News
03/06/2019

Game of Thrones: Was wir über die letzte Staffel bisher wissen

Nicht sehr viel, ist die ehrliche Antwort. Denn HBO hütet Informationen über den Ausgang des TV-Phänomens wie den Heiligen Gral.

Das Warten auf "Game of Thrones" ist bald vorbei. Ab 14. April werden die letzten sechs Episoden beim US-Sender HBO ausgestrahlt. Hierzulande sind die Folgen nahezu zeitgleich bei Sky zu sehen. Die Staffel wird zwar weniger Episoden haben, diese sind dafür länger (60 bis 80 statt wie bisher 50 bis 60 Minuten). 

Das Interesse an der weltweit wohl erfolgreichsten TV-Serie des letzten Jahrzehnts ist ungebrochen hoch. HBO lässt sich aber bis zuletzt Zeit und hütet sämtliche Informationen zur finalen Staffel wie den Heiligen Gral.

Nun ist endlich der erste Trailer der achten Staffel da.

Official Trailer (Englisch): Game of Thrones, Season 8

 

Was zuletzt geschah

Die Auflistung der seit der ersten Staffel getöteten Charaktere würde wohl zu weit führen. Kürzer und wesentlich interessanter ist, wer am Ende der siebenten Staffel immer noch am Leben ist. Hier eine kurze Zusammenfassung im Schnelldurchlauf:

Fangen wir im Süden an. In King's Landing tut Cersei Lannister, was sie am besten kann: Sie fällt ihren Verbündeten in den Rücken, um ihre Macht in Westeros zu sichern. Sie hatte ja (zum Schein) Daenerys und Jon Snow ihre Unterstützung gegen die drohende Gefahr der "White Walkers" zugesagt. Dieser Verrat am Leben selbst ist sogar ihrem inzestuösen Bruder Jaime zu viel. Er verlässt sie endgültig in Richtung Norden.

Da wir gerade dabei sind: Auch Samwell und Gilly reicht es endlich. Sie haben es satt, sinnlos in einer Klosterbibliothek herumzulungern und machen sich auf den Weg – wohl auch in Richtung Winterfell.

In Winterfell haben Sansa und Arya Stark – endlich – Petyr "Littlefinger" Baelish erledigt. Bis zuletzt glaubte er, die Fäden in der Hand zu haben. Aber da hat er die Rechnung ohne die Stark-Mädels gemacht.

Von den Fan-Theorien, dass Littlefinger seinen Tod nur vorgetäuscht hat, halten wir nicht viel. Die spektakulären Wendungen und der Tod zahlreicher Charaktere waren bei "Game of Thrones" nie Selbstzweck, sondern fanden immer mit Blick auf die gesamte Geschichte statt. Wie würde das dem Abschluss der größeren Geschichte dienen?

Bran Stark ist jetzt der Seher namens "Three-Eyed-Raven". Er kennt nun Jon SnowsHerkunft aus dem Hause Targaryen. Jon ist nämlich Aegon Targaryen, der Sohn von Rhaegar Targaryen und Lyanna Stark. Damit war Ned Stark nicht sein Vater, sondern sein Onkel. Daenerys ist damit seine Tante. Mit ihr befindet sich Jon gerade auf dem Weg nach Winterfell. Über ihre Blutsverwandtschaft wissen sie freilich (noch) nichts. Die beiden Turteltauben springen daher miteinander in die Kiste.

Noch weiter im Norden geht auch der Night King zur Sache, wenn auch auf andere Art: Mit Hilfe des untoten Drachen Viserion bringt der die Mauer zum Einsturz. Die letzte Verteidigungslinie von Westeros gegen die Horden des Night King ist damit gefallen.

 

Was verrät der erste Trailer?

Zu Beginn flieht Arya in Winterfell vor einer Gefahr. Diese Flucht steht im Widerspruch zu ihren ruhigen Worten. Sie sagt: "I know death, He's got many faces. I look forward to seeing this one." Die Fan-Community rätselt daher, wovor sie in dieser Szene flieht. Eine ziemlich gewagte Fan-Theorie meint, es könnten die wieder auferstandenen Mitglieder der Familie Stark sein, die in der Gruft in Winterfell begraben liegen.

Plausibler klingt da schon die These, dass die Worte von Arya sich auf ihre Mission beziehen, ihre Liste abzuarbeiten. Der wichtigste Name darauf ist Cersei. Eine Fan-Theorie meint, dass diese Worte von Arya die letzten Worte sind, die Jaime Lannister hört, bevor Arya sein Gesicht stiehlt und dann damit Cersei tötet.

Allerdings hält sie am Schluss einen "Dragonglass"-Dolch in ihren Händen. Daher geht eine andere These davon aus, dass Arya hier einen White Walker tötet - vielleicht sogar den Knight King? Jedenfalls meinen viele Fans, dass Arya in der finalen Staffel eine zentrale Rolle spielen wird.

Abgesehen von dieser interessanten Eröffnung gibt es aber wenige Szenen, die aufschlussreiche Informationen liefern. Jon Snow und Daenerys treffen in Winterfell ein. Allgemein scheinen die Truppen im Norden gegen den Ansturm des Night King und seiner White Walker zusammengezogen zu werden. Die Stimme von Jon Snow stimmt auf die drohende Gefahr ein: "They're coming. Our enemy doesn't tire. Doesn't stop. Doesn't feel."

Tormund und Beric haben die Attacke des Night King offensichtlich überlebt. Denn sie sind kurz in einem dunklen Gang mit einem anderen Nightwatch-Mitglied zu sehen.

Samwell scheint in Winterfell angekommen. Wir sehen ihn gemeinsam mit Bran, der sagt: "Everything you did brought you where you are now. Where you belong. Home." Aber auf wen bezieht er sich dabei? Er meint wohl kaum Samwell, sondern wahrscheinlich Jon.

Nur Cersei bleibt offenbar im Süden. In einer Szene ist sie mit Qyburn und The Mountain zu sehen und scheint recht zufrieden zu sein. Kein gutes Zeichen! In einer zweiten Szene trinkt sie Wein. In beiden Fällen lässt ihr Gesichtsausdruck vermuten, dass sie etwas im Schilde führt. Aber das ist ja bei ihr nichts Neues. Die entscheidende Frage ist: Welche Intrige hat sie jetzt wieder ausgebrütet?

Jaime bekämpft zuerst Feinde und versichert dann seine Bereitschaft auf Seiten der Lebenden zu kämpfen. Vermutlich hat er also Winterfell erreicht.

Gegen Ende des Trailers sehen wir einige besorgte Gesichter, nämlich jene von Sansa, Daenerys und Tyrion.

Verständlich, denn am Ende taucht der Night King vor den Toren von Winterfell auf.

 

Das Ende naht

Es verwundert nicht, dass auch der erste Trailer nicht wirklich viel über die Handlung der achten Staffel offenbart. HBO hat ja sogar alternative Handlungsverläufe und finale Szenen filmen lassen und selbst die Schauspieler über das Ende so lange wie möglich im Dunkeln gelassen. Warum sollte es beim Publikum anders sein?

Sophie Turner (Sansa) hat von einem "sehr, sehr bittersüßen Ende" gesprochen. Allerdings hat sie damit wohl eher das Ende der Dreharbeiten und die Stimmung bei den Schauspielern und der gesamten Crew nach beinahe zehn Jahren "Game of Thrones" gemeint.

"Es wird nicht so laufen, wie es sich einige Leute wünschen", sagte Isaac Hempstead Wright (Bran) dem Hollywood Reporter. "Wenn sich alles auflöst, ist es das Ende. Da kommt nichts mehr. Diese Gewissheit, dass es vorbei ist, wird die Leute sicher ärgern. Aber insgesamt, glaube ich, werden wir voll ins Schwarze treffen."

Aber ganz vorbei ist es ja auch nach dem Finale im nächsten Jahr nicht mit "Game of Thrones". Die Geschichte geht zwar nicht weiter, aber HBO plant schon Spin-Off-Serien, die uns in die Vergangenheit von Westeros führen werden.