Die Braut trug Schwarz

 F/I 1968

La mariée était en noir

Drama, Literaturverfilmung, Krimi, Mystery 107 min.
7.30
Die Braut trug Schwarz

Am Tag ihrer Hochzeit wird Julie Kohler Witwe. Sie sinnt auf Rache: Keiner der fünf Männer, die ihren Mann getötet haben, soll entkommen.

An einem sonnigen Morgen heiratet Julie David, den sie seit ihrer Kindheit kennt und liebt. Als Julie im Brautkleid an Davids Arm die Kirche bei Glockengeläut verlässt, fällt ein Schuss. David wird getroffen, fällt auf die Kirchenstufen und stirbt. War es ein Unfall oder ein Missverständnis? Julie kann nicht vergessen. Sie beschließt, die Gründe für Davids Tod herauszufinden und begibt sich auf die Suche nach denen, die ihr Leben zerstört haben. Ihr Entschluss steht fest: Sie wird den Tod ihres Mannes rächen. Nachdem sie die fünf Schuldigen ausfindig gemacht hat, tötet sie sie jeden einzelnen nach einem subtilen Plan...

Details

Jeanne Moreau, Michel Bouquet, Claude Brialy, Charles Denner, Claude Rich, Michael Lonsdale u.a.
François Truffaut
Bernard Herrmann
Raoul Coutard
François Truffaut nach Cornell Woolrich

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • 5 Morde

    Das ist ein Klassiker! Da passt alles: vom lyrischen Titel über den spannenden Inhalt bis hin zur Erzählweise. Dazu eine unglaubliche Jeanne Moreau, die als Racheengel einen männermordenden Feldzug führt. Ihr gelingt ihr Vorhaben mit Charme und Intelligenz. Eine Racheparabel: für das was man getan hat, muss man halt irgendwann mal bezahlen.
    Normalerweise trägt die Braut ja alles andere als schwarz. Hier trägt sie je nach Anlass beides. Die vier Morde plus eins sind abwechslungsreich: vom Balkon geschubst (Claude-D’Artagnans-Tochter-Rich), vergiftet (Michel-die-untreue-Frau-Bouquet), im Kämmerchen unter der Treppe erstickt (Michael-der-Schakal-Lonsdale), vom Pfeil der Diana getroffen (Charles-der-Mann-der-die-Frauen-liebte-Denner) und der letzte (Daniel-Herzkönig-Boulanger): im Gefängnis: ein Schrei und der Hochzeitsmarsch. Fin.
    Dazwischen enthüllt Truffaut scheibchenweise durch Retrospektiven was da früher einmal vorgefallen war. Leichtsinnigen, gelangweilten Zockbrüdern passiert ein Missgeschick, ein unglücklicher Zufall, ein Unfall.
    Und damit die Spannung nicht verloren geht, trifft Jeanne wiederholt auf Jean-Claude Brialy, die sie wiedererkennt.
    Beim Verhör durch die Polizei merkt man, dass es Truffaut nicht um einen Krimi im herkömmlichen Sinne geht. Es ist die Konsequenz aus einer Tat jeweils von beiden Seiten: vom Opfer (der Braut) Jeanne Moreau, die Rache fordert und von den ‘Bösen Buben‘, die zur Rechenschaft gezogen werden. Kann man immer wieder anschauen.