News
02/06/2019

16 Zombie-Filme für den kalten Entzug von "The Walking Dead"

Kommenden Sonntag geht "The Walking Dead" weiter: Doch für Fans des Zombiefilms gibt es auf Netflix und Amazon Prime bessere Alternativen!

Der Zombiefilm ist nicht totzukriegen. Das passt zwar irgendwie zum Genre, aber zumindest mit der Zombie-Serie "The Walking Dead" sollte irgendwann auch mal Schluss sein.

Das seit 2010 ausgestrahlte TV-Phänomen ist wohl dafür mitverantwortlich, dass uns Zombies, das proletarische Fußvolk im Horrorgenre, schon seit fast zwei Dekaden verfolgen. Vampire, die Aristokraten und Gourmets der untoten Menschenfresser, beherrschten die 90er-Jahre. Um die Jahrtausendwende begann mit Filmen wie "28 Days Later" (2002), "Resident Evil" (2002), "Shaun of the Dead" (2004) und dem Remake von "Dawn of the Dead" (2004) eine Renaissance des Zombiefilms. Auch die bis heute erfolgreiche Comic-Serie "The Walking Dead" von Robert Kirkman erschien erstmals im Jahr 2003. Doch erst 2010, nach einem Jahrzehnt des Zombiefilm-Revivals, adaptierte sie Frank Darabont fürs Fernsehen und verlängerte damit den Zombie-Hype. Denn spätestens seit die TV-Serie zum internationalen TV-Phänomen wurde, ist der Zombiefilm im Mainstream angekommen. Sogar beim zweiten, noch größeren TV-Phänomen "Game of Thrones" (seit 2011) geht die ultimative Bedrohung von Zombies aus.

Doch im Unterschied zu "Game of Thrones" ist bei "The Walking Dead" einfach kein Ende in Sicht. Die zehnte Staffel ist bereits in Planung und Rick Grimes bekommt seine eigenen Film-Trilogie. Kommenden Sonntag startet beim US-Sender AMC (hierzulande einen Tag später bei Sky) die neunte Staffel in die zweite Hälfte, obwohl sich jeder Rest von Seele schon lange verflüchtigt hat und es in der Serie nur noch nach ewiger Wiederholung müffelt.

16 Zombiefilme als Alternative zu "The Walking Dead"

Für uns ein guter Grund, einen Blick auf die Blüten zu werfen, die das Zombie-Genre in den 50 Jahre seit George A. Romeros "Die Nacht der lebenden Toten" (1968) hervorgebracht hat: Diese 16 Zombiefilme (auf Netflix, Amazon Prime oder DVD/Blu-ray) empfehlen wir als Alternative für "The Walking Dead" – einer für jede Episode einer Staffel. Das kann man auch als einen Abgesang auf "The Walking Dead" betrachten. Muss man aber nicht.

 

16. World War Z

Genau wie "The Walking Dead" basiert auch "World War Z" auf einer kultigen Buchvorlage. Der Hollywood-Blockbuster hat außer dem Titel so gut wie gar nichts mit dem gleichnamigen Buch von Max Brooks zu tun. Für Kenner der Literaturvorlage war der Film eine herbe Enttäuschung. Aber diese Erkenntnis hat man immerhin schon nach knapp zwei Stunden im Kino. Bei "The Walking Dead" hat sich der Gedanke ab der dritten Staffel eingeschlichen. Jetzt stehen wir bei Episode 123, also mehr als fünf Tage Dauerfernsehen! Aber Schwamm drüber. Für sich genommen ist "World War Z" ein guter Actionfilm und die ersten zweieinhalb Staffeln von "The Walking Dead" waren auch ganz gut.

Zu sehen auf Netflix.

 

15. Warm Bodies (2013)

Wer hätte gedacht, dass es der Zombiefilm jemals ins Genre der romantischen Komödie schafft? Als ein Zombie-Boy das Hirn eines jungen Mannes verspeist, wird er plötzlich von Liebesgefühlen zu dessen Freundin Julie überwältigt. Zombie-Boy will das Mädel jetzt zwar vernaschen, aber nicht mehr fressen. Trotzdem sind die Zombies in der Lovestory "Warm Bodies" immer noch gefährlicher als die laschen Wandergesellen in "The Walking Dead".

Zu sehen bei Amazon Prime und Netflix.

 

14. Land of the Dead (2005)

In "The Walking Dead" haben die Zombies gerade zu flüstern begonnen. Wie sich bereits herausgestellt hat, sind die "Flüsterer" keine echten Zombies. Aber selbst die Entwicklung hin zu Untoten, die langsam wieder Intelligenz entwickeln, hat George A. Romero schon 2005 in der Fortsetzung seiner "Living Dead"-Triologie vorweggenommen. Dass Menschen die wahren Monster sind, von denen oft die größere Bedrohung ausgeht, ist auch eine Binsenweisheit, die Romero schon in seinem Meisterwerk "Die Nacht der lebenden Toten" eindrucksvoll zur Schau gestellt hat.

Zu sehen bei Amazon Prime.

 

13. Juan of the Dead (2011)

Gibt's Zombies nur in den USA? Wer endlich wissen will, wie Menschen außerhalb der USA mit der Zombie-Apokalypse umgehen, ist bei "Juan of the Dead" und "Rammbock" (2010) richtig. In Kuba und Deutschland sind die Untoten jedenfalls auch auf dem Vormarsch. Juan geht die Sache mit kubanischer Gelassenheit an: Als Zombie-Kammerjäger will er sogar sein bescheidenes Einkommen aufbessern. Diese Gelassenheit könnte Michael in Berlin das Leben retten. Denn der Zombie-Virus in "Rammbock" bricht nur aus, wenn sich die Infizierten aufregen und zu viel Adrenalin ausschütten.

"Rammbock" ist auf Amazon Prime zu sehen, aber nicht im Prime-Abo enthalten. "Juan of the Dead" ist zurzeit im Stream nur bei maxdome zu sehen oder als DVD/ Blu-ray erhältlich.

 

12. Dead Snow (2009)

In den Bergen von Norwegen trifft eine Gruppe von Medizinstudenten auf Nazi-Zombies. Wer braucht da noch Negan, wenn man doch Führer und Zombie gleich in Einem haben kann. "Dead Snow" ist eine wahre Freude für Splatter- und Trash-Fans.

Zu sehen bei Amazon Prime, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

 

11. Cargo (2017)

Andy statt Rick, Rosie statt Judith. Wie Rick Grimes will auch Andy (Martin Freeman) seine Familie vor der Zombie-Seuche beschützen. Doch leider wird seine Frau getötet und er infiziert. Mit seiner Tochter Rosie im Baby-Rucksack marschiert er durchs australische Outback, um binnen 48 Stunden einen sicheren Ort für das Kind zu finden.

Zu sehen auf Netflix.

 

10. Ben & Mickey vs. The Dead (2012)

Wer die Zombie-Apokalypse (wie "The Walking Dead") gerne als Gelegenheit für Wanderungen durch Wiesen und Wälder interpretiert, wird "The Battery", so der Originaltitel, mögen. Der Trip der beiden ehemaligen Profi- Baseballspieler Ben (Typ "Daryl") und Mickey (Typ "Eugene") durch die Zombie-verseuchte Pampa ist ähnlich ereignislos wie die vierte Staffel von "The Walking Dead", macht aber viel mehr Spaß. Das ist auch Mickey und der Musik zu verdanken, die ständig in seinem Kopfhörer spielt. Ja, Kopfhörer inmitten der Zombie-Apokalypse. Für Überleben ist Ben zuständig.

Zu sehen bei Amazon Prime.

 

9. The Girl with all the Gifts (2016)

Während in "The Walking Dead" die Zombies nur Statisten sind, wird hier endlich mit den Untoten gearbeitet. Ursache der Zombie-Epidemie ist diesmal kein Virus, sondern eine Pilzinfektion. Das Ergebnis ist aber dasselbe. Einige Kinder wie Melanie (Sennia Nanua) sind die letzte Hoffnung auf Heilung. In einer Militärbasis wird erforscht, warum sie zwar infiziert sind, aber äußerlich normal erscheinen. Für die skrupellose Dr. Caldwell (Glenn Close) und die Soldaten sind die Kinder nur Versuchsobjekte, doch die Lehrerin Helen Justineau (Gemma Arterton) sieht das anders.

Zu sehen bei maxdome und Amazon Prime, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

 

8. Dawn of the Dead (2004)

In der ersten Staffel von "The Walking Dead" dachte man noch, das könnte in Richtung "Dawn of the Dead" gehen. Das Zombie-Mädchen und die Szenen im Kaufhaus waren klare Reminiszenzen. Alles nur Fake! Die Serie ging dann wesentlich ruhiger weiter. Zack Snyder macht in diesem Remake aus dem Original von George A. Romero einen knallharten Actionfilm mit einer unbarmherzigen Eröffnungsszene, die man so schnell nicht wieder aus dem Kopf bekommt.

Zu sehen bei Amazon Prime, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

 

7. Braindead (1992)

Mit "Braindead" von Peter Jackson sind wir in einem Bereich angelangt, der "The Walking Dead" völlig fremd ist: Humor. Die Splatter-Komödie macht sich über das Genre lustig und ist dennoch erschreckend: Das Muttersöhnchen Lionel (Timothy Balme) steht unter den Fittichen seiner dominanten Mutter, die zum Zombie wird. Im Keller hält er seine untote Mutter und weitere von ihr Infizierte unter Verschluss. Das kann natürlich auf Dauer nicht gutgehen. Der Film genießt bei Splatter-Fans Kultstatus.

"Braindead" ist zurzeit online nicht verfügbar, lediglich als DVD.

 

6. Zombieland (2009)

In dieser kultigen Horrorkomödie hält sich Columbus (Jesse Eisenberg) strikt an seine Überlebensregeln in Zombieland. Ein paar einfache Überlebensregeln hätten wohl in "The Walking Dead" die Hälfte der Handlung überflüssig gemacht. Aber gut, Tallahassee (Woody Harrelson) hält sich auch nicht an Regeln. Außerdem sind ja bekanntlich die Lebenden die wahre Bedrohung. Aber wenn Tallahassee und Columbus ins Visier von Witchita (Emma Stone) und Little Rock (Abigail Breslin) geraten, kommt wenigstens eine spannende Reise nach Beverly Hills dabei raus.

Zu sehen bei Amazon Prime.

 

5. Shaun of the Dead (2004)

Noch eine kultige Horror-Komödie: Shaun (Simon Pegg) sieht in der Zombie-Apokalypse eine Gelegenheit seine Ex-Freundin Liz zurückzuerobern. Sie hat nämlich mit ihm Schluss gemacht, weil Shaun ständig nur mit seinen beiden Kumpels Ed und Pete im Pub herumhängt.

Zu sehen auf Netflix.

 

4. 28 Days Later (2002)

Plötzlich waren Zombies schnell und superaggressiv. Als ob es nicht schon reichen würde, wenn die Untoten massenhaft auftreten. Mit "28 Days Later" hat Danny Boyle das Genre-Revival eingeleitet und den Zombiefilm modernisiert. Erfolgsrezept war nicht nur die Kombination von Horror und Action, sondern auch die gesellschaftliche Relevanz. Im Zeitalter des Terrors kommt der Tod nicht mehr langsam hinkend. Ein Meilenstein im Zombie-Genre! Auch die Fortsetzung "28 Weeks Later", die mehr auf Action und Gore setzt, wurde schnell zum Genrekult.

Zu sehen bei maxdome und Amazon Prime, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

 

3. Train to Busan (2016)

Zombies und Menschen auf engstem Raum: Während der Fondsmanager Seok-woo mit seiner Tochter Su-an mit dem Zug von Seoul in die südliche Stadt Busan reist, bricht in Südkorea eine Zombie-Epidemie aus. Auch im Zug erkranken die Menschen und verwandeln sich in menschenfressende Bestien. Der Vater muss sich mit seiner Tochter in die vorderen Zugabteile durchkämpfen, wo sich die Überlebenden verschanzt haben. Die letzte Hoffnung ist eine Non-Stop-Fahrt nach Busan, wo das Militär noch die Kontrolle haben soll. Dort lebt auch die Mutter von Su-on.

Zu sehen bei Netflix.

 

2. REC (2007)

Found-Footage-Horror aus Spanien: Eine Fernsehreporterin und ihr Kameramann begleiten einen nächtlichen Feuerwehreinsatz in ein Haus. Dort eskaliert die Lage. Die Feuerwehrleute werden von einer extrem aggressiven Frau attackiert und dann wird auch noch das Haus unter Quarantäne gestellt. Es gibt kein Entkommen mehr. Adrenalin-treibender, Nerven-zerfetzender Horror, sozusagen das Gegenteil von "The Walking Dead".

Zu sehen bei Amazon Prime und maxdome.

 

1. Die Nacht der lebenden Toten (1968)

Hier hat alles angefangen: Zombies tauchten ursprünglich nur vereinzelt in Voodoo- und Monsterfilmen auf. Doch dann kam George A. Romero und veränderte mit "Die Nacht der lebenden Toten" (1968) die Spielregeln grundlegend. Plötzlich waren Zombies ganz wild auf Menschenfleisch und bedrohten als mysteriöses Massenphänomen die gesamte menschliche Zivilisation. Mit seiner ersten Trilogie, zu der neben dem Meisterwerk von 1968 auch die Filme "Dawn of the Dead" (1978) und "Day of the Dead" (1985) gehören, hat Romero ein eigenes Horrorfilm-Genre geschaffen und geprägt. Später hat er diese Filmreihe mit "Land of the Dead" (2005), "Diary of the Dead" (2007) und "Survival of the Dead" (2009) fortgesetzt.

Zu sehen auf Amazon Prime, aber nicht im Prime-Abo enthalten.