dont-look-up-dicaprio-lawrence.jpg

© Niko Tavernise / Netflix

News
02/09/2022

Oscar-Snubs 2022: Diese 7 Nominierungen vermissen wir

7 Filme, die unbegreiflicherweise bei den heurigen Oscar-Nominierungen übergangen wurden.

von Franco Schedl

Seit 8. Feber haben wir also die Gewissheit, welche Werke und KünstlerInnen für die heurigen Oscars in Frage kommen. Natürlich kann man es niemals allen Recht machen, doch wir fragen uns schon, weshalb die sieben folgenden SchauspielerInnen oder Filme nicht in die engere Wahl gezogen wurden.

1. Lady Gaga in "House of Gucci"

Weshalb man Lady Gaga bei den Nominierungen als beste Hauptdarstellerin übergangen hat, ist kaum nachzuvollziehen. In Ridley Scotts schrillem Mode-Thriller "House of Gucci" bietet die ebenso schrille Künstlerin eine hinreißende Performance und hat noch dazu monatelang in ihrer Rolle gelebt, um den italienischen Akzent zu perfektionieren.

2. Jennifer Lawrence und Leonardo DiCaprio in "Don't Look Up"

Die apokalyptische Medien-Satire "Don't Look Up" wurde zwar in vier Kategorien nominiert, doch die beiden HauptdarstellerInnen hätten definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient: Eine vor Energie und gerechter Wut nur so sprühende Wissenschaftlerin und der von seinen Ängsten geschüttelte Kometen-Experte sind einfach unvergessliche Rollen von Jennifer Lawrence und Leonardo DiCaprio.

3. Ruth Negga und Tessa Thompson in "Passing"

Hinter dem Sundance-Erfolg "Passing" verbirgt sich eine Romanverfilmung aus dem New York der späten 20er-Jahre. Der Film erzählt die Geschichte zweier Schwarzer Frauen, die aufgrund ihrer hellen Hautfarbe eigentlich als "Weiße" gelten könnten, sich aber dafür entscheiden, in der Schwarzen Community zu verbleiben. Dabei erhalten Negga und Thompson Gelegenheit, die ganze Bandbreite ihres Könnens zu zeigen, und hätten eindeutig Nominierungen verdient.

4. Caitriona Balfe und Jamie Dornan in "Belfast"

Kenneth Branaghs in Schwarz-Weiß gehaltene Jugenderinnerungen "Belfast" können immerhin sieben Nominierungen aufweisen, doch die beiden DarstellerInnen der Eltern-Figuren sind leider leer ausgegangen.

5. "Spider-Man: No Way Home"

Der Spinnen-Junge Tom Holland hat erst kürzlich in "Spider-Man: No Way Home" ein umwerfenden Comeback hingelegt und dabei dank der Multiversums-Story unerwartete Hilfe durch seine beiden Kollegen Andrew Garfield und Tobey Maguire erhalten.

Das Werk hat sich als absoluter Kassen-Hit erwiesen, der bei den Einspiel-Ergebnissen sogar "Avatar" in den Schatten stellt. Das alles kann aber offenbar die Oscar-Jury nicht beeindrucken, denn es ging sich nur eine Nominierung in der Nebenkategorie visuelle Effekte aus.

6. Rita Moreno in "West Side Story"

Steven Spielbergs erster Ausflug ins Musical-Genre hat sich als voller Erfolg erwiesen und "West Side Story" heimste sieben Nominierungen ein. Untergegangen ist dabei aber der Umstand, dass Film-Legende Rita Moreno, die bereits 1962 in der ersten Verfilmung mitgewirkt hat, nun ebenfalls in einer kleinen aber wichtigen Rolle zu sehen war und dafür auf jeden Fall eine Chance auf den Preis als beste Nebendarstellerin verdient hätte.

7. Jennifer Hudson in "Respect"

Wenn jemand Soul-Legende Aretha Franklin neues Leben einhauchen muss, ist das wahrlich keine leichte Aufgabe. Jennifer Hudson hat sie in "Respect" aber beeindruckend bewältigt und für diese schauspielerische und musikalische Glanz-Leistung die Chance auf einen Oscar-Gewinn verdient.

Am 27. März findet dann die 94. Oscar-Gala im Dolby Theatre in Hollywood statt und wir werden uns über die – zweifellos verdienten – GewinnerInnen freuen können, selbst wenn unsere eigenen FavoritInnen nicht dabei sein sollten.

Kommentare