Der Fall des Lemming

 A 2009
Krimi 02.10.2009 ab 12 96 min.
6.00
Der Fall des Lemming

Eine Kriminalgeschichte voll schwarzem Humor und Wiener "Schmäh", gedreht an Originalschauplätzen vom Kahlenberg bis zum Wurstelprater.

Privatdetektiv mit Pauschale plus Spesen, wenn's sein muss auch Scheidungssachen - am besten mit Vorschuss. Leopold Wallisch (Fritz Karb| Ex-Polizist und Private-Eye wider Willen, wird während der harmlosen Beschattung eines vermeintlich treulosen Pensionisten zum Hauptverdächtigen in einem Mordfall. Er verliert damit nicht nur seinen Fall, er hat auch seinen früheren Vorgesetzten Krotznig (Roland Düringer) "im G'nack", einen fremden Hund im Bett, eine hübsche Tierärztin (Julia Koschitz) im Kopf und eine Gruppe von Schülern in dringendem Verdacht - weil sie allesamt Lügengeschichten erzählen.

Details

Fritz Karl, Roland Düringer, Julia Koschitz u.a.
Nikolaus Leytner
Matthias Weber
Hermann Dunzendorfer
Agnes Pluch
Allegrofilm / Thimfilm
ab 12

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • a scho bessares gsehn - 1
    Also endlich wieder ein österreichischer Film den ich unbedingt österreichisch kommentieren muss. Hoffe man versteht das.

    Also da Düringer, die Oide Guarkn (Alte Gurke), der Typ ist echt a Waunsinn in dem Füm. Der Spielt des Oaschloch (Arschloch) so richtig echt, so a richtige Klaane (Kleine) Drecksau, wie es halt viele Kiwara (Polizisten) gibt.

    Ich habe versucht die Gegenden zu erraten und ich muss sagen, Ach herrje, ich kenne nicht Mal die Hälfte, die hom des so gemacht dass man im ganzen Film wie in einem Rätselraten rumhockt und sich überlegt, he war ich Mal dort oder dort?

    Anfangs dachte ich, meine Güte so a Schas Vüm (Film). Der ist echt etwas laungweilig gwesn. Aber macht ja nix, kann ja Mal vorkommen aber so mit der Zeit is da Vüm imma bessa gwuan (geworden). Er hat eine gute Gschicht bildet und er war nicht unintelligent gemacht. Überhaupt des mit der Schule. Wie vüle (viele) Gschroppn (Kinder) sind wohl in der Schule gewesen und hom so a Oaschwarzal (Arschwarze) gehabt als Lehrer der dich dauernd traktiert, damit du bessere Noten kriegst oder einfach weil er nur a Koffer ist.

    Oiso de Haundlung is jo afach:

    Leopold Wallisch (Fritz Karl), Spitzname „Lemming“, ist auf Betreiben seines menschenverachtenden Kollegen Krotznig (Roland Düringer) aus der Wiener Polizei entlassen worden. Inzwischen arbeitet er für eine kleine Wiener Privatdetektei und sieht sich dazu gezwungen, potenziellen Ehebrechern nachzuspionieren. Als einer der von ihm Überwachten, der pensionierte Lateinlehrer Grinzinger, ermordet wird, kündigt der Lemming und macht sich daran, den Fall auf eigene Faust aufzuklären. Immer tiefer gerät er dabei in ein komplexes Geflecht aus Macht und Verrat, Sadismus und Demütigung, dessen Wurzeln zwanzig Jahre zurückreichen und das Opfer als einstigen Täter an seinen eigenen Schülern bloßstellen.

    Der Weg des Lemming – ein Weg, der ihn nicht zuletzt an seine eigenen Abgründe führt – wird von einer Unzahl merkwürdiger Gestalten gesäumt: von der verdrießlichen Ehefrau Grinzingers, die erst als Witwe lustig wird, von einem Metzger, der mitsamt seinen neckischen Piercings im Fleischwolf landet, von einem längst tot geglaubten Schiffskoch und Fremdenlegionär, und natürlich von Castro, dem bekifften Hund, der nicht müde wird, Lemmings Badewanne mit dem Bett und sein Kopfkissen mit der Toilette zu verwechseln.

    bissi fad - 2
    Noch einiger Zeit docht i am, Scheiße Jetzt kumm i nimma mit. Jetzt hob i dauernd mein Oida frogn miassn damit am si auskennt. Irgendwie war das nicht so einfach. Da stirbt ein alter Jude, ein Sohn ist da und dort, dann ein Irrer, ein Fleischlaberl mit einem Schwanzpiercing, so a Schwuchtl Buchtl (Buchtl ist ja ne Leckerei aus Österreich, reimt sich so schön), und da Junger Typ der an Depperten Oidn Vater hat, dann das Schloßhotel Schönbrunn das einen anderen Namen hat, im Film, Und a recht fesche Kotz (Katze), die eine Tierärztin ist, Jo de hot echt leiwaunde Euter (Schöne Brüste).

    Na da Stefan Lupetzky oda wie des Viech heißt, der hat ja 2004 des Biachl geschrieben. Und nun schon ein Film schon super irgendwie. Man hat dann bald das Casting zusammen gehabt. Von der Serie „Der Bulle von Tölz“ nahm man den Regie Mann, die Serie gefällt mir nicht, die ist fade, dann von der Serie „Schlosshotel Orth“ nahm man die Frau die das Drehbuch schrieb, dann er kleine Sandra Cervik, oder die, die Alte spielt am Joseftheater in Wien ja die merkt man, die ist wirklich ne Schauspielerin die hat was darauf, irgendwas, und ja eh klar, der Miguel Herz Kestranek, der spielt den Bösewicht, ja irgendwie a bissi deppert aber egal.

    Ja und dann der Fritz Karl, der etwas mehr an Schauspiel vertragen hätten der wirkte etwas laungweilig. Iagandwaunn host sogoa moi sei Zumpfal gsehn (Penis in Großbild gesehen). Na Ja der Typ hot an Regnwurm aber egal, ich habe mit meina Oidn a bissi lochn miassn, aber net vü, da Film ist eher so was wie „Golden Kirschen“. Schon ein bisschen fade, aber mit einem erwachsenen Düringer, He i mog den der ist so richtig mit Leib und Sö a Sau.

    Nur eines, die Handlung ist etwas Platt, etwas kompliziert, die Schauspieler haben keine richtigen Tiefen das ganze ist kein Kabarettprogramm etwas langweilig ist der Film, die Spannung fehlt etwas, die Musik ist zum Scheißn, nicht so Bsonders, aber trotzdem geht der Film, aber im Kino, na Schboats eich de Marie (spart euch euer Geld).

    Die Sexszene mit der Julia Koschitz ist eben nett, sie ist hübsch aber wie gesagt, ja sie ist nur angedeutet, ist aber eh gut, man hat eh zu viel Sex dauernd im Film. Da beste Schbruch war (Spruch) wiara den Lemming trifft, da kommen alt Schul Hasstiraden auf, ja und da Düringer sogt zu Eam, Afach nua Schteckn lossn, (die waren gerade beim Sex, ja lass ihn stecken), war ne witzige Szene die im Trailer dauernd rauf und runtergespielt wurde.

    Na ja die Gegend war nett, die Spannung nicht immer da, etwas zu sprunghaft das ganze aber nett, als „Komissar Rex“ Teil 2 für Arme wäre das ganze sicher besser im TV aufgehoben gewesen da hätte man sich besser eingestellt aber als Kinofilm, ne Danke. Ich hätte mir mehr beim Film erwartet, leider.

    Wer spielt im Film was?:

    Fritz Karl ... Leopold Wallisch 'Lemming'
    Roland Düringer ... Krotznig
    Julia Koschitz ... Klara Breitner
    Florian Teichtmeister ... Huber
    Dolores Schmidinger ... Prof. Haberl
    Hakon Hirzenberger ... Neumann
    Stefan Puntigam ... Söhnlein Jr.
    Krista Stadler ... Frau Grinzinger
    Ernst Konarek ... Bernatzky
    Juergen Maurer ... Breitner
    Christian Dolezal ... Steinhauser
    Raimund Wallisch ... Sedlak

    Die Dolores Schmidinger die war wie immer ein Lichtblick, ja die Zeiten sind vorbei von der Finni, von der Mundl Nachbarin, ja die ist ein Kapazunder die Frau, einfach süß und sonst, ja was kann ich sagen.

    Ganzer Reinfall nicht aber maximal 70 von 100 Punkten.


  • zuerst kupfert slupetzky dem wolf haas seine bücher ab, nein, als wär's noch nicht genug, muss man noch den film nachschieben.

  • wo ist der richtige Hund
    Die Schauspieler sind unsere erste Liga, eh klar.
    Ich hätte ja lieber den Dorfer ev als Pol...Oa....ch
    gehabt. Dabei aber nix gegen den Düringer generell.
    Noja was man liest und was man dann sieht. - immer schwer wenn
    man das Buch kennt.
    Und daß der Filmhund leider nicht die Original Rasse "Leonberger" ist
    geht ja garnicht!!!! Die sind ziemlich beeindruckend, und der wenn auch
    süsse und gut trainierte Filmhund kommt an diese Superriesen nicht ran.
    Schade um ein Klassedetail. googelt die mal, dann wißt ihr was ich meine.

  • MISSLUNGEN
    und zwar grundsätzlich.
    ausnahme: die KAMERA ist wunderbar geführt.
    der rest:
    - banale derbbrachialkomik des düringers
    - umständlich zustammengestoppelte handlung, die in motiven wie umsetzung nicht besonders gelungen ist
    - eine auflösung mit (gefühlten) 30 minuten mono / dialogen, in denen "alles erklärt wird" --- da gab es schon elegantere lösungen - wie in einem schlechten tatort
    - zu viele kopierte ideen (a la: ich nehm das beste aus dem knochenmann)
    - eine dermaßen blödsinnig aufgesetzte konkurrenzgeschichte, die noch dazu mit vorspann als rückblende eingeführt wird... unglaubwürdig und "pseudo"
    - tlw. katastrophale schauspieler (die nebenrollen)
    - und auch eine sexsezene. die war total dringend nötig!
    - die "liebesgeschichte" lemming - tierärztig : ebenfalls pseudo und unglaubwürdig - wie überhaupt der versuch, den lemming als schwarm der frauen darzustellen mit DER figur einfach nicht funktioniert. null charme.
    - die "berechnung" mit den schauplätzen: geht in die hose. eine schlechte geschichte kann durch das veraltete riesenrad nicht verbessert werden.

    in summer: ein schwaches konstrukt und langweilig noch dazu.

    Re:MISSLUNGEN
    kenne weder das buch noch die produktionsfirma noch den kameramann vom "lemming" und hab mit der österr. filmszene absolut nichts zu tun - bin "ganz normaler" kinogeher - hab mir was spannend - witziges erwartet und war richtung ende nur mehr sauer. noch größer mein ärger im rückblick über die versessene zeit: inzwischen hab ich bei der viennale Yi ngoy / Accident gesehen, wo wirklich alles stimmt und funktioniert und es war unglaublich spannend bis zuletzt.

    Re:MISSLUNGEN
    Ein übelmeinender und bösartiger Kommentar. Das merkt man schon daran, dass "Knochenmann" und "Fall des Lemming" etwa zur gleichen Zeit produziert wurden, dass es also gar nicht möglich gewesen wäre "das Beste aus dem Knochenmann" zu kopieren.
    Im gleichen - willentlich herabwürdigenden - Ton geht es weiter, aber letztlich ohne jegliche Argumentation.
    Dass Sie diesen Film generell so heruntermachen, scheint mir eher persönlich motiviert zu sein (schlechte Erfahrungen mit der Produktionsfirma?). Und dass die Kamera als einziges positiv hervorgehoben wird, ebenso.

  • Gelungen!
    Ein wirklich gelungener Film, bis in die kleinsten Nebenrollen perfekt besetzt. Obwohl er nicht alle Facetten von Slupetzkys literarischer Vorlage widerspiegelt, vermittelt er das Grundgefühl, das auch der Roman hervorruft: Ein düsteres Wien voller Abgründe, voller schlampiger Warmherzigkeit und voller ironischem, hintergründigem Humor. Anschauen!