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Filmkritik
12/23/2019

„Spione Undercover“: Gefiederter Geheimagent gesucht

Der neue Animationsspaß von Disney ist eine originelle Variante des Agentenkrimis!

von Oezguer Anil

Lance Sterling ist der erfolgreichste Spion der Welt. Als jedoch eines seiner technischen Gadgets statt Granaten nur Glitter abfeuert, wird der junge Wissenschaftler Walter Beckett gefeuert. Der pazifistische Erfinder zieht sich zurück in seine vier Wände und arbeitet an einer neuen Rezeptur, die ein gewaltfreies Spionieren ermöglichen soll. Währenddessen wird Lance von einer internen Untersuchungskommission verdächtigt, mit dem Bösewicht Killian zu kooperieren. Der schneidige Spion taucht unter und ist schließlich auf Walters Hilfe angewiesen, um seinen Ruf wieder reinzuwaschen. Durch eine Unachtsamkeit trinkt Lance einen Spezialcocktail, der ihm eine ganz neue Perspektive auf seine Umwelt ermöglicht – er wird in eine Taube verwandelt!

Originell

Nach zahlreichen Sequels, Prequels und Spin Offs ist es schön, endlich wieder einmal eine originelle Filmidee auf der großen Leinwand zu sehen. Inspiriert wurde der Disney-Film vom sechsminütigen Animationsfilm „Pidgeon: Impossible“, der über 12 Millionen Klicks auf Youtube erzielen konnte. Auch wenn die Geschichte eines Spions, der in eine Taube verwandelt wird, einem zu skurril für einen guten Kinofilm klingen mag, sollte man dieser absurden Komödie auf jeden Fall eine Chance geben.

Philosophisch

Spione Undercover“ ist eine Persiflage von Agentenfilmen wie „James Bond“ und „Jason Bourne“. Statt eines trainierten Helden im Anzug sitzt hier eine überforderte Taube hinter dem Lenkrad eines übergroßen Sportwagens, mit dem er sowohl sich als auch seine Umwelt in Gefahr bringt. Trotz den pointierten Dialogen und der witzigen Geschichte werden hier dennoch ernste Themen verhandelt. Während Lance die Welt in Gut und Böse aufteilt und glaubt, mit martialischen Mitteln vermeintliche Schurken vernichten zu müssen, versucht Walter ihm die Komplexität der Welt näher zubringen. Der junge Wissenschaftler verabschiedet sich vom Gedanken, dass sie immer nur die Guten und ihre Feinde die Bösen sind und erfindet neue Hilfsmittel, die Lance dabei unterstützen sollen, die Welt differenzierter zu betrachten.

Im englischen werden die Animationsfiguren von Stars wie Will Smith, Tom Holland und dem Rapper DJ Khaled gesprochen, doch auch diejenigen, die sich den Film in der deutschen Fassung ansehen werden, kommen hier auf ihre Kosten. Ein gelungener Animationsfilm, der bei einem passenden Einspielergebnis definitv eine Fortsetzung bekommen dürfte.

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