Gottes Werk und Teufels Beitrag

 USA 1999

The Ciderhouse Rules

Drama, Romanze, Literaturverfilmung 16.03.2000 126 min.
Gottes Werk und Teufels Beitrag

Ein im Waisenhaus aufgewachsener junger Mann versucht, auf eigenen Beinen zu stehen und erkennt, dass er seinen eigenen hohen moralischen Anforderungen nicht gerecht werden kann.

Während des zweiten Weltkrieges leitet der leicht herrische aber philantropische Dr. Wilbur Larch (Michael Caine) ein Waisenhaus im amerikanischen Maine. Daneben wirkt er auch als Geburtshelfer und nimmt illegale Abtreibungen vor. Unter seinen Fittichen lebt der junge Homer Wells, der als Waisenkind in die Anstalt gekommen und nie von einer Pflegefamilie adoptiert worden ist. Dr Larch kümmerte sich als ein Ersatzvater um ihn und hat ihm im Lauf der Jahre ein beachtliches Fachwissen auf dem Gebiet der Geburtshilfe beigebracht. Obwohl im das staatliche Diplom dazu fehlt, assisitiert Homer ihm bei seiner Arbeit. Dr. Larch würde den Jungen gerne als seinen Nachfolger sehen, doch Homer hat anderes vor. Er lehnt Dr. Larchs Abtreibungspraxis entschieden ab und sucht nach einer Möglichkeit, dem Waisenhaus und Dr. Larchs väterlich-autoritärem Zugriff zu entkommen.

Die Gelegenheit bietet sich, als Candy Kendall mit ihrem Freund, dem Air-Force Piloten Wally Worthington zu Dr. Larch kommt, um eine Abtreibung vorzunehmen. Homer, der wegen eines Herzfehlers nicht zur Armee eingezogen wurde, ist beeindruckt von der Schönheit Candys und der Weltgewandtheit Wallys. Er überredet die beiden, ihn in ihrem Auto mitzunehmen. Wally kehrt zurück zu zu seiner Familie zurück um dort die Zeit bis zu seiner Einberufung zu verbringen. Die Worthingtons sind Besitzer einer Apfelweinfabrik samt dazugehörigen Obstplantagen. Hier findet Homer Arbeit als Erntehelfer.

Der Vorsteher auf der Apfelplantage ist Mr. Rose, ein sanfter, aber patriarchischer Herrscher der mit äußerster Strenge gegen jene vorgeht, welche die ungeschriebenen Gesetze der Arbeitsgemeinschaft verletzten.

Als Wally zum Kriegsdienst nach Burma einberufen wird, schließt sich Candy Homer an, dem einzig erreichbaren jungen weißen Mann. Die beiden beginnen eine leidenschaftliche Beziehung, und Homers naive Vorstellungen von Gut und Böse brechen zusammen als er erkennt, wie unrealistisch seine Vorstellungen von sexuellem Verantwortungsbewusstsein sind.Länge: 131 Minuten

Details

Tobey Maguire, Charlize Theron, Delroy Lindo, Paul Rudd, Michael Caine, Jane Alexander, Kathy Baker, Erykah Badu, Kieran Culkin, Kate Nelligan, Heavy D, K Todd Freeman, Paz de la Huerta
Lasse Hallström
Rachel Portman
Oliver Stapleton
John Irving

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Prinzen von Maine
    Wenn man den deutschen Titel mit dem Original – “Die Regeln des Apfelweinhauses“ -vergleicht, muss man schon einige gedankliche Runden drehen, um einen Bezug zum Film herzuleiten. Und auch das ist nicht von Erfolg gekrönt. Es ist aber zweifellos die beste Verfilmung eines Romans von John Irving, der auch das Drehbuch schrieb. Das Thema der Musik von Rachel Portman, die auf diesem Feld ohnehin oskarmässig ganz vorne liegt, bleibt noch lange im Ohr, ebenso wie der Satz, den Dr Larch (Michael Caine) als Spruch in den Schlafsaal des Waisenhauses schickt: “Gute Nacht, ihr Prinzen von Maine, ihr Könige von Neuengland.“ Einer seiner Zöglinge ist Homer (Tobey Maguire). Er spielt neben der göttlichen Charlize Theron (Candy), den liebenswerten Freund, der ihr die Zeit vertreibt, bis ihr Mann aus dem Krieg zurückkommt. Nebenbei wird er noch Hilfsgynäkologe, Apfelpflücker und Hummerfänger. Die pralle Handlungsfülle lässt keine Längen zu.
    Wenn es schließlich kein Happyend für Homer und Candy gibt, stört das nicht weiter, denn es gibt dafür eine finale Fügung, die Dr. Larch von oben mit äußerstem Wohlwollen betrachtet.
    Ein genialer, zu Recht preisgekrönter Film, der das Herz erwärmt. Im Gedächtnis bleiben tolle Bilder, die Titelmusik und der Satz “Gute Nacht ihr Prinzen von Maine . . .

  • brav nacherzählt!!
    die filmbeschreibungen sind wirklich brav geschriebene nacherzählungen. ich glaube die meisten wünschen sich jedoch kurz gehaltene beschreibungen um:
    1. noch nicht ALLES vorher zu wissen
    2. um sich schnell und ökonomisch zu informieren

  • Genial!
    Wenn man John Irvings Bücher kennt & liebt & immer wieder aufs Neue verschlingt, ist man wohl ein bißchen skeptisch. Aber Herrn Hallströms Film zeigt, daß man mit großer Literatur sehr wohl auch großes Kino machen kann. Einzigartige Darsteller verleihen den Figuren Leben, allen voran Michael Caine und Tobey Maguire, denen ihre Rollen geradezu auf den Leib geschrieben sind. Aber auch die Besetzungen der kleinsten Nebenrollen beweist Liebe zum Detail (z. B. Mr. Rose, Fuzzy Stone).
    Natürlich eine gekürzte Fassung des Buches - das soll mal einer versuchen, einen John Irving Roman bis ins letzte Detail auf die Leinwand zu bringen! ha! - aber nichtsdestotrotz eine sinngemäße. Erstaunlich nur, daß Amerika gegen einen so pro-Abtreibungsfilm nicht heftiger protestiert hat. Wahrscheinlich hams die nicht mitgekriegt.....

  • o.k.
    Gestehe, kannte sowohl das Buch in concreto, als auch John Irving nicht, bin hingegangen mit einer Freundin, die beides kannte....war recht interessant. Nichts, was mich total aus den Socken gekippt hätte und keine Philosophie (zumindest ist es mir noch nicht aufgefallen), die ich mir gleich im Kalender zum Eigengebrauch vermerken müsste, aber andererseits echt nicht uninteressant. Einzelne Charaktere wurden nicht ganz plastisch im Gegensatz wieder zu anderen, finde ich...naja, im Buch auch nicht viel anders, meinte meine Freundin.

  • Eine gute Irving Verfilmung
    Endlich mal eine Irving Verfilmung, die dem Buch (zum Teil) gerecht wird. Liegt mit
    Sicherheit am Drehbuchautor - John Irving selbst.
    Auf jeden Fall ein tolles Stück Film, den sich Filmliebhaber nicht entgehen lassen sollten.
    Schon allein wegen der grossartigen Leistung von Michael Caine.

  • Genial
    Dieser Film ist der beste, den ich seit langem gesehen habe. Eindeutig besser als Oscargewinner American Beauty, obwohl man die beiden Filme nicht vergleichen kann.
    Michael Caine in der (Neben-)Rolle seines Lebens.
    Auch die Schwarzen Schauspieler zeigen Großes talent. Einzig Tobey Maguire kann nicht ganz überzeugen.
    Unbedingt ansehen (*****)!!!

  • Trotzdem
    Den obigen Kritiken stimme ich bedingt zu.
    Bedingt, denn ich kenne das Buch nicht.
    Trotzdem hat mir der Film gut geallen- ich
    hab ihn einfach unterhaltend geunden.

  • Moes Moviekritik
    Liebe Freunde, dieser Film gehört zum Konservativsten, das ich je gesehen habe. Ein modernes "Hänschen klein". Homer zieht vom Waisenhaus in die Welt - "Stock und Hut steh

    Re:Moes
    Der Film ist doch nach dem Roman entstanden.
    Und dieser handelt nun mal in einer Zeit, in
    welcher es eine Lebensart gab, die man heutzutage vielleicht als "konservativ" ansehen könnte.
    Deshalb ist es aber nicht ganz logisch, gleich den ganzen Film als "konservativ" abzutun.
    Hast Du den Roman gelesen? Ich kannte ihn vor dem Film nicht, habe mich aber auf den über 700 Seiten
    überzeugt, daß er durchaus lesenswert ist.
    Wenn Du viel Zeit hast (700 Seiten lesen sich nun mal nicht in ein paar Stunden ;-),
    lies den Roman, vielleicht siehst Du das mit dem Film dann anders.

  • Moe
    Liebe Freunde, dieser Film gehört zum Konservativsten, das ich je gesehen habe. Ein modernes "Hänschen klein". Homer zieht vom Waisenhaus in die Welt - "Stock und Hut steh

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