Unterwegs nach Cold Mountain

 USA / Rumänien 2003

Cold Mountain

155 min.
7.20
Unterwegs nach Cold Mountain

Im Amerikanischen Bürgerkrieg bricht ein verwundeter Soldat zu einer gefährliche Heimreise auf. Oscar-prämiertes Drama von Anthony Minghella ("Der englische Patient").

North Carolina, um 1860: Ein einziger Kuss, mehr Zeit bleibt Pfarrerstochter Ada (Nicole Kidman) und Inman (Jude Law) nicht für ihre Liebe. Dann muss der
friedfertige Inman in den Bürgerkrieg ziehen.

Drei Jahre lang kämpft er auf Seiten der Konföderierten, überlebt Hunger und Verwundungen und hütet in all dem Grauen das einzige Foto von Ada wie einen Schatz. Nur ihre Briefe geben Inman die Kraft zum Überleben. Und als Inman schwer verletzt nach der Schlacht von St. Petersburg im Lazarett liegt, beschließt er zu desertieren. 300 Meilen durchquert er zu Fuß ein Land, das an den Wunden seines Bürgerkriegs leidet.

Aber auch Ada hat der Krieg verändert. Nach dem Tod ihres Vaters (Donald Sutherland) hätte die zarte Städterin fast vor dem rauen Leben in der Kleinstadt Cold Mountain kapituliert. Aber mit Hilfe der naturverbundenen Ruby (Renée Zellweger) wird aus Ada eine selbstbewusste Frau, die ihren Lebensunterhalt mit der väterlichen Farm erwirtschaftet. Dennoch sehnt sie sich nach nichts so sehr, wie nach Inmans Heimkehr.

Auf seinem gefährlichen Heimweg begegnet Inman Verbündeten wie dem ehemaligen Pfarrer Veasey (Philip Seymour Hoffman) und der Kräuterfrau Maddy (Eileen Atkins) aber auch unerwarteten Feinden wie dem Hinterwäldler Junior (Giovanni Ribisi). Und als Inman in die Nähe von Cold Mountain kommt, läuft er Gefahr, als Deserteur entdeckt zu werden. Auf fahnenflüchtige Soldaten hat es Teague (Ray Winstone), der brutale Anführer der Bürgermiliz besonders abgesehen...

Details

Jude Law, Nicole Kidman, Renée Zellweger, Natalie Portman, Donald Sutherland ua.
Anthony Minghella
Gabriel Yared
John Seale
Anthony Minghella, Charles Frazier
Buena Vista

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

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User Kritiken

  • Deserteur aus Liebe
    Der Film ist inhaltlich prall gefüllt und dabei gedanklich keineswegs ohne Tiefgang und mit einer Vielzahl von Promis. Inman (Jude Law) desertiert aus der Armee der Südstaaten und macht sich auf den Weg heim zu seiner großen Liebe Ada (Nicole Kidman): ein Roadmovie auf Schusters Rappen mit vielen abenteuerlichen Stationen.
    Dabei erlebt Inman z.B. Verrat von einem Vater mit vielen Töchtern (Giovanni Ribisi) und rettet das Leben einer Mutter mit Kind (Natalie Portman) u.v.m..
    Inmans Reise quasi von ‘unterwegs‘ wechselt mit dem Überlebenskampf von zwei Frauen wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten zu Hause auf der Farm in Cold Mountain. Ada geliebt und gebildet, eigentlich fast lebensuntüchtig und Ruby (Renée Zellweger) handfest, kraftvoll und zupackend. Sie hat allerdings ein Vaterproblem (Brendan Gleeson). Er bringt sogar etwas Humor ein und sie ist von den Darstellern die, die den tiefsten Eindruck hinterlässt.
    Während Inman immer näher kommt, emanzipieren sich die beiden Mädels, verfolgt von den Mordbuben der Heimatgarde unter Teague (Ray Winstone). Der sorgt für Spannung mittels Gräueltaten.
    Es wird auch eine Emanzipationsgeschichte innerhalb der Love Story in Zeiten des Krieges.
    Wunderschöne Bilder scheinen manchmal für manche Szenen einfach wie maßgeschneidert: eine weiße Taube in der Kirche und immer wieder ein Blick durch eine vom Regen gestreifte Fensterscheibe.
    Tempowechsel schaffen Platz für menschlich Berührendes wie z.B. ganz persönliche Fragen während des Rasierens mit einem ganz scharfen Messer oder die Anfangssequenz vom Krieg, die etwas vom Grabenkrieg in Verdun hat.
    Und für Happy End Fetischisten kommt es zwar herb und unbarmherzig, aber dafür mit viel Gefühl. Großes Erzählkino in epischer Breite.

  • wundervoll
    ein wundervoller film, hinreissende darsteller, gute mischung aus historischem film und liebesgeschichte - sehenswert!

  • gähn!
    Also der spielt ja zur zeit von gone with the wind..
    wenn die auch zur gleichen zeit gemacht worden wären, dann wäre dieser hier der grosse looooooser!
    Er kann eben so fast garnichts.
    Hilfe, ich wollte nur raus aus dem Kino!

  • nicht schlecht !
    Eins vorweg. Bisher konnte mich kein
    Anthony Minghella Streifen wirklich überzeugen.
    Warum ich mir "Cold Mountain" trotzdem angeschaut habe das kann, das liegt in erster Linie am interessanten Cast.

    Vom geschichtlichen Background her, gibt es viele Parallelen zu "Gone with the Wind", thematisch geht der Film aber andere Wege, wobei man immer merkt das eine Literatur Verfilmung dahinter steht, was aber nicht so sehr stöhrt. Sehr stark steht das Thema der Bestimmung im Vordergrund, der Aufopferung...

    Ab und zu wirkt "Cold Mountain" etwas steif und
    überzogen und ähnelt manchmal einem Theaterstück.

    Einerseits sieht man extrem harte Szenen,
    doch dann wird diese Härte sogleich wieder etwas entschärft und dem Zuseher äusserst billig eine Möglichkeit geboten um sich zu erholen.
    Ich glaube dem Film fehlt die nötige Stricktheit,
    und Konsequenz die Brutalität und Tragik mehr auszukosten. Das vermisste ich hier.

    Schauspielerisch gesehen, war Nicole Kidman sehr gut und überzeugend, Jude Law in ordnung, Renée Zellweger spielt zwar etwas übertrieben aber recht eigen und ganz gut (quasi eine sehr bäuerliche Bridget Jones könnte man sagen *g). Auch sonst gute Leistungen und eine interessante Besetzungen.

    Fazit:
    Für meinen Geschmack der beste Minghella Film so far - unterhaltsam und bedrückend zugleich, wenngleich nicht in jeder Hinsicht überzeugend.
    Vielleicht ein wenig zu kommerziell geraten aber sei's drum !

  • Gute Abendunterhaltung
    "Cold Mountain" ist ein solide gemachtes, ansprechendes amerikanisches Drama. Ein schöner Kinoabend eben.

    Nicole ist wie immer hinreißend elegant - was für eine Frau. Jude ist ein glaubwürdiger Held im kleinen. Und Renee trampelt durch den Film - für mich jedoch nicht unbedingt oscarwürdig.

    Fazit: "Cold Mountain" kann ich jedem empfehlen, der sich einen schönen Kinoabend machen möchte. Auch wenn ihm das Zeug zum absoluten Spitzenfilm fehlt, bleibt es ein schönes Kinoerlebnis.

  • Re:harn
    Die Chinesen Bu Chu und Fu kommen nach Amerika und ändern ihre Namen.

    Bu wird zu Buck,
    Chu wird zu Chuck
    und Fu

    geht zurück nach China.

    In diesem Sinne: Chuck You

    Re:harn
    Seitdem unter www.film.at die Registrierung unmöglich geworden ist - das super komplizierte zugeteilte Passwort dieser Seite kann nicht mehr per email zugesandt werden! Glaubt mir ich habs versucht - un-möglich! - schreibt keiner mehr etwas zu einem Film. Schade :(. Hab mich doch immer so auf euer Urteil verlassen.

    Also - hat jemand diesen bei den oscars übersehenen Film schon gesehen? Und wenn ja, wie war er?

    sonja