Lui-San - Wächter des Lebens

 F/I 2006

Le concile de pierre

Drama, Thriller, Krimi 102 min.
4.80
film.at poster

Das beschauliche Leben einer französischen Dolmetscherin gerät aus den Fugen, als sich der russische Geheimdienst für ihren 7-jährigen Adoptivsohn interessiert.

Jahre ist es her, dass die alleinstehende und in Paris lebende Dolmetscherin Laura (Monica Bellucci) über eine russische Stiftung für Waisenkinder ein asiatisches Baby adoptierte. Inzwischen ist Liu-San (Nicolas Thau) zu einem munteren und neugierigen Kerlchen herangewachsen, doch in letzter Zeit muss Laura seltsame Veränderungen an ihrem 7-jährigen Söhnchen feststellen.

Er murmelt im Schlaf Verse in einer fremden Sprache, ihn und seine Mutter plagen seltsame Alpträume und auf der Brust des Kindes erscheint ein merkwürdiges Mal. Verstört beginnt die Russischdolmetscherin Nachforschungen über die Herkunft ihres mongolisch aussehenden Sohnes anzustellen und muss bald feststellen, dass sich sowohl die russische Botschaft als auch der Geheimdienst außerordentlich stark für ihr Kind interessieren.

Als Liu-San eines Tages entführt wird und man wenig später dessen Kinderarzt ermordet auffindet, begibt sich Laura auf die lange, gefährliche Reise nach Zentralasien, wo sie ihr Kind inzwischen vermutet. Unterstützung erhält sie von dem Botschaftsangehörigen Sergueï (Moritz Bleibtreu) und ihrer mütterlichen Freundin Sybille (Catherine Deneuve). Doch schon bald muss sie feststellen, dass Freund und Feind dieselben Masken tragen ...

Details

Monica Bellucci, Catherine Deneuve, Moritz Bleibtreu, Sami Bouajila, Elsa Zylberstein, u.a.
Guillaume Nicloux
Stéphane Cabel, Guillaume Nicloux

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Rat der Steine
    Prominente Hauptdarsteller sind kein Garant für einen gelungenen Film. Deneuve versucht krampfhaft böse drein zu schauen, was ihr niemand abnimmt, Bleibtreu holt sich eine rote Nase und andere Verwundungen und Bellucci kriecht durch Schlamm in unterirdischen Kanälen. Der Rest der kryptischen Story bleibt weitgehend unklar und auch die wenigen virtuellen Einblendungen überzeugen nicht wirklich. Das ganze Mystery-Geheimnis muss in langen Dialogen erklärt werden. Alles verläuft immer wieder ziemlich glatt trotz Mord und Schiesserei und bleibt an der Oberfläche. Der Rat der Steine bleibt eine Mischung aus Dalai-Lama-Findung, kommunistischer Zukunftsforschung und metaphysischem Anbändeln mit einer überirdischen Macht. Allerdings bleibt unklar, wie und weshalb die funktioniert. Bekannte Personen tauchen aus unerklärlichen Gründen an den entlegensten Orten der Welt auf. Man tippt auf ein Netz von Weltverschwörern. So macht sich letztenendes neben Unzufriedenheit mit der Handlung auch noch Langeweile breit. Die Anzahl der Ausstrahlungen in diversen Sendern ist umgekehrt proportional zur Qualität. Manchen Filmen kann man tv-mäßig einfach nicht entgehen.