Summer of Sam

 USA 1999
Drama, Thriller, Krimi 142 min.
6.60
Summer of Sam

Ein Serienkiller löst unter der Bevölkerung New Yorks Panik aus. Mit der Nervosität nimmt auch die Intoleranz innerhalb eines Freundeskreises von Italo-Amerikanern zu.

Sommer 1977. New York leidet unter einer Hitzewelle und wird von einem Serienkiller terrorisiert, den die Zeitungen Son of Sam taufen. Zu Beginn des Films ist der Killer schon bei seiner grausigen Arbeit. Wir sehen, wie er zwei Paare in ihren geparkten Autos erschießt - die Morde Nummer sechs und sieben.
Vinny arbeitet als Friseur, und obwohl er mit der reizenden Dionna verheiratet ist, geht er regelmäßig fremd. Nach außen wirken sie wie ein glückliches Paar, wenn sie sich in der Disco zeigen, nachdem Dionna mit der Arbeit im Restaurant ihres Vaters fertig ist. Aber sie hat Verdacht geschöpft und macht sich Sorgen um das Verhalten ihres Mannes. Der hängt am liebsten mit einer Truppe von Italoamerikanern herum, die aussehen, als kämen sie direkt aus einem Martin-Scorsese-Film. Einer von ihnen ist Ritchie, der plötzlich seine Freunde damit schockiert, dass er auf britischen Punk abfährt. Er legt sich einen Irokesenschnitt zu und versucht sich im Cockney-Akzent. Als er beginnt, in einer Bar zu musizieren und in Pornofilmen mitzuwirken, entfernt er sich zunehmend von seinem Freundeskreis. Seine Kumpels beginnen nachzudenken, ob Son of Sam nicht einer aus ihrer Mitte sein könnte.

Details

John Leguizamo, Adrien Brody, Mira Sorvino, Jennifer Esposito, Michael Rispoli, Saverio Guerra, Brian Tarantina, Al Palagonia, Ken Garito, Bebe Neuwirth, Patti LuPone, Mike Starr, Anthony LaPaglia, Roger Guenveur, Michael Badalucco, Spike Lee
Spike Lee
Terence Blanchard
Ellen Kuras
Victor Colicchio, Michael Imperioli, Spike Lee

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Hitzewelle in New York

    Spike Lee zeigt wieder einmal ein Bild seiner Heimat: Brooklyn. Dass er sich auskennt, belegen die authentischen Figuren. In einer Atmosphäre, die geprägt ist von Gangs, Nutten, Tunten und Drogen, erzählt er schier unglaubliche Geschichten. Zeitgemäß riskieren die Jungs eine ganz schön lockere Lippe. Dass die Cops oft gemeinsame Sache mit der Unterwelt machen (hier vertreten durch ein Cameo von Ben Gazzara) ist nicht neu, dass sie aber einen Serienkiller fangen wollen, weil die ‘Bullen‘ dazu nicht in der Lage sind, überrascht schon.
    In diese Ausgangssituation stell Lee zwei ganz unterschiedliche Pärchen: der Bandenchef Vinny (John Leguizamo), ein Machogockel, der alles bumst, was nicht bis drei zählen kann, kleinwüchsig, dominant und verheiratet. Offiziell liebt er Dionna (Mira Sorvino). Und der Punker Richie (Adrien Brody, hier mal mit gegelter Igelfrisur oder auch blondem Irokesenschnitt), ein eher ruhiger Typ, der Probleme mit seinem Stiefvater hat. Er freundet sich mit Ruby an (Jennifer Esposito). Die kommt zwar aus dem horizontalen Gewerbe, fällt hier aber weiter nicht auf. Vinny durchlebt einen religiös begründeten Sinneswandel mit fortan keuschem Lebensstil. Doch Dionna durchschaut ihn und geht. Richie ist anders als die Gang. Er macht Musik und nicht jeden Unfug mit. So eignet er sich idealerwiese als Prügelknabe in einer aufgeladenen Atmosphäre, die zusätzlich noch von einer Hitzewelle heimgesucht wird. Stromausfall, Plünderungen, Bürgerwehr: alle suchen den Son of Sam.
    Höhepunkt dieser Entwicklung ist der sprechende Black Dog, der befiehlt ‘Töte!‘ So weit kann Hysterie gehen.
    Am Ende werden durch eine gute Schnittfolge, viele Handlungsstränge parallel gezeigt. So entsteht ein abgerundetes Bild, nicht unbedingt ein vollständiges.
    Sinatra singt ‘New York‘ und wir erfahren, dass Elvis 1977 gestorben ist. Sehenswert.

  • Danke, sehr gut!
    Der Film ist schlicht und ergreifend genial. Nur muss man halt intelligentes Kino mögen.

  • WOW !
    WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW WOW

  • Sex and crime...mehr nicht...
    Wie kommt es, dass es ausgerechnet bei diesem angeblich so "genialen" Film war, wo ich zum ersten mal überhaupt es komplett bereut habe 2 ganze stunden und volle 90 schilling zu opfern ?
    Ihr interpretiert sehr richtig : der film hat mir nicht gefallen....aber selbstverständlich könnte das auch an meinem schlechten geschmack liegen...


  • Spitze!! Hat Spike Lees SUMMER OF SAM auch Schwachstellen (so ist es ja bei vielen seiner anderen Filme)? Wenn ja, habe ich sie nicht bemerkt. Im Jahr 1977 gab es in New York anscheinend einen Rekordhitze-Sommer und einen Serienmörder. Der Film ist pures Dynamit. Lee zeigt uns Ausschnitte aus dem Leben einiger junger Italoamerikaner, läßt Punk und Disco aufeinanderprallen, pfeffert uns wie immer mit Klischees und Vorurteilen zu, macht viele Witze, läßt einen Hund sprechen, einen Killer killen ... Vielleicht sein insgesamt seltsamster Film! Für mich auch sein bester!