ist in für mich etwas wertvolles. aber wer braucht diese grundschulung in psychokillermenschenfresserkinderficker-tum? einer von der kripo, ok. aber die anderen? ich habs schon etwas bereut, dass ich mir das angetan hab. hab ca. 3 tage gebraucht, um das zu verdauen. und ein paar labile gestalten haben jetzt ja wieder jede menge input und vorschläge bekommen. naja, wer sich's antun will, wird's sowieso tun.

  • Unkonventionell
    Eigentlich ist der Film gar nicht mit den normalen Mitteln der Filmkritik zu beschreiben. Wer sich hier eine Comicverfilmung der herkömmlichen Hollywood-Art à la Spiderman, Batman, etc. erwartet (wobei ich diese Filme auf ihre Art auch nicht unbedingt schlecht finde), wird mit Sicherheit enttäuscht werden. Im Fall von Sin City wurde eher das Medium Film dem Ausgangspunkt Comic angepaßt und nicht, wie normal die Comicvorlage den Regeln des Kinos.
    Großer Pluspunkt des Films ist natürlich der schon oft gelobte S/W-mit-Farbtupfern-Look. allein schon deswegen würde ich ihn schon eher in die Kunst-Kategorie einstufen als in die der klassischen Actionfilme. Schon klar, wer hier reingeht und sich einen typischen Jerry-Bruckheimer-Action-Kracher mit vielen Explosionen, dummen Sprüchen und schönen Menschen erwartet, wird höchstwahrscheinlich sehr enttäuscht wieder heim gehen. Auch wenn viele Explosionen und schöne Menschen zweifellos vorkommen, aber eben in einem völlig anderen Zusammenhang als in einem herkömmlichen Actionfilm.
    Die Gewalt und einige Ungereimtheiten (Warum ist Mikey Rourke quasi unsterblich??) stören zwar hie und da etwas, aber ich nehme mal an, dass das einfach daran liegt, dass man so nah an den Comics wie möglich bleiben wollte (Ich kenn die comics zugegebenermaßen nicht). Meinem positiven Gesamteindruck hat es jedenfalls nicht geschadet.
    Insgesamt würde ich empfehlen, einfach möglichst unvoreingenommen, aber informiert reinzugehen.

  • mal was anderes
    ich bin ohne jegliche voreingenommenheit in den film gegangen und war eigentlich äusserst positiv überrascht da man ja doch hin und wieder eine nicht ganz so gute kritik zu lesen bekam!
    der film ist eben mal etwas ganz anderes, selbständiges wenn auch etwas brutal was dem film aber nicht schadet.
    die episoden finden gut zusammen und dem besucher wird eigentlich nie langweilig.
    alles in allem einfach sehnswert (zumindest für etwas hartgesottene).

  • eine art von kunst
    ich fand den film überraschend gut. wer sich nicht hineinsteigert, in die doch sehr stereotyp gezeigten personen, kann vielleicht auch ein bisschen humor in der übertriebenen heldendarstellung entdecken. gleichermaßen bei den weiblichen acts, die ja alle echte top-mädels waren, fand ich es einfach so "overstated" dass es einfach super war, sich fallen zu lassen in diese hoffnungslose comic-welt, die doch noch überreste von romantik hat.
    nur, dass mein titel nicht missverstanden wird: natürlich bezeichne ich nicht die abtrennung von gliedmaßen als kunst. aber diese storys so zusammenzudrehen, in einem mix aus schwarzweiß rot und gelb, die kameraeinstellungen, die schnitte, die musik. -das hat was.

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