The Artist

 F 2011
Drama, Romanze, Komödie, Stummfilm 27.01.2012 ab 6 100 min.
8.00
The Artist

Eine liebevolle, beglückend detailverliebte Hommage an das Goldene Zeitalter Hollywoods und seine Schauspieler.

Ein außergewöhnlicher Film in Schwarzweiß und in perfekter Stummfilm-Ästhetik: Im Hollywood des Jahres 1927 kämpft der gefeierte Star und Frauenliebling George Valentin mit dem Übergang zum Tonfilm, während die junge, aufstrebende, in ihn verliebte Peppy Miller die Erfolgsleiter nach oben klettert. In der Rolle des Stars in Schwierigkeiten glänzt der französische TV-Comedian Jean Dujardin, in Nebenrollen sind die Charakterdarsteller John Goodman und James Cromwell zu sehen.

Details

Jean Dujardin, Bérénice Béjo, John Goodman, James Cromwell,Penelope Ann Miller u.a.
Michel Hazanavicius
Ludovic Bource
Guillaume Schiffman
Michel Hazanavicius
Filmladen
ab 6

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User Kritiken

  • Endlich ein Stummfilm- 1
    Was an dem Film so Besonderes ist, weiß man erst wenn man sich dem im Kino ansieht. Mir auf alle Fälle wird er gefallen das weiß oder denke ich vorher. Da ich auf Douglas Fairbanks Filme abfahre, Charlie Chaplin und Dick & Doof vergöttere, ich Billy Bevan, Buster Keaton, und die Keystone Cops mag, da ich auf Lubitsch Filme genauso abfahre wie auf Lumiere Filme, da ich an die 500 Stummfilme selber zu Hause habe mit Kurzfilmen, ja da ist es ja klar, das ich nicht nur zu Stummfilm Festivals schaue, sondern mir auf alle Fälle diesen hier im Kino zu Gute führen möchte.

    Wenn man sich mal den Cast so ansieht, Jean Dujardin spielt George Valentin, ich kenne den Schauspieler nicht, Bérenice Bejo spielt gekonnt die junge Peppy Miller, deren Name so richtig nach Stummfilm klingt, und im Film auch so rüber kommt. Nur eines, die altmodischen Gesichter, die sind leider nicht so rübergekommen da die Leute früher anders aussahen als die heutigen Leute. Frauen hatten spitzere Brüste mit denen sie Menschen erstechen konnten, Ihr Teint war sehr blass, und sie wirkten alle wie Komödiantische Zombies, das erst durch Greta Garbo so richtig geändert wurde. Wer sich mal von früher noch so alte Pornos anschauen möchte, ja die haben es echt in sich, die könnten in einem Kinderprogramm laufen die sind echt lustig, es gab mal sogar 'ne Porno Stummfilm Serie, die ich noch kenne, ja die war echt witzig.

    So zurück zum Film, mein Liebling John Goodman spielt im Film Al Zimmer, einen echten Fleischklops und ich muss sagen wenn früher der Wechsel vom Stummfilmstar zum Sprechstar schwierig war, ist es hier fast genauso, und wenn früher Leute das nicht geschafft haben und sogar angefeindet wurden, ist es heute genauso bei dem Film, nur ganz wenige schaffen es von Sprechrollen in eine Stummfilmrolle zu fallen, und das ist in dem Film fast jeder, vor allem Jean Dujardin und John Goodman.

    Dann kommen wir zu dem 2 Meter großen James Cromwell der noch aus Star Trek bekannt ist, ja der spielt den Clifton, Nachnahmen hat er keinen, den konnte sich damals keiner leisten. Das ist echt witzig. Der passt nämlich auch. Penelope An Miller spielt DORIS, ja die ist auch gut als Schauspielerin, die mag ich sowieso, dann haben wir Missi Pyle die ich nicht kannte, die eine Constance spielt, so richtig ein französischer Namen, und die ist nur kurz zu sehen. Malcolm McDowell unverkennbar, ja der spielt auch mit, Butler spielt er, und dann noch Ed Lauter, den man fast nicht kennt, der spielt einen Chauffeur.

    Die haben natürlich alle keinen Namen. Ich glaube was den Film so berühmt macht ist das er viele Auszeichnungen hat. Er hat den Oscar 2012 für den besten Film gewonnen, die Beste Regie, den Besten Hauptdarsteller, die beste Filmmusik, was ich nicht gerade sagen kann, allerdings kann ich mich nicht erinnern an die anderen Filmmusikstücke, dann das beste Kostümdesign, wo ich sage, Harry Potter hat mir besser gefallen. Nun dafür hat er nicht die Beste Nebendarstellerin gewonnen, den hat mein Lieblingsfilm „The Help“ gewonnen. Bestes Originaldrehbuch, Bester Schnitt, Beste Kamera und Bestes Szenenbild, da hat er auch Nominierungen aber nicht gewonnen. Von den Golden Globes hat er den Besten Film gewonnen, und zwar im Bereich Komödie oder Musical, dann der Hauptdarsteller, wo Ich sage, ja er war gut aber gleich ein Oscar, auch im Bereich Komödie oder Musical und eben die Musik.

    ein Familienfilm - 4
    Was bei dem Film nicht übel ist, ist die Handlung. Es geht ja um den Stummfilmschauspieler George Valentin der 1927 der berühmte Star ist, den die Filmstudios Kinograph Studios groß rausbringen wollen. Natürlich hätte man am Anfang viel mehr zeigen können aber dann wäre wohl der Stummfilm langweilig geworden. Also, George hat einen Film abgedreht, „A Russian Affair“ der mit einem Jack Russell Terrier namens Jack ins Kino kommen soll. Und da trifft er auf einen Fan. Tja, Fans gab es wohl schon immer und die heißt im Film Peppy Miller. Unglaublich was ein Mensch ausstrahlen kann, die Frau ist einfach ein Hit, sie strahlt, sie ist wunderschön und eine echt tolle Schauspielerin.

    Klar dass dann alles kommt wie man es schon kennt, er trifft sich mit Ihr, er mag sie irgendwie mehr als Ehefrau DORIS und hat dann bald Presseprobleme, die dann den Filmproduzenten Al Zimmer ziemlich stören. Irgendwie kann aber der Kater das Mausen nicht sein lassen und schnappt sich die süße Peppy Miller für den neuen Film „A German Affair“ der ein Erfolg werden soll. Na Ja die 2 verlieben sich irgendwie, er zeigt ihr wie man erfolgreich wird und malt Ihr einen Schönheitsfleck auf die Oberlippe, was mich sehr stark an Cindy Crawford erinnert, uff dass macht die Süße Stummfilmschauspielerin irgendwie sexy. Eigenartig, so ein blöder Leberfleck kann so viel Wirkung haben.

    Valentin und Al Zimmer sind immer die besten Freunde gewesen bis auf 1929, wo Zimmer nur mehr Tonfilme drehen möchte. Klar will Valentin weiter machen und dreht einen neuen Abenteuerfilm, „Tears of Love“ der dann der letzte Stummfilm sein soll, der aber ein Flop wird. Dagegen hat Peppy Miler mehr Erfolg mit dem Tonfilm „Beauty Spot“. Und das tolle ist die Titel der Filme, so kurz, so bündig, ja das war damals in der Stummfilmzeit wirklich so, ich finde dass die Filmemacher von dem Film wirklich gut recherchiert haben.

    Na Ja, DORIS will sich dann von Valentin trennen, Peppy hat nur Augen für den Job, Valentin ist in Peppy verliebt, Na Ja 3 Ecks Geschichte. Irgendwann leidet Valentin unter Alkoholsucht, was heute auch viele Stars haben, und da muss ich sagen, der Scheiß Alkohol hat auch damals vor 100 Jahren und vor 50 Jahren die Schauspieler in den Ruin getrieben. Echt schlimm ja und dann kam der große Börsencrash von 1929 wo Valentin sein ganzes Geld verliert.

    Was ich mir da gedacht habe, wieso gibt es nicht endlich einen Film über 1929 und die ganze Story, dass dieser Teil der Geschichte so uninteressant ist wusste ich gar nicht. Valentin hat dann daraufhin seinen Chauffeur Clifton entlassen den er so gerne gehabt hat, da er nichts mehr zahlen kann. Dann zündet er die alten Filmrollen an, ein Wohnungsbrand kommt, sein alter Filmhund rettet ihn, da er einen Polizisten holt, ja da hat man zu viel Lassie geguckt. Nur ein einziger Film blieb über „A German Affair“.

    Ja und dann flüchtet Valentin und will sich umbringen.

    Nun die Story hat meiner Meinung nach alles was es gibt, gute Darsteller, gute Schauspielerinnen, eine nette Story, eine Geschichte die nicht selten ist, ein paar gute Nebendarsteller die selten auftauchen, der Film ist sehr auf Dujardin gerichtet, er ist fast nur im Mittelpunkt, der Film ist nicht so lustig wie man tut, er ist nicht so spannend wie man glaubt aber er ist allersüßest und ich mag ihn wirklich.

    Oh Nein, den Film kann man bedenkenlos ab 12 empfehlen, und er ist wirklich ein Hit, ich mag ihn, er bringt neuen Wind in die verfahrene Filmbranche. Darum 89 von 100 Punkten.

    hat mir gefallen - 3
    Und wenn man immer sagt, man bereitet sich auf den Film vor, ja Jean hat sich so vorbereitet dass er in den Hollywood Hills gewohnt hat in einem Haus aus den 1930 er Jahren. Ja witzig was. Was mir am Film auch aufgefallen ist, das altmodische Bildformat, 1,33:1, was man früher im Film verwendet hat, ja da sieht ein Film gleich noch mehr nach Stummfilm aus.

    Der letzte Film, der ein Stummfilm war, der war 1976 der Film „Silent Movie“ von Mel Brooks glaube ich. Übrigens die Tanzszenen sind von allen selber gemacht worden die haben auch trainiert, wie bei den Dancing Stars.

    Kennt wer übrigens den Film „Singing in the Rain“? der ist mit Debbie Reynolds und Gene Kelly, und in deren legendärem Tanzstudio das es heute noch gab, da hat Dujardin mit seiner Frau Bejo tanzen gelernt, und zwar täglich bis zu 5 Stunden. Der Roadster den Valentin fährt ist ein 1920 er Bugatti, 1927 Typ 35C, der auf 1 - 2 Millionen US $ geschätzt wird. Ein Original natürlich. Ich bin froh manchmal kein Schauspieler zu sein, was ich mir da alles mitgehen lassen würde.

    Übrigens, im Film sieht man Valentin wie er ins Spital geht, er hat Zimmer 27, und zwar deswegen weil 1927 das Jahr war wo seine Karriere mehr oder weniger geendet hat im Film. Übrigens wer Lippen lesen kann, Peppy Miller sagt zu George Valentin in seiner Villa das sie alleine sein möchte, das ist der selbe Satz wie ihn schon Greta Garbo gesprochen hat im Film „Grand Hotel“. Und der Film ist der 1. Je ausgezeichnete Stummfilm nach der Stummfilmzeit und der 1. SW Film seit „Schindlers Liste“ der einen Oscar gewann. Und die Idee dazu war geboren weil John Gilbert, ein Schauspieler der mit Greta Garbo spielte, den Übergang zum Tonfilm nie geschafft hat. Der Typ lebte von 1897 - 1936, Er starb an einem Herzinfarkt und wurde bekannt durch den berühmten Film „Königin Christine“ eh mit Greta Garbo.

    Tja, das tolle im Film ist dass Dujardin echt gut spielt, er ist nett, er ist herzig, er hat Herz, ja so wie er spielt so stellt man sich die Zeit vor, verliebt, verschmitzt, verspielt, einfach gut, nur zu viele ruhige Szenen gab es, aber das ist wohl deswegen weil das Drehbuch so sein sollte. Jedenfalls ist der Hauptdarsteller ein hübscher Kerl.

    Der Regisseur entschied sich den Hauptdarsteller aus seiner letzten Agenten-Parodien „OSS 117 – Der Spion, der sich liebte“ zu nehmen und einen Film zu drehen. So wie der Fritz Lang Film „Spione“. Das Drehbuch das 124 Szenen hatte, wurde in 36 Tagen abgekurbelt, der Regisseur sah sich 150 Stummfilme an, fast so viel wie ich, und hat sich entschieden den Film zu drehen. Klar hat der Film einige Szenen kopiert, wie die Frühstückssequenz aus „Citizen Cane“ den angeblich besten Film aller Zeiten, wo ich fast eingeschlafen bin, 'ne den Film mochte ich nie.

    Übrigens, wer jetzt Techniker ist, Kameramann Guillaume Schiffman hat für den Film einen 500 Asa Film genommen. Sehr grobkörnig. Bei den Internationalen Filmfestspiele von Cannes 2011 wurde er dann vorgeführt und hat ziemlich viel Erfolg eingeheimst. Übrigens im Finale des Filmes gibt es den Titelsong aus dem Film „Vertigo“ von Hitchcock aus 1958.

    Der Film hat auf alle Fälle etwas, er ist lustig, er ist gut gemacht, er hat eine gute Ausstattung er hat gute Darsteller, er hat eine nette Story, er hat vieles kopiert was schon da war, der Film ist nichts neues, er setzt neue Akzente, das schon, hoffentlich kommen solche Filme öfters, hoffentlich wird die Welt endlich sehen dass Stummfilme die wahren Künstlerfilme sind, nicht so Drecksfilme wie „Irreversibel“.

    Super Idee - 2
    Im ganzen hat der Film weltweit Rekorde gebrochen weil er 75 Nominierungen hat in den verschiedensten Preisen und 107 Preise hat er gewonnen da er eben was neues bietet und ich muss sagen ja das ist es, das hat die Welt gesucht, endlich was Neues, endlich ist ein Film da nach dem die Welt gelechzt hat, der wirklich selten ist, ja die Idee ist wirklich gut.

    Die Idee einen Stummfilm über die Stummfilmzeit zu machen ist was neues, das gab es glaube ich früher nicht, oder doch? Vielleicht mit Rudolfo Valentino, ich weiß nicht. Ich persönlich finde dass Stummfilme sowieso besser sind als heutige Filme außer die neuen aus Hollywood und dass man sich früher viel besser ausdrücken konnte, einen Oscar zu gewinnen war einfacher als heute, die Stars hatten echt Ausdruck gebracht und haben es auch geschafft, die Leute haben damals wirklich Ihr Werk verstanden und man sieht auch im Film dass es so viele filmtechnische Ausdrucksmöglichkeiten gibt, die meine eigene Gedankenwelt wirklich vibrieren lassen. Wo man heute einfach nur Worte hört und von brachialer Musik erschlagen wird, wo man heute Hardcoreszenen in Kinderfilmen sieht und Blutige Abschlachtungen für 14 Jährige bewundern kann, hat man früher nur angedeutet und so die Fantasie und den eigenen Intellekt viel besser umsetzen können.

    Wie der Regisseur auf die Idee gekommen ist weiß ich nicht, die Story ist aber wirklich gut, ja sie ist selten und ich muss sagen dass der Film wirklich gut ist. Die Idee dass Regisseur Hazanavicius die süße Peppy Miller als Hauptrolle besetzt ist ungefähr genauso neu und toll wie damals Greta Garbo im Blauen Engel, eine Frau die ein Engel ist in einer Rolle die ihr auf den Leib geschneidert zu sein scheint und in der sie für die Ewigkeit wirkt, genauso ist es hier Frau Miller. Ja ich muss sagen das süße Mädel lacht und strahlt, unglaublich, ja so was sieht man echt selten, schauspielerische Höchstleistung ist es zwar nicht aber etwas das man nicht so schnell vergisst, wo vor allem lachenden und lächelnde Frauen wenn sie es wirklich können noch dazu in einem Stummfilm der nicht von Farbe, Sex, Busen oder sonstigen Dingen unterbrochen wird, viel mehr Wirksamkeit zeigen und sich in dein Hirn einbrennen als so manche andere lachende Stars.

    Übrigens im Film kommt auch ein Hund vor, ja das wirkt auf alle Fälle süß, es ist zwar kein Hund der so süß ist wie im Film „Der Hundefänger von Wien“ der mit HANS Moser noch immer ungeschlagen ist im Wandel der Zeit, und zwar ist es ein Jack Russell Terrier, und zwar 3 Hunde spielen eine Rolle ja das ist so bei Hunden, bei Leuten, bei Menschen geht das nicht so sehr. Uggie, Dash und Dude heißen die in Wirklichkeit. Und die wurden natürlich alle eingefärbt, also die Hunde damit sie die gleiche Fellfarbe haben.

    Die Schauspielerin Penelope Ann Miller die hier im Film mitspielt hat schon mal den Stummfilmstar Edna Purviance gespielt, die mit Charlie Chaplin aufgetreten ist, und zwar im Film „Chaplin“ aus 1992, also ist sie natürlich schon den Stummfilm gewohnt, ob man ihr das anmerkt, ja ich weiß nicht, ja sie spielt nett und gut, wie halt eine Schauspielerin, aber nicht so jetzt was Besonderes das ich mir das merkte.

    Übrigens, die Schauspielerin Mary Pickford, Vielleicht kennt die wer, die hat von 1892 - 1979 gelebt, in 249 Filmen gespielt, und ist bekannt aus dem Douglas Fairbanks Film „The Gaucho“. Coole Story. Jedenfalls das Haus von ihr ist erhalten, das wird im Film verwendet und das Bett wo der Hauptdarsteller aufwacht, das ist das Original Bett von ihr.

  • Meisterwerk
    Meisterhafte Regie, guts Drehbuch und die Schauspieler sind ganz einfach phantastisch! Es war fast eine Wohltat mal wieder einen fast Stummfilm zu sehen. Was Musik nicht alles aussagt. In den Filmen von heute tritt sie doch immer wieder sehr in den Hintergrund. Da wird einem erst wieder bewußt was Musik kann. Einen Film in schwarz/weiss zu sehen ist fast noch faszinierender. Der Ausdruck der Gesichter kommt noch viel mehr zur Geltung. Dass das so ist verdanken wir einer super Ausdruckkraft und Können Mimik einzusetzen den Darstellern. Und nicht zuletzt der Hund ist zum Schießen!

  • Vom Stumm- zum Tonfilm
    Regisseur Hazanavicius ist ein großartiger Film gelungen, der durchaus oscarwürdig ist. Und das gleich aus mehreren Gründen.
    Zunächst ist dieser s/w Stummfilm eine Hommage an die graue Vorzeit als die Bilder laufen lernten, aber noch nicht sprechen konnten. Es geht wirklich ohne Dialoge! Als der Ton vorübergehend auftaucht, hat das einen speziellen Effekt auf unsere Hörgewohnheiten.
    Dann wird der Übergang vom Stummfilm zum Tonfilm nicht nur mit technischer Raffinesse gestaltet, sondern so verinnerlicht dargeboten, dass man abwechselnd lachen und staunen muss. Der Höhepunkt ist am Ende der Zusammenschnitt von Autounfall und Selbstmordversuch “Päng!“ Aber auch die menschliche Komponente wird hierbei bedacht. Wir erleben die Kurzlebigkeit von Leinwandruhm. Und hier packt einen der Film emotional mit der vollen Wucht der wortlosen nur auf Augen und Ohren konzentrierten Handlung.
    Schließlich gehört auch eine Liebesgeschichte dazu, die Jean Dujardin und Bérénice Bejo mit viel Witz und Charme rüberbringen. Auch hierbei schwingen Emotionen mit.
    Diese gelungene Mischung aus Jokes und Gags (hierher gehört sicherlich ein Ehrenpreis für Uggi den Jack Russell Terrier) neben einem Hauch von Wehmut und Abschied. Das Ende einer Ära eben. Und dann der geniale Schluss: der alternde Star des Stummfilms, der ja keinen Stimme hat, kann nur eins: tanzen, wie Fred Astaire und Ginger Rogers…

  • netter kinoabend ...
    ... in schwarz-weiss. löst die erwartungen, die der hype drumherum weckt, aber leider nicht ganz ein.

    Re:netter kinoabend ...
    Für mich ist es einer der besten Filme die ich im letzten Jahr gesehen habe. Egal ob Schwarz/Weiß, 4:3 oder Stummfilm. Er ist perfekt gemacht. Die Story unterhält ohne zu groß ins Melodramatische abzugleiten wie es Stummfilme aus den 20er Jahren gerne getan haben. Es ist eine Freude diesen Film zu sehen und es macht richtig Spaß und ich habe selbst anfängliche Skeptiker nach 10 Minuten vollkommen dem Film verfallen sehen.
    Der Score ist übrigens 1A.