Adaption

 USA 2002

Adaptation

Komödie, Independent 04.04.2003 114 min.
7.70
film.at poster

Spike Jonzes unkonventionelle, faszinierend schräge Komödie, in der Realität und Fiktion auf äußerst unerwartete Art und Weise kollidieren.

Trotz seines Erfolgs mit der Verfilmung seines Drehbuchs zu Being John Malkovich, für das er sogar eine Oscar®-Nominierung erhielt, wird Charlie Kaufman (Nicolas Cage) von beklemmenden Selbstzweifeln geplagt. Als er den Auftrag annimmt, den Bestseller "The Orchid Thief" zu adaptieren, ist er völlig überfordert: Vordergründig schildert das Buch die Abenteuer des Orchideenwilderers John Laroche (Chris Cooper) in Floridas Everglades, doch es erzählt auch die Geschichte von einer Sehnsucht nach tief empfundener Leidenschaft in uns allen.

Dieses Verlangen quälte nicht nur Romanautorin Susan Orlean (Meryl Streep), sondern jetzt auch Charlie selbst. Während sich dieser mit seinem Selbstverständnis als ernsthafter Autor herumschlägt, nistet sich zu allem Übel auch noch sein Zwillingsbruder Donald (ebenfalls Nicolas Cage) bei ihm zu Hause ein. Begeistert versucht Donald, seinem Bruder nachzueifern, besucht ein Drehbuchseminar und schüttelt ein banales Skript über einen Serienkiller mit multipler Persönlichkeit aus dem Ärmel - das sich auch noch umgehend verkauft. Und als würde sich Charlie dank der Tatsache, dass nun Donald als heißestes Drehbuchautoren-Talent in der Stadt gehandelt wird, noch nicht schlecht genug fühlen, hat sein Bruder auch noch regelmäßig Sex, während ihm selbst nicht einmal ein erstes Date gelingt.

Dann hat Charlie eine wegweisende Inspiration: Er wird sein eigenes Dilemma als Rahmenhandlung in das Drehbuch über Laroche und Orlean einbauen! Doch als die Wörter fließen und die Story Form annimmt, setzt Charlie unbeabsichtigt eine Kettenreaktion von Ereignissen in Gang, die das Leben aller beteiligten Charaktere auf verwirrende Weise miteinander verknotet und Fakt und Fiktion auf wundersame Weise untrennbar ineinander fließen lässt - mit grotesken Konsequenzen.

Details

Nicolas Cage, Meryl Streep, Chris Cooper, Tilda Swinton, Cara Seymour, Maggie Gyllenhaal, Brian Cox
Spike Jonze
Carter Burwell
Lance Acord
Charlie Kaufman, nach einem Roman von Susan Orlean
Columbia TriStar

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Die schreibenden Zwillinge
    Eine äußerst clevere Verknüpfung von mehreren Ebenen und Genres. Auf das Wesentliche reduziert spielt Nicholas Cage zwei Zwillingsbrüder Charlie und Donald. Beide schreiben. Donald mit Erfolg, Charlie ohne. Das ergibt eine gut differenzierte Charakterzeichnung mit einem äußerst sensibel agierenden Hauptdarsteller. (Endlich mal wieder zwei Rollen mit Format!). Susan (Meryl Streep) hat einen titelgebenden Roman geschrieben, den Charlie zu einem Drehbuch adaptieren soll. (Titel!) Dabei verarbeitete sie die Informationen vom Orchideendieb John Laroche (mal ganz anders Chris Cooper mit schiefem, lückenhaftem Fressbrett) und verliebt sich in ihn. Beide Handlungsstränge laufen in der Verlegerin Valerie (Tilda Swinton) zusammen, die mal in echt, mal in der Männerfantasie ihre ‘Schreiberlinge‘ vernascht. Hinzu kommen noch shakespearische Verwechselungsspielchen: Donald, der alte Draufgänger und Frauenfänger, agiert als Charlie für seinen Bruder. Susan folgt John ins Kifferparadies auf der Grundlage von Orchideen. Charlie und Donald beobachten beide. Nach zwei schockierenden Autounfällen wechselt das Genre von der schreibenden Zunft zum Krimi. Zuvor wird noch die zweite Adaption durch Kommentar und Bild erläutert mit einem Hinweis auf Darwin (‘Anpassung als Überlebenshilfe).
    Wie alle vier zusammentreffen und wer dann noch überlebt ist intelligent und sogar spannend gemacht. Ebenso wenn Charlie im Fahrstuhl Susan trifft. Er erkennt sie und ist sprachlos, sie kennt ihn gar nicht und geht. Und wer erkennt die beiden Cameos von Brian Cox und Curtis Hanson? Der Zuschauer geht beschwingt mit dem Turtles Song ‘Happy Together‘ beswingt von so viel Cleverness, die sogar Spannung verbreitet.

  • Schon lange nicht so einen faden Film gesehen, Teil 3 der Filmkritik
    mit einer untergehenden Sonne so erträglich machen, weil wir darüber Bände schreiben könnten. Wie ein Poet. Wie viele Poeten. Und das will SUSAN verhindern, doch sie kann es nicht.

    Und CHARLIE muß mehr erfahren über seine Protagonistin, schüchtern wie er ist, um über sie und vor allem das Buch zuschreiben, und um den Film zu Ende zu bringen, nachdem der Anfang nicht mal noch da ist.

    Für Leute die Cineasten der besonderen Art sind, und zwar solche die sich an Filmen ergötzen wo man zuerst einmal 10.000 Essays lesen muß bis man sie kapiert, oder Blitzkneiser wie ich, die aber trotzdem keinen Gefallen daran finden, fast 2 Stunden lange, Zeitsprünge zu beobachten wo Irre dauernd irgendwas quasseln das mich zum einschlafen bringt. Da war der Blow Job meiner Freundin viel interessanter.

    51,224 von 100

    Re:Schon lange nicht so einen faden Film gesehen, Teil 3 der Filmkritik
    Ja, das ist nichts für Marienkäfer!

  • Schon lange nicht so einen faden Film gesehen, Teil 2 der Filmkritik
    Allerdings glaubt CHARLIE ( Nicholas Cage ) selbst nicht daran. Darum überwindet er auch seine Vorurteile gegenüber Drehbuchkursen, für Drehbuchschreiber, wo der Leiter versucht dem klatschenden Publikum beizubringen, seelenstarke Protagonisten zu erzeugen. Menschen verändern sich, die Welt verändert sich, CHARLIE kann nichts anfangen mit Genoziden in den Familien, mit Vernichtungsmaschinerien von Faschistischen Machhungrigen Despoten, und er will auch nicht einsehen, bevor er den Kurs besucht hat, das er gerade darüber schreiben sollte. Laut dem überteuerten Professor.

    Eine Hollywoodgröße, namens VALERIE kommt, sie bittet CHARLIE um ein Kunstwerk, um die Verfilmung oder den Beginn der Verfilmung zu ¿ The Orchid Thief ¿ von ¿ SUSAN ORLEAN, einer Liebe zu einer Orchidee, zu der Geisterorchidee, die einer der seltensten Blumen und Orchideen aller Zeiten ist, so wie CHARLIE bald draufkommt. Und er stockt einfach, weil er nicht weiß wie er den Beginn setzen soll. Als Mahnmal das den Film leitet, oder einfach als Ruhepol das die Zuseher in schläfrige zombieähnliche Popcornfressende zahlende Kinobesucher macht. Letzteres klappt wundervoll vom Regisseur des Filmes.
    Man kann oft nicht unterscheiden, und das muß ich honorieren, das die Grenze zwischen Fake, und Dokumentation sehr gering gehalten wurde.

    Das Buch das CHARLIE wilden Herzens liest, versucht zu verstehen und in ein Drehbuch adaptieren will, bringt in bald zum scheitern, da es einfach nur eine Poetische Ansammlung von Romantischen Epilogen und Redewendungen über eine Orchidee ist, und über die Leidenschaft zu lieben. Sein Bruder hätte es können, DONALD, ist der richtige Draufgänger, vieles fällt ihm leicht, er sieht sein Leben nicht so wichtig, sondern eher den Spaß den er jetzt hat, und seine Talente sind viel breiter gesetzt als von Zwillingsbruder CHARLIE.
    DONALD weiß auf alles eine Antwort, hat viel mehr Erfolg beim weiblichen Geschlecht, und ist schon bald mit der Maskenbildnerin CAROLINE fix befreundet, die er durch einen Zufall in der Arbeitswelt von CHARLIE auffindet, und will ihm helfen diese schwierige Notlage zu meistern. Und er fängt am besten damit an, sich als CHARLIE auszugeben, und der Damenwelt den Hof nicht so sehr zu machen, wie er CHARLIE versprochen hat, sondern ein DONALD sein, der SUSAN interviewt, samt seines ganzen Könnens als Interviewer, und stellt die richtigen Fragen die nötig sind um ein Buch zu schreiben, das dann natürlich sein Bruder CHARLIE veröffentlichen soll, nachdem er es mal geschrieben hat.

    JOHN LAROCHE ist der richtige Draufgänger, sammelte er mal Holländische Spiegel aus dem 19. Jh. hat er das genauso bald aufgegeben wie seine Liebe zu Zierfischen, und auch seine 60 Aquarien weggeschmissen. Dieser Soziopath ist vor vielen Jahren das von SUSAN ausspionierte Opfer gewesen, über das sie schreibt.
    Jetzt ist er anerkannter Schwarzsammler in vielen Amerikanischen Bundesstaaten um geschützte Orchideen, mit Hilfe seiner Indianerfreunde zu sammeln, und weiß natürlich das er gegen so ziemlich alle Naturschutzgebietsgesetze verstößt die es gibt. Ein Mensch wie JOHN ist auf nichts angewiesen, wie eine Schlange die sich häutet, verlässt er ohne Widerwillen und Ängsten seine langjährigen Leidenschaften um sich voller Elan in die nächste zu stürzen, und gerade dieser hat es SUSAN angetan. Und so beginnt in der Mittvierzigerin bald das Mauerblümchengerüst zu wackeln das sie gekonnt täglich anlegt, um sich vor so vielen Gefühlen zu schützen die einer Person wie Ihr das Leben nur erschweren könnten. Sie aufgewachsen in einer Welt voller Gefühlskälte und Verhinderung der eigenen Wünsche, verliebt sich wohl langsam in die Art von JOHN auf einer tieferotischen Platonischen Ebene, die abseits von jeder menschlichen paarungszeremoniellen Wirksamkeit ist, die uns Leuten auf diesem Planeten das Leben mit einer untergehenden Sonne so erträgli

  • Schon lange nicht so einen faden Film gesehen, Teil 1 der Filmkritik
    Adaption



    Eine künstlerisch amerikanische Vererbungsgeschichte, über die Prähistorische Existenz nicht nachweisbarer Protoplasmen, über die Entstehung von Orchideen, die in diesem Film eine besondere Rolle spielen.

    Die zersplitterte nonkonforme Geistige Verfassung unseres Protagonisten beginnt, in der Halle E der Filmproduktionsfirma zu Spike Jonzes sic! neuem Film Being John Malkovich. Einer künstlerisch wertvollen, nicht so ganz substantiellen wie erwarteten, aber doch Neu New Age gestalteten Verfilmung über die Probleme in Johns Kopf in Verschmelzung mit einem nicht reellen Hochhaus das den Seelenzustand der einzelnen Individuen, speziell von John, mechanisch darlegt. Mir hat der Film nicht gefallen.
    Die Richtung die unser Protagonist in versuchter leidenschaftlicher Form darstellt, übermannt nicht mal einen Bruder DONALD KAUFMAN, der die haargenau selbe DNS hat wie sein Zwillingsbruder CHARLIE um den es in diesem 112 Minuten Film vorwiegend geht.
    Wie schon in ¿ The Hours ¿ versucht Jonze den Hauptaspekt der Geschichte klar darzustellen, in dem er den Zuseher mit ständig wechselnden Zeitepochen plagt, was aber wiederum den sinnlichen Effekt darstellt sich anzustrengen und versucht wach zu bleiben, während die Hauptprotagonisten SUSAN ORLEAN ( Meryl Streep ), und Orchideensammler JOHN LAROCHE ( Chris Cooper ), sich zwischen nonkonformen Postpubertären Studentengesprächen versuchen am Lachen zu ermutigen, da sie sonst in Ihrer eigenen dekadenten Welt zugrunde gehen würden.
    Eine Welt in der Geld mehr zählt als innere Werte, zumindestens, bei den alltäglichen oder sehr oft abgehaltenen Zusammenkünfte in kleinen Gruppierungen, in denen man über Sexuelle Vorlieben degustiert und alles versucht um natürliche Körperausdünstungen zu verhindern, nachdem man ein viel zu scharfes Gericht gegessen hat.

    In dieser Geschichte prallen Realität und Fiktion etwas unkonventionell und höchst langweilig anmutend an den Zuseher, der gelangweilt im Kinosessel hockt und überlegt, welchen Terrorpaten er demnächst erledigen soll um das nötige materielle Zahlungsmittel zu ergattern, damit er Spike Jonze Filmklassiker wie Armageddon und Independence Day schenkt. Wie kann man dieses einfache Werk nun beschreiben ?
    Selektion und Veränderung sind der grundlegende Bestandteil unserer Adaption an die natürlichen Gesetze, die durch Freund Zufall erschaffen wurden. Das in einer intelligenten Welt in der kein GOTT mehr zählt, sondern nur ein Computer und nicht bewiesene Thesen von altehrwürdigen Opas, die Ihre Theorien über die Erschaffung der Welt darauf begründen, das etwas irgendwie irgendwo irgendwann sein musste, um Ihre innere Unruhe eine Gleichmäßigkeit zu geben. Und auf diese anziehende, fantastisch anmutende These baut sich dieser Film auf. Ein Drehbuch das von cineastischen Einfällen nur so strotzt, von Langeweile, Schwermut, Einschlafgefahr, dämlichen Leuten, kranken Psychopathen, Soziopathischen Liebeshungrigen, Brüdern und Schriftstellerinnen, die im Leben nichts anderes zu tun haben, als die Atemluft zu analysieren um daraus ein Skript zu erstellen.

    Dazu dann noch eben der arme, sehr gut von Cage gespielte Charlie, der versucht seiner Angebetenen AMELIE den Hof zu machen, aber an seiner Unzulänglichkeit, und Unerfahrenheit dem weiblichen Geschlecht über scheiterte, weil er sich nicht wie sein Bruder überwinden kann, seiner romantischen Inspiration zu folgen, der Dame des Herzens den Hof zu machen. Er lebt in einer Welt voller Bücher, und eigenen Vorstellungen von der Verwirklichung seines Skriptes.
    CHARLIE schreibt hingebungsvoll, für die Cineastenwelt in einer Irrealen Filmwelt, das Drehbuch zu Being John Malcovich, und erntet nur Applaus, und seine anderen genialen Werke stehen in dem in nichts nach.
    Allerdings glaubt CHARLIE ( Nicholas Cage ) selbst nicht daran. Darum überwindet er auc

  • ...and God help you if you use voice-over in your work, my friends!
    Es ist nicht leicht, originell zu schreiben. Jeder, der jemals vor einem leeren Blatt Papier gesessen ist, welches auf ein Essay, einen Brief oder ein Drehbuch wartet, wird das wissen.

    Charlie Kaufman kann schreiben. Das hat er zumindest mit "Being John Malkovich", dem unglaublich genialen Film von 1999, ausführlich bewiesen. Seitdem hat er unter anderem die Drehbücher für "Human Nature" und "Confessions of A Dangerous Mind" verfasst. Außerdem versuchte er sich an der Adaption des von der Journalistin Susan Orlean geschriebenen "The Orchid Thief". Und wenn man Spike Jonze's neuem Film "Adaption." Glauben schenken kann, ist dies die Geschichte, wie er an jener Aufgabe scheiterte.

    "3 Jahre früher": Susan Orlean (Meryl Streep) reist nach Florida um John Laroche (Chris Cooper) aufzusuchen, der bezichtigt wurde, eine geschützte Orchidee aus den Fakahatchee Sümpfen gestohlen zu haben. Sie beginnt Laroche für seine Leidenschaft zu Orchideen zu bewundern.

    3 Jahre später versucht Charlie Kaufman (Nicholas Cage) diese Geschichte zu einem Drehbuch zu verfassen. Gleichzeitig schreibt Charlie's Zwillingsbruder Donald an einem 08/15 Hollywood Thriller, der in einer Verfolgungsjagd (technology vs. horse) und einem überraschenden Ende gipfelt. Donald, der Partymensch hat keine Probleme sein Buch wie einen Baukasten nach Anleitungen des Skriptgurus Robert McKee zusammen zu dilettieren. Charlie hingegen kommt nicht weiter. Er ist generell so ein unsicherer Mensch, dass man sich wundert, wie er es jemals übers Herz gebracht hat, irgendein Skript zu seinem Agenten zu bringen. Im Laufe des Films geht er an seinem Wunsch, ein qualitativ hochwertiges Werk zu schreiben, zu Grunde. Da er kein zentrales Thema der Vorlage ausmachen kann, beschließt er, sich selber ins Buch zu schreiben.

    Was wir also sehen, ist ein Film, der sich, während er läuft, selber schreibt. "Adaptation" ist für Leute gemacht, die Interesse an kreativen Prozessen und ein überdurchschnittlich gutes Filmwissen haben. Er funktioniert natürlich auch als pure Geschichte für jene, die ihren Spaß an der Erzählweise von "The Hours" hatten. Und auch abseits von all dem technischen Schnickschnack ist genug Gefühl und Wärme vorhanden, die den Film höchst unterhaltsam und schön macht. - Was vor allem den Darstellern zu verdanken ist, die mit so viel fantastischem Material Wunder vollbringen. Meryl Streep lässt mein Herz höher schlagen.

    "Adaptation" macht 90 Minuten lang alles richtig. Er kombiniert zwei so unterschiedliche Geschichten ohne jemals das Interesse des Publikums zu verlieren, er zeichnet glaubwürdige Charaktere und Situationen, verzweifelt und lacht mit ihnen und haut dann alles zum Fenster hinaus. Und alles nur für eine clevere Idee, die jedoch ein Konzept hätte bleiben sollen.

    SPOILER WARNING!
    Am Ende des zweiten Akts bietet Donald seinem Zwillingsbruder an, das Drehbuch für ihn zu Ende zu schreiben. Charlie akzeptiert. Da wir wissen, dass sich der Film ständig selber mitschreibt, wechselt er dadurch auch konsequent in Donald's Action Modus. Es folgen unmotivierte Verfolgungsjagden, intime Geständnisse in höchster Not, ein plötzlicher Tod, Musikeinsätze des Orchesters, eine schöne Katharsis. Es ist traurig, wenn Charaktere, in die man investiert hat, zu Puppen verkommen. Da mag das Ende noch so selbst referenziell und klug gedacht sein - Wenn das, was auf der Leinwand zu sehen ist, ein Mist ist, wen kümmert's dann?

    END SPOILER

    Man verlässt den Film leicht enttäuscht und hat fast vergessen, wie großartig er vor dem finalen Fiasko war. Aber dadurch wird nur wieder illustriert, wie schwer das Schreiben schlussendlich ist. Auch für Genies wie Kaufman.
    Dass "Adaptation." trotz allem ein Pflichtfilm ist, muss ich hoffentlich nicht mehr erwähnen.

  • gut
    Drehbuchautor Charlie Kaufman (Nicolas Cage) hat längst jeden Bezug zur Welt verloren.
    Er begnügt sich mit dem was sein könnte und versinkt so in Passivität.
    Im festen Glauben das, alles so bleibt wie es ist, bewegt sich sein Leben mehr und mehr in eine Einbahnrichtung.
    Kaufman bekommt den Auftrag der Adaption eines erfolgreichen Buches über den Orchideenwilderer John Laroche (Chris Cooper), geschrieben von Susan Orlean (Meryl Streep). Zu seinem Unglück hat die Autorin sehr viel mit ihm gemein, denn
    es ist dies ein Roman in dem sich für Kaufman rein gar nichts bewegt und ändert, ein recht ungünstiges Attribut für ein Drehbuch.
    Dies ist der Beginn der Suche nach einem Thema an dem man das Screenplay festnageln kann. Eine Suche die schließlich immer komplexere und tiefere Dimensionen erfährt...

    Ich hoffe ich habe nicht zuviel verraten.
    "Adaptation" heisst nun also Spike Jonze's neue Komödie und genauso wie "Being John Malkovich" werden sich auch hier die Geister scheiden.
    Es ist ein philosophischer Film für all jene die nicht nur der Berieselung wegen ins Kino gehen !
    Glanzpunkt ist die Schauspielerische Leistung. Hevorzuheben insbesondere Nicolas Cage (endlich mal nicht in der Rolle eines Säufers oder Action Hero's, toll gespielt !) & Chris Cooper.

    Fazit:
    Ein witziger und zugleich nachdenklicher Film der nicht von Bildern lebt sondern von einer sehr guten Idee und einem guten Screenplay !

  • Mühsam/Irrelevant
    Die wirklich grandiosen Leistungen von Streep, Cage(absoluter Mut zur Hoffnungslosigkeit und Hässlichkeit) und Cooper können über eines nicht hinwegtäuschen: Die Story ist einfach flach, denn wen interessiert das wirklich triviale Leben eines Drehbuchautors oder einer verkifften Journalistin. Hier nimmt sich Hollywood in der eigenen Profession wohl etwas zu ernst. Die verschiedenen Handlungsebenen, die zum Schluss in eine münden und sich dann doch wieder auflösen, wirken einfach als must - hat man schon oft und besser gesehen. Nach einer Reihe von ähnlichen Filmen (z.B. the hours)sehne ich mich nach Filmen mit wahrer Emotion (fast möchte man meinen egal welche), denn wenn ich Trivialität erleben möchte muss ich nicht ins Kino gehen.