Sebastian Blomberg

Als Erzebet Bathory gelingt Julie Delpy in ihrer zweiten Regiearbeit ein großartiger Drahtseilakt - Täterin und Opfer zugleich.

Nachdem er mehrere Jahre als Gefängnisseelsorger tätig war, soll Jakob Völz höhere Aufgaben übernehmen. Eine willkommene Herausforderung für den katholischen Priester, der neben seinem Glauben Halt in der vertrauten Freundschaft zu seinen Kollegen Oliver und Dominik findet. Als Letzterer jedoch des sexuellen Missbrauchs verdächtigt und in Untersuchungshaft gesteckt wird, ist der Schock bei seinen Freunden groß, die nicht glauben wollen, dass hinter den Vorwürfen auch nur ein Funke Wahrheit steckt. Während Oliver als ranghoher Vertreter der Kirche die Wogen glätten soll, kommen Jakob allerdings allmählich Zweifel an der Unschuld des Inhaftierten. Hin- und hergerissen zwischen der Loyalität zu Dominik und dem stärker werdenden Glauben an die schweren Anschuldigungen, wird die Freundschaft endgültig auf eine harte Probe gestellt, als das vermeintliche Missbrauchsopfer Mike Rubin und seine Mutter Vera an Jakob herantreten und Dominik ein erschütterndes Geständnis abgibt...

Als auf den Tag genau 23 Jahre nach dem Mord an der kleinen Pia ein weiteres Mädchen am selben Tatort erschlagen wird, lähmt Entsetzen die sommerlich heiße Kleinstadtidylle.

Palermo Shooting

— Palermo Shooting

Als weltweit erfolgreicher Fotograf lebt Finn ein gleichermaßen prominentes wie hektisches Leben in der Rheinmetropole Düsseldorf. Seine Nächte sind ruhelos, sein Mobiltelefon steht nie still, und die Musik im Kopfhörer ist sein wichtigster Begleiter. Als seine Existenz urplötzlich aus den Fugen gerät, lässt Finn kurz entschlossen alles hinter sich. Seine Reise führt ihn nach Palermo. Dort wird er von einem mysteriösen Schützen verfolgt, der ihm nach dem Leben trachtet. Gleichzeitig beginnt für ihn ein ganz neues Leben und eine große neue Liebe…

3° kälter

— 3 Grad kälter

Vor fünf Jahren ist Maries große Liebe spurlos verschwunden ...

Deutschland 1957. Während die junge Bundesrepublik die NS-Zeit hinter sich lassen will, kämpft ein Mann unermüdlich dafür, die Täter im eigenen Land vor Gericht zu stellen: Zwölf Jahre nach Kriegsende erhält der kompromisslose Generalstaatsanwalt Fritz Bauer den entscheidenden Hinweis darauf, wo sich der frühere SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann versteckt halten soll. Gemeinsam mit dem jungen Staatsanwalt Karl Angermann beginnt Bauer, die Hintergründe zu recherchieren. Doch es formiert sich Widerstand bis in die höchsten Kreise: In seiner eigenen Behörde verschwinden immer wieder Akten und auch Oberstaatsanwalt Ulrich Kreidler und BKA-Mitarbeiter Paul Gebhardt behindern den unliebsamen Bauer in seinen Ermittlungen. Ein scheinbar aussichtsloser Kampf gegen unsichtbare Gegner beginnt, doch Bauer und Angermann geben nicht auf, wohl wissend, dass ihnen die Jagd auf Eichmann sowohl beruflich als auch privat alles abverlangen wird.

Wer wenn nicht wir

— Wer wenn nicht wir

Bernward Vesper, Sohn des NS-Schriftstellers Will, beginnt in Tübingen mit dem Studium. Dort lernt er die Pfarrerstochter Gudrun Ensslin kennen und lieben. Die beiden gründen auf Bernwards Initiave hin einen Verlag. Neben politisch orientierten Schriften will Bernward auch das Werk seines Vaters neu auflegen - trotz der ideologischen Distanz. Dies bringt das Projekt der beiden Liebenden an ihre Grenzen, sowohl ideell wie finanziell. Zudem vergnügt sich Bernward, entgegen Gudruns Vorstellungen, auch immer wieder mit anderen Frauen. Nach einem Umzug nach Berlin läuft es besser im Verlag. Doch die Ereignisse im Ausland, wie z.B. die Kubakrise und der Vietnamkrieg, und in Deutschland selbst belasten die Beziehung des Paares, weil sie nicht die gleichen Vorstellungen davon haben, wie sie auf die Geschehnisse reagieren sollen. Als die Verleger dann Kontakte in die linke Szene knüpfen, lernt Ensslin einen gewissen Andreas Baader kennen.

Klimawandel, Terrorismus, Finanzkrise, Wasser- und Ölknappheit: Unsere Wohlstandsgesellschaft wird von allen Seiten bedroht. Was passiert, wenn das System plötzlich zusammenbricht? Mit der Geschichte zweier Schwestern und ihrer unterschiedlichen Lebenswege geht der mehrfache Grimme-Preisträger Lars Kraume dieser Frage in einer außergewöhnlichen Nahzeit-Utopie nach. Während die impulsive Cecilia tiefer und tiefer in die Terrorszene rund um ihren Freund Konstantin abtaucht, hält Laura immer noch an ihrer Vorstellung von einer heilen Welt fest, selbst als ihre große Liebe Hans seine eigenen Konsequenzen zieht und der Zivilisation endgültig den Rücken kehrt.

Guten Morgen, Herr Grothe

— Guten Morgen, Herr Grothe

Der 37-jährige Michael Grothe ist Deutschlehrer an einer Berliner Hauptschule. Keine einfache Aufgabe. Doch Grothe liebt seinen Beruf, er ist ein engagierter Lehrer – zu engagiert, denn sein Privatleben leidet darunter. Seine Ehe ist gescheitert, und die aufkeimende Beziehung zu seiner Kollegin Lisa Kranz hat kaum eine Chance gegen die Leidenschaft, mit der Grothe Lehrer ist. Seine Klasse ist ihm das Wichtigste. Besonders der schwierige Nico liegt Grothe am Herzen. Er will ihn nicht aufgeben und versucht, ihn zu fördern. Dabei lässt er sich zu intensiv auf ihn ein und überschreitet Nicos und auch seine eigenen Grenzen. Er verliert nicht nur den Kontakt zu den anderen Schülern seiner Klasse, sondern auch den zu seinem eigenen Leben.

Das war ein Hitler-Gag zu viel: Der Komiker und Parodist Hans Zeisig muss 1938 mit falschen Papieren aus Nazi-Berlin fliehen. Eigentlich träumt er von Hollywood, doch dann landet er in Moskau und gerät in das berüchtigte Exilantenhotel LUX. Es ist der Zufluchtsort kommunistischer Funktionäre aus aller Welt und insbesondere aus Deutschland. Der sowjetische Geheimdienst verwechselt Zeisig mit dem abtrünnigen Leibastrologen Adolf Hitlers. So gerät der unpolitische Entertainer zwischen die Fronten blutiger Intrigen in Stalins Machtapparat. Zu seiner Überraschung trifft Zeisig im LUX auch seinen früheren Bühnenpartner Siggi Meyer und die niederländische Untergrundkämpferin Frida wieder, die beide fest an das Gute im Kommunismus glauben. Für die drei Freunde beginnt ein Abenteuer auf Leben und Tod.

Die Neue Zeit

— Die Neue Zeit

1919: Der Erste Weltkrieg ist vorbei. Inflation, Armut und politische Spannungen drohen die junge Weimarer Republik zu zerreißen. In diesem Zeitalter des Aufruhrs gründet der Architekt Walter Gropius in Weimar das Bauhaus - eine revolutionäre Kunstschule, die zum Nährboden für die Erneuerung von Malerei, Architektur, Musik und Gesellschaft wird und unsere Vorstellung von Kunst und Design bis heute prägt.Eigentlich wollte die Studentin Dörte Helm Buchillustratorin werden. Nachdem sie Gropius über die Kunst und Architektur der Zukunft sprechen hört, beginnt für sie ein neues Leben. Schicht für Schicht befreit sie sich aus dem Korsett ihrer Zeit und findet ihren Weg als Frau, Künstlerin und Aktivistin. Die Gegner des Bauhaus formieren sich und gewinnen an Einfluss, Gropius muss für seine Ideen mit allen Mittel kämpfen. In dieser fiebrigen Atmosphäre kommen sich Dörte Helm und Walter Gropius näher, bis es zum Putsch kommt und Tote auf den Straßen Weimars liegen.

In Forstenau, einer Kleinstadt nahe der tschechischen Grenze, verschwindet die zwanzigjährige Janine Grabowski. Während vieles darauf hindeutet, dass sie klammheimlich der Provinz den Rücken kehren wollte, ist ihre Mutter Michelle überzeugt, dass Janine etwas zugestoßen sein muss. Die Vermisstenanzeige verschwindet allerdings schnell in den Akten der Polizei. Niemand mag an ein Verbrechen glauben, nicht hier.

1477: Während Friedrich III., Kaiser des Heiligen Römischen Reichs, sein verschuldetes Reich durch die Türken und Ungarn im Osten und durch die Franzosen im Westen bedroht sieht, stirbt bei Nancy Karl der Kühne, Herzog von Burgund, in einem Hinterhalt. Schnell verbreitet sich die Botschaft im Reich. Sowohl König Ludwig XI. von Frankreich als auch Kaiser Friedrich III. sehen nun ihre Chance gekommen, sich mit Burgund zu verbünden. Kaiser Friedrich III. schickt umgehend eine Botschaft nach Gent, um die junge Erbin des wohlhabenden Herzogtums, Maria von Burgund, an das Heiratsabkommen zu erinnern, das sich Karl der Kühne, Herzog von Burgund und Kaiser Friedrich III. einst gegeben haben.

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