The Road

 USA 2009
Drama, Thriller, Abenteuer 23.12.2010 111 min.
7.30
The Road

Inmitten einer Welt aus unendlicher Ödnis und kannibalistischer Gewalt versucht
ein Vater nach allen Kräften, seinem Sohn einen Rest Lebensmut zu erhalten. Nach der
Romanvorlage von Cormac McCarthy.

Die Zivilisation, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Die Sonne ist
verdunkelt, tierisches wie pflanzliches Leben ist ausgestorben, und nur
wenige Menschen haben die Katastrophe überlebt. Unter ihnen ein Vater, der
nach dem Selbstmord seiner verzweifelten Frau alleine mit dem
gemeinsamen Sohn durch verwüstete Städte und zerstörte Straßen Richtung
Süden zieht, in der Hoffnung dass es dort wärmer ist. Angst, Furcht und
Hoffnungslosigkeit dominieren ihren Alltag auf der Suche nach Zuflucht,
Wasser und Essen. In jedem Autowrack und jedem verlassenen Haus könnten andere Überlebende lauern, die ihnen nach den letzten Habseligkeiten oder sogar dem
Leben trachten.

Details

Viggo Mortensen, Kodi Smit-McPhee, Robert Duvall, Charlize Theron, Molly Parker u.a.
John Hillcoat
Nick Cave, Warren Ellis
Javier Aguirresarobe
Joe Penhall nach Cormac McCarthy
Constantin

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Renegade-Kulturpessimismus
    Kurzzusammenfassung:
    Alleinerziehende Väter haben es in Zukunft nicht leicht.

    Habe mir den Film gestern im Wiener Stadtkino angesehen und muss sagen, vergebe mindestens einen * mehr. Dazu sei angemerkt, dass mir Endzeit-Szenarien entgegenkommen.

    Die Story ist gut angelegt und überzeugend umgesetzt. Ein packender Film, der ohne die Katastrophe (die bereits eingetreten ist) breitzutreten oder auch nur genauer zu beschreiben, das DANACH mit sämtlichen verschoben Maßstäben und Wertvorstellungen, sowie den damit verbundenden Problemen Überlebender glaubwürdig darstellt. Eine Kernfrage, die dabei vor allem (wenn auch im Dialog eher indirekt, so doch in ebenso düsteren wie gelungenen Bildern) behandelt wird:
    Was ist der Mensch? Was macht den Mensch zum Menschen? Was bleibt vom Menschen unter menschenunwürdigen Bedingungen?

    Viggo Mortensen überzeugt ein weiteres Mal (menschlich und natürlich) als Held einer tragischen Geschichte. Sehr überzeugend und unprätentiös entwickelt sich die Handlung stringent erzählt, gekonnt mit wenigen Worten (aus dem Off) unter Rückblenden zu gemeinsamen Szenen mit der Mutter. Ich tauchte in den ersten Minuten voll ein.

    Als besondere Stärke sei angeführt, dass The Road gelingt, subtil durchgehendes Unbehagen auszulösen und immer wieder immens spannende Szenen zu bringen, ohne explizite oder extreme Gewaltdarstellung einzusetzen. Die beiden Hauptprotagonisten wandern durch bedrohlich Zonen. Dieses Gefühl und die Spannung werden durch ein unheimliches Knarren sterbender Bäume und die Musik mindestens genauso intensiv, wie durch "tatsächliche" Begegnungen und Ereignisse.

    Ein Vater der seinen Sohn liebt und behütet, ihm alles über das Leben beibringen will, wie aussichtslos die Lage auch zu sein scheint, als Fokus eines gelungenen, emotionalen Porträts (sicherlich hollywoodesk stilisierter) Elternliebe. Dennoch dachte ich mir kein einziges Mal, Viggo spielt gut, der Junge spielt gut. Die Identifikation findet statt. Vater und Sohn agieren glaubwürdig aufeinander bezogen. Ein Kampf ums blanke Überleben in einer dunklen Zeit.

    THE ROAD (meine Wertung) **** **** (und noch ein halber *)