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05/10/2022

Die 7 besten Filme mit Benedict Cumberbatch außerhalb des MCU

Der vielseitige Darsteller hat sich vor allem auf Charakterrollen mit Ecken und Kanten spezialisiert.

von Manuel Simbürger

In "Doctor Strange in the Multiverse of Madness" zeigt Benedict Cumberbatch wieder mal seine verschiedensten Facetten. Egal ob als Steven Strange mit gebrochenem Herzen, als arroganter Magier Doctor Strange, als Vaterfigur wider Willen, als böser Magier mit Hautproblemen oder als verwirrter Multiversum-Herumhüpfer: Cumberbatch ist in jeder Sekunde absolut glaubwürdig und schafft es, dass man mit seiner Figur mitfiebert, mitfühlt und sie vor allem versteht.

Benedict Cumberbatch

Die Rolle des Doctor Strange hat den Briten in die A-Liga Hollywoods katapultiert und zum Fan-Liebling des MCU gemacht. Den Durchbruch schaffte der heute 45-Jährige freilich schon einige Jahre früher – nämlich nicht als bester Zauberer, sondern als bester Detektiv der Welt:

Mit der Serie "Sherlock" verhalf er Sherlock Holmes zu neuen Popularitätshöhen und zeigte, dass auch in den verstaubtesten Kriminalgeschichten noch jede Menge modernes Potenzial steckt. Mit "Sherlock" waren auch die "Cumberbitches", wie sich seine Fangemeinde nennt, geboren, die ihm bis heute die Treue halten.

Neben Sherlock Holmes und Doctor Strange hat Benedict Cumberbatch aber noch jede Menge anderer bemerkenswerter Rollen auf Lager, die beweisen, dass er sowie jeden Charakter zu hundert Prozent ausfüllt (nicht nur dank seiner markanten Stimme) und somit zu den vielseitigsten sowie talentiertesten SchauspielerInnen der Gegenwart gehört. Keiner verkörpert kantige Charakterköpfe so brillant wie er. 

Vor allem scheint Cumberbatch bei seiner Rollenauswahl ein gutes Händchen zu haben: In seiner Filmographie findet sich nicht nur ein abwechslungreicher Mix aus Mainstream- und Nischenfilmen, sondern auch überraschend viele oscarprämierte oder -nominierte Filme. Vielleicht ja auch wegen Cumberbatch selbst ...

Die 7 besten Filme mit Benedict Cumberbatch außerhalb des MCU:

"The Imitation Game" (2015)

Als Mathematikgenaie und Copmuterpionier Alan Turing, gleichzeitig sozialer Außenseiter mit autistischen Zügen, ist Cumberbatch ein schauspielerisches Geschenk an die Menschheit. Sein emotional komplexes, nuanciertes Spiel fesselt in jeder Sekunde und trägt den Mix aus Spionage-Thriller und einfühlsamem Charakterdrama ganz alleine.

Dass Cumberbatch für diese Rolle nicht den Oscar bekam, gilt als einer der größten Snubs in der Geschichte der Academy Awards. 

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Star Trek: Into Darkness (2013)

In all der "Doctor Strange"-Euphorie hat man fast vergessen, dass Cumberbatch bereits vor rund zehn Jahren Teils eines (nicht ganz so, aber doch) erfolgreichen Film-Franchises war: Als "Star Trek"-Ober-Bösewicht Khan trat er in riesengroße Fußstapfen, die er aber problemlos und mit Leichtigkeit füllte. Cumverbatch verleiht seiner Figur eine wuchtige, bedrohliche Präsenz, die dem Bösen ein markantes Gesicht verleiht, das einen bis in den Schlaf verfolgt.

Wenn Cumberbatch als arroganter Khan seine Feinde Kirk (Chris Pine) und Spock (Zachary Quinto) nur mit Worten bekämpft und diese zu messerscharfen Klingen verwandelt, dann ist das großes Schauspielkino inmitten eines Popcorn-Blockbusters. "Star Trek: Into Darkness" mag das eine oder andere Problem haben, aber Benedict Cumberbatch gehört sicherlich nicht dazu.

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Abbitte (2007)

Das Historien-Drama nach dem gleichnamigen Roman von Ian McEwan war der erste große Kinoerfolg von Cumberbatch. Zwar gehört der Film ganz und gar Keira Knightley und (bereits mit Abstufung) James McAvoy, aber Cumberbatch als Fiesling, der eine junge Frau inmitten eines Felds gewissenlos vergewaltigt, geht durch Mark und Bein. Cumberbatch macht uns in diesem Film Angst wie er es nie mehr danach tun sollte.

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1917 (2019)

Diesen Kriegsfilm (der keiner ist, aber irgendwie dann doch) hat Sam Mendes als scheinbaren One-Shot-Film gedreht, was beim Zuschauen fasziniert und Spaß macht. Genauso bemerkenswert ist aber Cumberbatchs Darstellung als strenger sowie erfahrener Colonel Mackenzie, der mit seinen Soldaten im Ersten Weltkrieg mit dem Rücken zur Wand steht.

Seine tiefe, durchdringende Stimme verleiht der Figur Autorität, aber auch etwas Tragisches. Im Mittelpunkt mögen andere Charaktere stehen, aber Cumberbatch schafft es auch hier, Emotionen ohne ausladende Worte zu vermitteln.

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12 years a slave (2013)

Das erste Zusammentreffen zwischen Cumberbatch und Chiwetel Ejiofor, Jahre vor "Doctor Strange": Statt magischer Feinde sind sie her Sklavenhalter (Cumberbatch) und Sklave (Ejifor), deren Beziehung zwar vordergründig von Freundschaft, letztlich aber genauso von gefährlichen Hierarchien und Freiheitsberaubung bestimmt wird.

Im krassen Gegensatz zum brutalen Sklavenhalter Epps (Michael Fassbender) hat Cumberbatchs Figur fast schon etwas Sanftmütiges, das das Gieren nach Macht noch komplexer erscheinen lässt. 

"12 years a slave" beruht auf wahren Begebenheiten und wurde mit drei Oscars (Bester Film, Bestes Drehbuch, Beste Nebendarstellerin) ausgezeichnet. 

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Im August in Osage County (2013)

Cumberbatch spielt zwar nur eine vergleichsweise kleine Rolle in diesem starbespickten Ensemble-Film (unter anderem Meryl Streep, Julia Roberts, Ewan McGregor, Juliette Lewis), aber seine leidenschaftliche Performance als verliebter Mann, der seiner Traumfrau ein Klavierständchen bringt, bleibt im Gedächtnis.

Cumberbatchs Spiel gliedert sich perfekt in den Film ein, wird zum Abbild des Streifens selbst: leise, aber doch laut, zerbrechlich, aber doch stark. Abgesehen von Cumberbatch ist "Im August in Osage County" ein Muss für alle, die an der Erforschung von Familiendynamiken interessiert sind. 

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The Power of the Dog (2021)

Es war (neben Will Smiths Watschn-Affäre natürlich) eine der größten Überraschungen der Oscar-Verleihung 2022: Cumberbatch musste sich für sein grandioses Spiel eines seelisch vernarbten und emotional verkorksten Cowboys in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller" gegen Will Smith geschlagen geben. 

Nachvollziehbar ist das nicht: Tommy Morgenstein ist die perfekte Rolle für Cumberbatch, ein faszinierender Mix aus innerer Unsicherheit und äußerlicher Arroganz. Aus Weichheit und Kanten. Der Druck, den das gesellschaftlich-toxische Männlichkeitsbild auf Morgenstein ausübt, und das Ringen um die eigene Sexualität scheinen ihn mehr und mehr aufzufressen, zu zerstören. Es genügen kleine Gestiken und Mimiken Cumberbatchs, um zu wissen, was in dieser Figur vor sich geht. Charismatisch und furchterregend gleichermaßen.

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