The Black Dahlia

 USA 2006
Thriller, Krimi 06.10.2006 121 min.
5.60
The Black Dahlia

Schwarzes Kino: Brian de Palmas Version eines aufsehenerregenden wahren Kriminalfalls - nach dem Bestseller von James Ellroy.

Im Film lernen wir Betty Short alias "Schwarze Dahlie" in dem brodelnden Los Angeles der Nachkriegsjahre kennen. Korrupte Politiker manipulieren skrupellose Cops, die kaltblütigen Gangstern helfen, zwielichtigen Filmemachern ihre Projekte zu finanzieren, die wiederum junge Schauspielerinnen ausnutzen, die sich verzweifelt ihren Platz in einer Traumwelt erkämpfen wollen.

Auftritt zweier Ex-Boxer und Polizisten, Lee Blanchard (AARON ECKHART) und Dwight "Bucky" Bleichert (JOSH HARTNETT), Aushängeschilder des Los Angeles Police Department der 1940er-Jahre. Der erste Mordfall der frischgebackenen Partner beginnt mit einem Anruf ihres Vorgesetzten Detective Millard (MIKE STARR): Sie sollen im Mordfall der ehrgeizigen B-Film-Aktrice Betty Short (MIA KIRSHNER) ermitteln, nachdem sie gerade eine
tödliche Schießerei überstanden haben.

Blanchard und Bleichert sind wie der Rest der Stadt von der Welt des Lasters fasziniert, in der die Dahlie erblühte. Während Blanchard sich so intensiv in den Sensationsfall verbeißt, dass seine Beziehung zu Kay (SCARLETT JOHANSSON) darunter leidet, fühlt sich sein Partner Bleichert von der rätselhaften Madeleine Linscott (HILARY SWANK) angezogen: Sie stammt aus einer sehr prominenten Familie und hatte zufällig ein anstößiges Verhältnis mit der Dahlie (der sie sehr ähnlich sieht). Wie besessen versucht Blanchard den Fall zu lösen, weil er Bettys Fall als Chance erkennt, all das gut zu machen, was er bei den anderen Frauen in seinem Leben bisher versäumt
hat.

Auch Bleichert beginnt seine bisherigen Werte zu überdenken, weil er zwischen zwei grundverschiedenen Damen hin- und hergerissen wird: der scheinbar unschuldigen Kay und der bewusst verführerischen Madeleine, deren durchgedrehte Mutter Ramona (FIONA SHAW) in mehr als einer Beziehung zur Schlüsselfigur in diesem mysteriösen Fall wird.

Details

Josh Hartnett, Scarlett Johansson, Aaron Eckhart, Hilary Swank, Mia Kirshner, Mike Starr, Fiona Shaw, u.a.
Brian de Palma
Mark Isham
Vilmos Zsigmond
Josh Friedman nach James Ellroy
Warner Bros.

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Uijeh
    Eines der dümmeren Drehbücher der letzten Zeit. Ich habe keine Ahnung, warum man es für nötig befand, aus Ellroys Buch eine Seifenoper zu machen.
    Die Regie ist recht routiniert, rettet aber nichts.

  • Grand Guignol oder Film Noir?
    Für einen Film Noir nicht düster genug, für realistische Spannung zu klischeehaft, für einen stillvoll überzeichneten Film über die 40er Jahre nicht klischeehaft genug, für einen Dialogfilm, der von Charakteren lebt, nicht authentisch genug, für einen Thriller nicht spannend genug. Was dazu fehlte, waren glaubwürdige Schauspieler und vor allem eine Identifikationsfigur. Wenn der Herr Eis nicht einmal dazu in der Lage ist, seinen Feuer-Kumpel unter vier Augen zu fragen, warum er denn in letzter Zeit so mies drauf ist, dann tue ich mir schon schwer, mich mit einem dermaßen unverständlichen Verhalten zu identifizieren. Weiters starrt eine Frau Johansson nur naiv durch die Gegend (oder vielleicht ins Narrenkasterl gar?), hat dabei das Goscherl leicht offen und ist anscheinend der Meinung, dass es reicht, pseudo-stillvoll eine nach der anderen zu rauchen um geheimnisvoll zu wirken. Auf ihr ¿ meiner Meinung nach völlig aus der Zeit gerissene - Zitat: ¿Auf meine Supercops!¿ möchte ich gar nicht näher eingehen.

    Der Film an sich ist weiters verworren, verlangt einem nicht hoch konzentrieren Zuschauer zu viel ab, schlägt mit den Handlungssträngen über die Stränge (kleiner Wortwitz, Sie verzeihen), hält aber weder die Begeisterung oder Spannung des Publikums bei der Stange. Mitten im Film vergisst man fast, worum es geht und dass die einzelnen Fäden in der unwirklich anmutenden und unter Twist-Zwang leidenden Geschichte zum Schluss zusammenfinden, ist einem nach einer unfreiwilligen Langeweile-Kur schon fast wieder egal. Schade darum. Weiters hätte man auch auf Details Rücksicht nehmen müssen: Der gezeigte ¿Porno¿-Film sah aus wie ein Film aus der Gegenwart jedoch etwas kontrastreicher und Schwarz Weiß. Dabei hätte dem Filmteam doch spätestens beim Dreh der Szene im Kino, wo ein authentischer Film der damaligen Zeit benutzt wird, auffallen müssen, wie so etwas wirklich aussehen muss, um realistisch zu wirken.

    Dennoch waren bei Black Dahlia annehmbare Ansätze drinnen und auch Szenen, die ich für sehr gelungen halte wie z.B. die Ich-Perspektive und das dabei mit satirischen Untertönen gezeigte Familien-Szenario, der Boxkampf, die Entdeckung der Hütte in Hollywoodland und deren abgründige Wirkung, die gut aber nicht perfekt eingefangen wurde (da sie durchaus noch unmittelbarer hätte sein können, ein Lynch hätte hier dem Palmenwedler einige Tipps geben können) oder auch so manche ¿ wenn auch ins karikierte Klischee abdriftende ¿ Darstellung der 40er Jahre mit samt ihren Requisiten die aber doch besser in ein Theater (aber auch wieder nicht in¿s Grand Guignol) gepasst hätte.

  • Re:
    @"Original"-De Palma-Stil: Natürlich war 'Scarface' besser.
    Aber trotzdem hat mich 'The Black Dahlia' nicht enttäuscht. Hab schon so manchen schlechteren Thriller gesehen.
    Meine Wertung: 7/10 nach der Filmtipps.at-Skala

    Re:
    wer den "original" de Palma stil kennt, und dazu noch viele andere Filme kennt, sieht hier den mißglückten Versuch, von anderen Filmen abzukupfern, dem "film-dialog-trend" unserer zu entsprechen, und gleichzeitig einen guten Genrefilm abzuliefern. Es mangelt hier ausgesprochen an Inspiration und Kreativität; vom Cast mal ganz abgesehn!...