Was tun, wenn's brennt?

 D 2001
Thriller, Tragikomödie 101 min.
6.90
Was tun, wenn's brennt?

Als ein vergessener Sprengsatz explodiert müssen sechs Ex-Hausbesetzter die Spuren ihrer Vergangenheit verwischen.

13 Jahre sind vergangen, seitdem Tim, Flo, Maik, Hotte, Nele und Terror in den 80er Jahren gemeinsam in einem besetzten Haus lebten und dem Establishment den gestreckten Mittelfinger entgegenreckten. Die in kreativer Anarchie verbrachte Zeit scheint die schönste ihres Lebens gewesen zu sein. Fast alles hat sich seither verändert: Den damaligen Idealen sind nur der charismatische Tim und der an den Rollstuhl gefesselte Hotte treu geblieben. Maik leitet längst eine erfolgreiche Werbeagentur, Nele schlägt sich als alleinerziehende Mutter durchs Leben, Flo steht kurz vor ihrer Hochzeit und Terror befindet sich auf dem besten Weg, ausgerechnet als Staatsanwalt Karriere zu machen. Längst ist die gemeinsame Zeit nur noch eine verblassende Erinnerung. Die unterschiedlichen Lebenswege der ehemaligen Freunde haben sich im Neuen Berlin seit Jahren nicht mehr gekreuzt.

Doch als ein längst vergessener, selbst gebastelter Sprengsatz, den sie 1987 in einer leeren Villa im Grunewald deponiert hatten, unerwartet explodiert, holt sie die Vergangenheit wieder ein. Notgedrungen müssen sich die Sechs nach all den Jahren treffen und - wenn auch widerwillig - zusammenraufen, um ihre Spuren von damals zu verwischen und dem zuständigen Polizeiermittler Manowsky zu entkommen. Noch schwieriger als ihre Haut zu retten, ist es für die Gruppe aber, sich der eigenen und verdrängten Vergangenheit zu stellen. So müssen sie sich mit den Fragen auseinandersetzen, ob sie die richtigen Lebenswege gewählt haben und was aus ihrer gemeinsamen Vision von einer besseren Welt geworden ist.
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Details

Til Schweiger, Sebastian Blomberg, Martin Feifel, Nadja Uhl, Matthias Matschke, Doris Schretzmayer, Klaus Löwitsch, u.a.
Gregor Schnitzler
Andreas Berger
Stefan Dähnert, Anne Wild
Columbia TriStar

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

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User Kritiken

  • Was tun, wenn´s brennt? Brennen lassen!!!!
    ein sehr berührender film der aber nur dann in das herz des zuschauers kommen kann, wenn man sich gedanken zu diesem brennenden thema macht. die 8.00 ¿ haben sich auf jeden fall ausgezahlt und bin froh das die die deutschen immernoch filme machn können. schauspielerisch war di leistung gut-mässig bis schlecht. der darsteller des werbeagenturmanagers hat es in meinen augen nicht geschaft die zwiegspaltenheit seiner rolle wirklich gut hinüber zu bringen. til, spielt seine rolle sehr schön und stellenweise so überzeugend das man denken möchte er wäre wirklich in PUNK! summe: ein film den sich jeder anschauen sollte der gedanklich mit den 68er und den hausbestzern der 80er jahre gleichzieht, ein sehr lustiger und humorvoller film.
    80 von 100

  • einfach gut
    Was tun wenns brennt ?






    Da gibt¿s Spontis, Anarchos, Faschos, sonstige Subversive Kräfte, und ne Menge Demonstranten. Alle stellen sich gegen den Stadt. Es ist eine Zeit wo sich jeder beweisen will, wo die Gruppenzusammengehörigkeit noch groß geschrieben war. Wo es noch Nationalsport war den Reichen Bonzen zu sagen das sie Schwanzlutscher sind, und wo die Polizei nicht dein Freund, Helfer, und Mann in Not ist wie es heute ist. Sondern damals war die Polizei noch ne fast aussterbende Rasse. Keiner mochte sie, man beschmierte die Autos der armen Jungs die dann tags darauf putzen konnten. Es war 1987. Früher ist man vermummt zu einer Demo gegangen, heute hast du dein Handy mit, und dirigierst die Angriffe von RAF Mitglieder auf die Polizisten oder sonstige Subversive Außernatürliche Kräfte, die ziemlich sekkant sind. Nun die Zeit vergeht, es werden aus den einst bösen Leuten einige brave Leute, und man glaubt gar nicht, wie sehr man sich ändern kann. Früher waren sie eine Truppe, heute sind sie alle verstreut. Doch ein Relikt hat überlebt. Eine Bombe, eine selbstgebastelte Bombe in einem Schnellkochtopf von damals, in einer Villa in Berlin Grunewald, die dann in die Luft geht als so ne Immobilienschlampe und ein Scheiß Beamter die Türe versuchen aufzukriegen. Alles geht in die Luft, wie in Hiroshima, die beiden überleben schwerverletzt. TIM ( Till Schweiger ) weiß sofort was los ist. Er lebt auch in Berlin und besucht sehr oft seinen Freund HOTTE der keine Beine mehr hat, weil sie ihm damals abhanden gekommen sind, bei einem Unfall. Er leidet heute noch daran. Er lebt in einem Abbruchhaus das er nicht aufgeben will, und jedesmal wenn die Polizei kommt läßt sie ihn drinnen. Er lebt noch in den 80 er Jahren, glaubt immer noch man müsse alles bekämpfen. Der Vermieter ist kurz vor dem durchdrehen, will das alte Gebäude längst abreißen, aber HOTTE kann nicht raus, schließlich ist er behindert. Als die beiden in den Nachrichten lesen was passiert ist, das mit der Bombe, wissen sie was gespielt hat, sie waren es damals, sie haben sie damals versteckt, sie waren damals die berühmt berüchtigte Gruppe 36. Eine Antisplitterterrorfaschoanarchobekämpfun gsgruppe mit 6 Mitgliedern. TIM ist der, der dann alle abgehen muß, sucht sich die Leute zusammen wie bei ¿ Das dreckige Dutzend ¿ auf Berlinerisch. Findet einen MAIK, der ist jetzt Anführer einer Großen Werbefirma und liebt schöne Anzüge und das reiche Leben, beide haben sich früher verstanden, jetzt haßen sie sich, aber TIM hat einen Auftrag. MAIK macht natürlich mit, aber bei was ? Ganz einfach. Die Polizei hat HOTTE besucht, sie haben alle seine Filme konfisziert, auch die Filme auf 16 mm, wo die Beweise drauf sind das sie eine Bombe gebastelt haben. Das ganze landet in Berlin Tempelhof, in der Polizeikaserne. TIM will die Filme zurück, sie müssen einbrechen und sie rausholen, ein waghalsiger Plan, doch TIM ist fest entschloßen, und MAIK hat er schon. Der nächste auf der Liste ist TERROR ein Anwalt, ängstlich, kränklich, dauernd dem Gesetz verfallen wie wilder Efeu einer Häuserwand. Er weigert sich, gibt zögernd sein Ja Wort. NELE ist die nächste, hat 2 Kinder, einen ziemlich lauten Lärmpegel zu Hause, sie war immer die, die hoch hinaus wollte, die Berlin fressen wollte. Sie wollte immer gegen alles gewinnen, jetzt versucht sie gegen die nicht funktionierende Waschmaschine zu gewinnen. Und dann fehlt noch FLO, die Lady aus reichem Haus, der war immer langweilig, schloß sich damals an, und nun soll sie auch mitmachen, die zu überreden ist ziemlich schwer, aber es geht, alle sind dabei. Fehlt nur noch ein Plan. Und dann ist da noch ein Problem, MANOWSKY
    ( Klaus Löwitsch ), ein Mann alter Schule, der kennt die ganze Szene, läßt alles ausgraben. Sein Mitarbeiter BÜLENT hilft ihm ist ein bißchen blöd, aber ein guter Polizist, unpünktlich, nervig, aber ganz nett.
    Ja der Plan, der i

    Re: einfach gut
    Ja der Plan, der ist ja der der schwer ist. Jeder hat noch dazu seine Probleme, MAIK die Aktien, NELE die Kinder, FLO keine Zeit und eine Party am Freitag, Montag treffen sie sich. Was tun, Fliegen ? Graben ? mit einem Heißluftballon reinfliegen ? Oder doch was anderes ? Wie kriegt man die Filme raus ? Wie können sich alle Ihre Haut retten ? Ihren Arsch in Sicherheit bringen ? In HOTTE´s Wohnung kann man gut planen.
    ¿ Die Geiseln von Costa Rica ¿ oder ¿ Dunkle Tage ¿ oder ¿ Allein unter Frauen ¿, ¿ Der Tunnel ¿
    ¿ Flashback ¿, ¿ Der große Frust ¿, die haben sehr viel Ähnlichkeit damit. Deutsche Filme sind nicht tot zu kriegen glücklicher weise. Anfangs ist es etwas langweilig, aber wenn man sich mal mit der Berliner Szene und dem Lebensgefühl dieser Freundschaftsballade in Sachen pfiffiger Vergangenheitsbewältigung fabelhaft hinbekommen übrigens, identifiziert hat, wird einem der Spaß immer lieber. Die Geschichte ist nicht neu, aber die Charaktäre sind es teilweise schon, und die Geschichte spielt auch in einem anderen Milieu ab als sonst.
    Die alte Hausbesetzeromantik die da rüber kommt, einfach fabelhaft, die meisten leben einfach noch in früher, in der alten Zeit, haben sie noch nicht bewältigt. Witzig, alle sind so anders, einer ist reich, der andere arm, die eine, Eine Glucke, der andere immer ängstlich, der eine ein Krüppel, der andere ist Til Schweiger. Aber alle passen zusammen, und es macht sogar mehr Spaß, als sich die Beine zu rasieren. Sie müßen zusammenhalten um was zu erreichen, und das hat der Regisseur gut rübergebracht, und auch die sehr natürlich spielenden Schauspieler. Man fragt sich willkürlich ob die eigentlich eine Schauspielschule besucht haben, die spielen alle anders als die Amerikaner, und sind trotzdem gut, und man merkt, es sind eigentlich Laien Darsteller, oder doch nicht ? Sie sind alle sehr natürlich und das mit wahnsinnig Charmant. Die Geschichte ist auch so gesehen sehr gut, wer bricht schon in eine Polizeikaserne ein, oder will es oder versucht es ? Die Story hätte nicht nur auf Berlin gepaßt, sondern wahrscheinlich in jede Großstadt dieser Welt, hier aber in Deutschland angesiedelt ist sie besser aufgehoben, weil man von dem ganzen Lebensgefühl und der ganzen Geschichte von damals noch sehr viel in Erinnerung hat. Der Film hätte eigentlich ernst werden sollen, aber die Verbindung zwischen leichter Komödie, Anarchojäger MANOWSKY und Vergangenheitsliebender Till Schweiger ist schon was cooles. Das ganze ist verpackt in einen Temporeichen, aufgekratzten, recht witzigen Film, der mehr Spaß macht als der Tatort am ARD, und den man sich doch lieber im Kino ansieht als im TV. Einfach eine gute Wahl der Streifen.


    79 von 100

    Re: Re: einfach gut
    servus tuvok,
    habe mir ein wenig zeit genommen und alles von dir zu lesen, bin zwiegespallten! eigentlich ist es furchtbar lähmend soviel zu lesen und andererseits bin ich froh das es noch menschen gibt die schreiben können. in 2 stunden werde ich wissen ob ich mch deiner meinung anschliessen kann.

  • Ist das möglich?
    Jetzt läuft der Film schon so lange und ich kann immer noch keinen Kommentar nachlesen - was ist los? Irgendjemand muß den Streifen doch schon gesehen haben, oder?!

    Re: Ist das möglich?
    naja, liegt wohl daran, dass keiner drüber reden will, dass sich DER DEUTSCHE FILM wieder einmal einen seiner geschmacklosen scherze mit dem publikum erlaubt hat.
    keine spannung, kein witz, keine gefühle.

    VERGISS ES
    (und wenn du mir nicht glaubst, musst¿ ihn selber anschauen und mir dann rechtgeben)