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02/25/2019

Oscars: 5 vergessene "Best Picture"-Gewinner und 5, die jeder kennt

Diese Filme wurden mit dem Oscar für den "Besten Film" ausgezeichnet. Nicht alle sind auch in Erinnerung geblieben, andere hingegen schon.

Am kommenden Sonntag verleiht die in diesem Jahr viel kritisierte Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles die begehrten Oscar-Trophäen. Die wichtigste Kategorie ist dabei die Auszeichnung für "Best Picture" (Dt.: "Bester Film"). Seit 1929 wurde jedes Jahr ein Film zum besten des Jahres gekürt. Manche dieser "Best Picture"-Gewinner kennt noch heute jeder, andere sind bald in Vergessenheit geraten.

 

5 "Best Picture"-Gewinner, die auch heute noch jeder kennt

 

Titanic

Titanic (1997)

Das Liebesdrama von Regisseur und Drehbuchautor James Cameron ist nach "Avatar", ebenfalls aus dem Hause Cameron, der kommerziell erfolgreichste Film der Welt. Nicht zuletzt dank Celine Dione wird dieses "Best Picture" aus dem Jahr 1997 wohl auch in 100 Jahren noch bekannt sein, zumindest als der Liebesfilm zum kitschigen Ohrwurm.

 

Vom Winde verweht (1939)

Dramatischer Liebeskitsch erweist sich auch in diesem Fall als höchst erfolgreich. Denn wenn die Inflation in das Einspielergebnis an den Kinokassen eingerechnet wird, ist nicht "Titanic" und auch nicht "Avatar" der kommerziell erfolgreichste Film, sondern eben "Vom Winde verweht", zumindest in den USA. Aber der Film ist auch extrem beständig. Denn selbst heute ist das "Best Picture" des Jahres 1939 noch jedermann/frau ein Begriff.

 

Casablanca (1943)

Im Endeffekt zählt aber die romantische Komponente offenbar doch mehr als kommerzieller Erfolg an den Kinokassen. Denn Casablanca war kein Blockbuster, ist aber heute noch ein beliebter, wenn nicht sogar der beliebteste Klassiker für Romantiker. Noch vor "Vom Winde verweht" und vielleicht sogar vor "Titanic".

 

Das Schweigen der Lämmer (1991)

Schluss mit Liebesfilmen. Auch der blanke Horror eines psychopathischen Kannibalen wie Dr. Hannibal Lecter kann sich ins Gedächtnis einbrennen. Das charismatische Zusammenspiel von Anthony Hopkins und Jodie Foster hat sicherlich auch einiges dazu beigetragen. Der Thriller gilt zudem als einziger Horrorfilm, der jemals als "Best Picture" ausgezeichnet wurde. Nominiert wurden in dieser Kategorie in der gesamten Oscar-Geschichte übrigens nur sechs Horrorfilme.

 

Rocky (1976)

Der legendäre Boxerfilm mit mit Silvester Stallone ist auch heute noch unvergessen. Immerhin ist gerade mit "Creed II" die zigste Fortsetzung, immer noch mit Silvester Stallone, im Kino zu sehen. Doch dass der Film im Jahr 1976 in der Kategorie "Best Picture" ausgezeichnet wurde, ist wohl den wenigsten bekannt.

 

 

5 "Best Picture"-Gewinner, an die sich heute kaum noch jemand erinnert

 

Spotlight (2015)

Das Jahr 2015 liegt noch nicht so lange zurück. Aber kann sich irgendwer noch an diesen Film erinnern? Weiß irgendjemand noch, welche Schauspieler mitgespielt haben? Es war wohl das (damals und leider auch heute noch) brandaktuelle und sehr bewegende Thema des Films, das für die Auszeichnung entscheidend war. Das Drama erzählt von der Aufdeckung der sexuellen Missbrauchsfälle in der römisch-katholischen Kirche von Boston durch ein investigatives Reporter-Team der Tageszeitung "The Boston Globe".

 

The Artist (2011)

Die Hommage an den Stummfilm war im Jahr 2011 in aller Munde und räumte auf sämtlichen Filmfestivals rund um den Globus Auszeichnungen und Preise ab. Aber sehr nachhaltig war der Eindruck nicht, den der von Regisseur und Drehbuchautor Michel Hazanavicius als Stummfilm in Schwarzweiß konzipierte Film hinterlassen hat. In Erinnerung ist der Film wohl nur wenigen Liebhabern des Stummfilms geblieben. Ausgezeichnet wurde wohl nicht nur der Film selbst, sondern stellvertretend auch eine ganze Epoche der Filmgeschichte.

 

L.A. Crash (2005)

In dem Film "Crash", so der einfache Originaltitel, geht es um einen Autounfall, der aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Aber eigentlich geht es um Los Angeles. Oder doch um die verschiedenen Vorurteile und Alltagsprobleme der Menschen in der Stadt der Engel? Wer weiß das schon so genau. Der Film polarisierte jedenfalls die Kritiker. Aber auch diese Debatte über "Crash" wirkt heute nur noch wie ein Sturm im Wasserglas.

 

Eine ganz normale Familie (1980)

Das Familiendrama ist das Regiedebüt von Robert Redford. Viel mehr ist über den Film auch nicht zu sagen. Nominiert waren in dieser Kategorie im Jahr 1981 auch noch "Der Elephantenmensch" von David Lynch und "Wie ein wilder Stier" von Marin Scorsese. Redford bekam übrigens auch den Regie-Oscar. Was soll man dazu sagen?

 

Patton – Rebell in Uniform (1970)

Bei diesem Film handelt es sich aus heutiger Sicht um eine Skurrilität: Held des Films ist der US-General George S. Patton. Der Film erzählt von seinen glorreichen Taten und Feldzügen im Zweiten Weltkrieg. Zugegeben war die Konkurrenz in diesem Jahr nicht sehr groß. Aber immerhin war neben "Airport", "Love Story" und "Ein Mann sucht sich selbst" auch der satirische Anti-Kriegsfilm "M.A.S.H." von Robert Altman nominiert. Doch bei der Oscar-Jury kam in Zeiten von Love, Peace & Harmony die Heldengeschichte eines US-Generals besser an. Genützt hat es aber nichts. Den General und seinen Film kennt kaum jemand. Hingegen dürfte im Fall von "M.A.S.H." zumindest einigen der Titelsong "Suicide Is Painless" des Films (und der TV-Serie) noch in Erinnerung sein.