Hair

 USA 1979
Kultfilme, Musikfilm / Musical 121 min.
7.60
Hair

Die berühmte Reminiszenz an die Flower-Power-Generation der 60er-Jahre integriert die feinen Tanz- und Songnummern des Musicals geschickt in eine temporeiche Filmversion.

Claude Bukowski (John Savage), ein junger Mann aus dem ländlichen Oklahoma, wird in die Armee einberufen. In New York City begegnet er einer Gruppe von Hippies und verliebt sich in das Mädchen Sheila (Beverly D'Angelo). Die Gruppe hilft ihm, das Mädchen zu erobern, doch er kehrt in die Kaserne zurück, um sich auf den Kriegseinsatz in Vietnam vorzubereiten. Den Wehrdienst zu verweigern, kann er sich noch nicht vorstellen. Sein Wunsch, Sheila noch einmal zu sehen, endet für seinen Hippie-Freund tragisch ...

Mit der Filmfassung des Rock-Musicals Hair beweist Forman erneut sein Interesse an der Musik als dominierendes Stilmittel. Die berühmte Reminiszenz an die Flower-Power-Generation der 1960er-Jahre integriert die feinen Tanz- und Songnummern des Musicals geschickt in die temporeiche Filmversion. Spannung, Vitalität und musikalisches Temperament bleiben nicht die einzigen Vorzüge der Verfilmung. Vor dem historischen Hintergrund der Anti-Vietnamkriegsbewegung werden neben dem Streben der Jugend nach sexueller Freizügigkeit auch Werte wie Freundschaft, Großzügigkeit und Geborgenheit in der Gruppe überzeugend vermittelt.

(Text: Filmarchiv Austria)

Details

John Savage, Treat Williams, Beverly D'Angelo, Annie Golden, Dorsey Wright, Don Dacus, Nicholas Ray u.a.
Milos Forman
Galt MacDermot
Miroslav Ondrícek
Michael Weller

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Let the Sun Shine in
    Kein Musical gibt die Stimmung im Amerika der 60er Jahre anschaulicher wieder wie dieser Film von Milos Forman. Dabei kann man außerdem noch schwanken, ob die packende Musik, die coolen Sprüche der Hippies in ihrer abgefahrenen Kluft besser sind als die Choreographie der Tänzer. Der adelnde Ritterschlag für den ganzen Film jedoch ist das Ende. Dadurch ist ‘Hair ‘nicht nur ein Anti-Vietnamfilm, sondern ein Anti-Kriegsfilm schlechthin.
    Gleich nach den ersten Tönen von ‘Aquarius‘ ist man im Bild und singt mit, noch unbeeinflusst von der Handlung: Das Landei Claude (John Savage) muss und will in den Krieg. Stößt zur Hippietruppe um Berger (Treat Williams) und verliebt sich in die wohlhabende Sheila (Beverly D’Angelo).
    Die Hippietruppe hüpft tanzend durchs Leben, grenzt sich durch Kleidung und vor allem Haarschnitt vom Establishment ab. Fantasievolle Einlagen wie die geträumte Trauung oder die lustige Musterung bleiben unvergesslich. Aus Spaß wird tödlicher Ernst. Berger tauscht mit Claude die Rollen und fliegt unfreiwillig an seiner Stelle nach Vietnam. Ein Soldatenfriedhof bildet den Abschluss zu ‘Let the Sun Shine‘. Ein Grabstein trägt einen Namen den wir kennen. Ein Klassiker.