Cecil B.

 USA 2000

Cecil B. DeMented

Komödie, Independent 02.02.2001 
film.at poster

Cecil B. DeMented, der zu allem entschlossene Regisseur mit den wilden Thesen (Dreh gute Filme oder stirb!), ist die Filmfigur aus der Feder des unbezähmbar optimistischen US-Anarchisten John Waters.

Der Abend fing ganz normal an für die Hollywood-Diva Honey Whitlock. Sie war zur Gala-Premiere ihres neuesten Films eingeladen, aber als sie gerade lächelnd oben vor dem Mikro stand, kam dieser wuschelhaarige Irre im Abendanzug, hielt ihr einen ziemlich großen Revolver an den Kopf und kidnappte Honey.
Der Irre entpuppt sich als Cecil B. DeMented, hinter ihm steht eine Terrortruppe, und sie haben große Ziele: "Alle Macht denen, die schlechtes Kino bestrafen! Kinoterroristen - macht mit bei der Revolution gegen Hollywood-Filme! Keine Filme mehr, die auf dämlichen Videospielen beruhen! Keine Fortsetzungen von hirnrissigen Blockbustern mehr!"

Cecil B. DeMented will stattdessen ausgerechnet mit Hollywood-Herzchen Honey den ultimativen Underground-Film drehen...

Details

Melanie Griffith, Stephen Dorff, Larry Gilliard Jr., Adrian Grenier, Alicia Witt, Ricki Lake u.a.
John Waters
John Waters

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • nett
    ja der film ist nett. aber wenn man ihn mit female trouble, pink flamingos & co im hinterkopf ansieht, seine phantasie ein bisserl mitspielen läßt und überlegt was er hätte sein können, wenn john waters wieder 25 wäre und ein budget von 3 schilling gehabt hätte, dann ist der film schlicht ein grandioser, klassischer waters! ohne diese gedanken ist der film ein kleines nettes werk, daß hollywood vor die füsse spuckt, gemacht von einem bösen, spitzbärtigen mittfünfziger, der nicht mehr ganz so böse ist, wie vor 25 jahren. was solls? die "ACTION FANS! HELP US!"-line war absolut perfekt!

  • symphatisch!
    der neue film des "king of trash", vor allem in den siebzigern (female trouble, pink flamingos...), ist wider erwarten eine unterhaltsame ab-reaktion auf den ewigen kommerzfilm. obwohl john waters mit den mitteln eines kommerzfilmes arbeitet, skizziert er eine handvoll symphatische figuren, die sich selbst und ihre gesellschaft auf unschuldige art und weise parodieren. das feurige finale trägt dazu bei, den film in einer gewissen weise als ungewöhnlich erscheinen zu lassen. sehr zu empfehlen für ein publikum mit vorliebe zum schrägen!

  • Edeltrash
    Kurzum, der Film ist genial - trashig, aber genial. Hätte mir nie gedacht, dass mir ein John Waters-Film nach "Serial Mom" noch einmal gefallen könnte. Treffend ist
    auch die Aussage des Films, die ja gerade in diesem Forum vertreten wird - Hollywood sucks, Hollywood manipuliert die Leute, Hollywod steht still, man sagt uns,
    was uns zu gefallen hat, alle sind nur mehr aufs Geld aus - die Reinheit eines Films existiert nicht einmal mehr auf dem Papier. Nun: Wenn man aber jetzt findig ist und
    den Spieß umdreht, könnte man dann nicht auch sagen, dass jene "Cineasten" die einem schlechten Kinogeschmack vorwerfen, genau so wie Hollywood sind,
    welches sie so eifrig bekämpfen? Sagen sie uns nicht auch, was uns zu gefallen hat? Sind wir nicht auch bei ihnen unten durch, wenn wir etwas gerne sehen, was sie
    aber veteufeln? Ich finde, dass ist eine sehr gute Position und bekräftigt einmal die These, dass sich über Geschmack nicht streiten lässt. Wenn mir "Hannibal" gefällt,
    bin ich um keinen deut ein schlechterer Mensch als wenn ich "In the mood for love" verehre. Nur: Hollywood lächelt nicht von oben herab, wenn jemand einem ein
    Arthouse-Film gefällt. Der "Cineast" hingegen sieht sich über den Mob gestellt und verteilt von obern herab schlechte Zensuren....ach ja, der Film bekommt von mir
    9/10....Schladi....http://beam.to/filmkritik

    Re:Edeltrash
    Nur weil man ein bissl Qualität einfordert muß man nicht unbedingt Cineast sein. Gute Filme sollens halt sein. Aber für Filme wie REMEBER THE TITANS (der bisher schlechteste und wirklich dümmste Film dieses Jahres) gibts einfach keine Entschuldigung.

  • traurig,traurig .....
    Irgendwie kann ich mich den, hier abgebildeten Meinungen nicht ganz anschliessen. Cecil B.D. ist ein absolut niveauloser und langweiliger Film. Zugegeben, die Story von Guerilla Filmemachern klingt am Anfang ganz unterhaltsam. Dennoch: Waters bedient sich der untesten Ebene des Humors. In einer einzigen Szene werden alle seine Charaktere vorgestellt. Das ist unheimlich billig. Alles, was man von den einzelnen Personen als Zuschauer erfährt, ist das sich der eine auf Almodóvar steht, der andere findet Tarantino super und Warhol wird auch vergöttert. Waters verwendet Namen, denen er nicht würdig ist und es wirkt echt verdammt peinlich, wie sich Waters über Forrest Gump, einen Film mit tausendmal mehr Tiefgang, viel durchdachteren Charakteren und viel liebevoller gestalteter Geschichte, lustig zu machen versucht. Jediglicher Tiefgang fehlt hier einfach. Und warum symphatisiert Mellanie Griffith so bald und völlig unerwatet mit ihren Entführern ? Das Helsinki-Syndrom ?
    Ich kann nur hoffen, dass dieser Film nicht unter der Rubrik "Independent" geführt wird, denn er wäre eine Schande für das Genré.

    Re:traurig,traurig .....
    Alles was Du da als Schwachpunkte anführst sind genau die Stärken dieses Filmes. Alles so richtig dumm und bescheuert und unüberlegt (oder doch nicht?). Ja, genau. Und dabei sicher nicht alltägliches Kino. Und die Idee mit Forrest Gump Teil 2 finde ich auch so richtig toll. Was ich von GUMP als Film denke, möchte ich jetzt nicht schreiben (nur soviel: Würg). Ach ja - und zu Deiner Frage: Warum sympathisiert Griffiths Charakter so schnell mit den Entführern? (Hast Du Dich das tatsächlich gefragt?) - Warum, warum nur? Scheiß drauf. Darüber will ich nicht nachdenken. Manche Filme dürfen ruhig viele Fehler haben. Wenn man sich nicht so kotzig ernst nimmt kann man sich eben mehr erlauben. Cecil B. DeMented rules! Super Film! Und Gott behüte uns vor FORREST GUMP 2!

    Re:Re:traurig,traurig .....
    Ja, ich habe auch schon länger darüber nachgedacht, ob das alles (schlechte Charaktere, lückenhafte Story, unüberlegte Wendepunkte, grausames Schauspiel) hier Absicht war. Aber wozu will irgendjemand absichtlich einen solchen Film machen ? Auch wenn ich dem kommerziellen Hollywood-Film nicht viel abgewinnen kann, so muß ich zugeben, dass genau diese Dinge hier eigentlich meistens stimmen. Da gibt es gutes (unsichtbares) Schauspiel, durchdachte Charaktere, die bis ins kleinste Detail ausgeleuchtet sind, unheimlich ausgetüftelte Dialoge,.... Ob es einem selbst dann gefällt ist natürlich Geschmackssache. Dennoch kann man die unheimliche Arbeit dahinter oft erahnen, sei es jetzt Gladiator mit seiner 08/15 Story (sie haben seine Familie getötet, jetzt rächt er sich) oder was auch immer in letzter Zeit erfolgreich war. Falls Cecil BD also absichtlich so dumm gemacht wurde, so glaube ich, dass er seine Hollywood-Kritik an den falschen Punkten ansetzt.

    Re:Re:Re:traurig,traurig .....
    Zuviele Köche, ähm, verderben oft den Brei. So ist mein Eindruck bei vielen großen Film-Produktionen. Und vor allem vermißt man oft die Einzigartigkeit. (Sind Spielberg und Zemeckis wirklich zwei verschiedene Personen?) Und Charaktere die du als gut durchdacht empfindest, sind meines erachtens meist Klischee, Oberfläche und bestechen durch Unnatürlichkeit. Bitte - Natürlich kann man das nicht von jedem größeren Film behaupten. Aber bei vielen stimmts! Ich denke John Waters hat mit CECIL B eh einen sehr toleranten Film gedreht (ohne es zu wollen?). Huldigt Waters die Independentszene? Ich bin mir gar nicht mehr so sicher. Er macht sich einfach auf eine harmlose (!) und fetzige Art über das ganze Irrenhaus der Filmszene mit all seinen Freaks und Antifreaks lustig.

  • Demented foreeeeeeeeveeeeer
    Cecil B. ist die mit Abstand bissigste Satire auf das amerikanische Kommerzialbusiness. Jahn Waters und die gesamte Besetzungsliste in Bestform. Bewertung: kultige 10 von 10 Sternchen. Weiß eigentlich jemand wann endlich Jurassic Park 3 ins kino kommt *lol*. So muss jetzt aufhören, auf ORF 1 spielts Jerry Maguire *ggg* ;).

  • GUMP AGAIN
    John Waters lebt! Und wie!!! CECIL B. DEMENTED ist definitiv die abgefahrenste, überzogenste und absolut unterhaltsamste Satire auf das amerikanische Filmbiz seit langem. Schräge, geradezu comichaft überzeichnete Charaktere, ein cooler Soundtrack, ein temporeicher Plot voll mit bösartigen In-Jokes und Melanie Griffith mit der Performance ihres Lebens - all das und noch mehr läßt dieses grelle Machwerk regelrecht kultverdächtig erscheinen. Demented Forever!!!

  • deeeeemented foreeeever!!!
    definitiv einer der besten john waters filme. extrem intelligent in den details. extrem respektloser polt. extrem unterhaltsame schauspielleistungen. extrem lustige homepage. dieser film muss gesehen werden. und danach lasst uns einen kinosaal-sackerlknisterer erschiessen!

  • Viel Spass
    Habt Ihr auch schon Angst vor SCREAM 4 oder anderen Fortsetzungen oder sonstigen ideenlosen Hollywoodfilmen die auf, ähm, Computerspielen beruhen. Null Respekt vor dieser Geldmache ohne Ende und den daraus resultierenden Filmen ohne Rock und Soul? John Waters CECIL B. DEMENTED ist ein fetziger und harmloser Racheakt gegen diese Filmfabrik und eine bescheuerte Huldigung des Undergroundfilmes. Dieser Film ist ein höllischer Spass und Waters hat sich gleich die ausgeflippte Melanie Grifftith geschnappt, die ihren energiegeladenen Charakter kräftig in Szene setzt. Sie spielt Honey Whitlock, eine Hollywood Diva die von einer ANTIFAMILIENFILM Gang entführt wird. Der Anführer ist Cecil B. ! Er ist ein selbsternannter Regisseur mit Visionen. Er möchte mit Honey Whitlock in der Hauptrolle den ultimativen Indiefilm drehen und dazu braucht es Realität. Also das wahre Leben und natürlich echte Gewalt. Dies zur Handlung. Was wir alle schon längst wissen sollten, wird uns hier wieder klar belegt ... Melanie Griffith ist pures Dynamit. Sie verwandelt sich hier von der zickigen Diva in das krasseste Rockhendl und das wirkt fast schon glaubwürdig. Scheint so als wüßte Griffith nicht so recht wo sie hingehört, oder es ist ihr einfach egal und vielleicht ist ja gerade das ihre Stärke. John Waters vertrottelte und trashige Betrachtung des kalten Kommerzkinos hätte kaum zu einem passenderen Zeitpunkt die Filmszene betreten können. Es ist ein bissl aktuelle Wahrheit. CECIL B. DEMENTED ist in seiner Darstellung so richtig geschmackslos. Alle die diesen coolen John Waters mögen möchte ich einfach darauf hinweisen, dass dieser Film zu seinen besten gehört.

  • cecil b. demented
    war ganz lustig. aber john waters hat schon bessere gemacht. besonders die überlangen reden der hauptfigur waren langweilig und haben den fortlauf der handlung gestört. aber man sollte ihn trotzdem gesehen haben, schließlich kommen nicht so oft filme von john waters in die kinos