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08/31/2021

Fesselnd: Die 12 spannendsten Filme auf Amazon Prime

Du leidest unter niedrigem Blutdruck und sehnst dich wieder mal nach richtigem Herzklopfen? Wir haben die richtigen Filme für dich.

von Manuel Simbürger

Eigentlich gibt es nur drei Arten von Herzrasen, die wir gut finden: wenn wir verliebt sind, wenn wir vom Sport ausgepowert sind (und unserem inneren Schweinehund somit den Kampf angesagt haben) – und wenn wenn wir beim Filmschauen in einen derart großen Spannungszustand versetzt werden, dass wir sogar aufs Atmen vergessen, dafür aber kräftig auf unseren Fingernägeln herumkauen.

Nichts ist im Kino oder beim DVD-Abend schlimmer als ein fader Film – von Menschen, die alle paar Sekunden die Handlung kommentieren, mal abgesehen. Gegen nervige Personen können zwar auch wir nix unternehmen, gegen cineastische Langeweile-Flops aber sehr wohl.

12 spannende Filme auf Amazon Prime:

Das Fenster zum Hof (1954)

Wenn's um spannende Filme geht, darf natürlich Alfred Hitchock, Meister der Suspense, nicht fehlen. "Das Fenster zum Hof" gehört zu seinen bekanntesten und meistzitierten Filmen, unzählige Male imitiert, niemals erreicht.

Die Handlung ist wohlbekannt: Fotoreporter Jeff (James Stewart) sitzt aufgrund eines gebrochenen Beins im Rollstuhl und verbringt Tag und Nacht in seinem kleinen Apartment. Seiner Leidenschaft des Voyeurismus geht er aber immer noch nach, indem er mittels Teleskop in die Wohnungen gegenüber blickt und wirklich alles erspechtelt, was dort abläuft – eines Tages auch einen Mord. Aber wie das Ganze beweisen – oder er hat er sich das Beobachtete doch nur eingebildet?

Die Spannung ist typisch Hitchock konstant hoch und kommt gänzlich ohne Schockeffekte aus, was den Film – auch aufgrund der permanent unterschwelligen Gefahr – zu einem der besten Psychothriller aller Zeiten macht. Geschickt spielt Hitchcock mit diversen menschlichen Ur-Ängsten, unter anderem Klaustrophobie, erzwungener Untätigkeit und dem Aufdecken persönlicher dunkler Geheimnisse. Kult!

"Das Fenster zum Hof" ist nicht im Prime-Abo enthalten. Hier geht's zum Film!

Vertigo – Aus dem Reich der Toten (1958)

Einmal Hitchcock darf – MUSS! – noch sein: In diesem Klassiker erzählt er mit gewohnt-ausgefeilter Suspense von Ex-Polizist John (again: James Stewart), der die neurotische Ehefrau (Kim Novak) eines ehemaligen Schulfreundes überwachen soll.

Als diese Selbstmord begeht, wird John von Schuldgefühlen geplagt. Da sieht sich John plötzlich einer Frau gegenüber, die der Toten aufs Haar gleicht. Welches Spiel wird hier gespielt? – Genau diese Frage stellt sich auch der/die ZuschauerIn in jeder Sekunde. Nach und nach bekommen wir Häppchen serviert, aus denen sich langsam ein grobes Konstrukt entfaltet, die Spannung schwillt immer mehr an. Dicht inszeniertes Meisterwerk!

"Vertigo – Aus dem Reich der Toten" ist nicht im Prime-Abo enthalten. Hier geht's zum Film!

Speed (1994)

Ein beleidigter Bombenbauer und Erpresser rächt sich am LAPD-Entschärfungsspezialisten Jack Traven (Keanu Reeves), indem er eine Bombe in einen vollbesetzten Linienbus einbaut, der sich durch das verkehrsstarke Los Angeles manövriert. Fährt der Bus nicht exakt 80 Stundenkilometer, geht die Bombe hoch. Annie (Sandra Bullock), eine der FahrgästInnen, übernimmt beherzt das Steuer des Todesbusses, als dessen Fahrer verletzt wird. Eine Fahrt beginnt, bei der es um Leben und Tod geht ...

Unter dem Credo "Wer bremst, verliert" beweist "Speed", dass es weder gigantische Special Effects noch testosterongeschwängerte Actionhelden oder exzessive Gewaltdarstellungen braucht, um das Publikum in Schnappatmung zu versetzen und die Spannungsschrauben konsequent fester zu ziehen. Die Chemie zwischen Bullock und Reeves ist das Tüpfelchen auf dem I. Der Kultfilm ist eine präzise inszenierte Großstadt-Odyssee im Geschwindigkeitsrausch, bahnbrechend, wegweisend und sauspannend!

"Speed" ist nicht im Prime-Abo enthalten. Hier geht's zum Film!

Das Schweigen der Lämmer (1991)

Zwar bringt es Anthony Hopkins als Psycho-Kannibale Hannibal Lecter nur auf 16 Minuten Screentime, trotzdem gab's dafür den Oscar und für uns zahlreiche schlaflose Nächte. Mit jeder kleinsten Mimik, jedem Wort, jedem Blick lässt uns Hopkins als Lecter einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Sogar Jodie Foster hatte nach eigenen Aussagen während der Dreharbeiten reale Angst vor ihm.

Gemeinsam mit der jungen FBI-Agentin Clarice Starling (Foster) tauchen wir tief ein in die Abgründe seiner verfaulten Seelenwelt – sie, weil sie mit Lecters Hilfe einen anderen Mörder schnappen möchte, wir, weil wir anscheinend vom abgrundtief Bösen angetan sind. Die intensiven Dialoge und das Psychoduell zwischen den beiden ist Spannungs-Kino deluxe, die dem Werk innewohnende Aura der Gefahr und Unwissenheit, des Unheilvollen und Schaurigen ist bis heute einzigartig.

"Das Schweigen der Lämmer" ist nicht im Prime-Abo enthalten. Hier geht's zum Film!

Gone Girl (2014)

Regisseur David Fincher stellt in gewohnt bösartiger und komplexer Manier die spannende Frage: Wie gut kennt man einen geliebten Menschen wirklich?

Damit muss sich Nick (Ben Affleck) auseinandersetzen, als seine Frau Amy (Rosamund Pike) an ihrem fünften Hochzeitstag spurlos verschwindet. Nick fordert öffentlich die Bevölkerung auf, bei der Suche nach Amy zu helfen. Doch je weiter die Ermittlungen voranschreiten, desto radikaler ändert sich das Bild. Nick verstrickt sich immer mehr in Widersprüche. Hat am Ende er selbst seine Frau ermordet? In dieser Romanverfilmung gilt vor allem eines: Erwarte das Unerwartete!

"Gone Girl" ist nicht im Prime-Abo enthalten. Hier geht's zum Film!

Split (2016)

Das Leben dreier Teenagerinnen ändert sich schlagartig, als sie von einem ihnen fremden Mann (James McAvoy) entführt und eingesperrt werden. Der Horror verdoppelt sich (auch für uns ZuseherInnen), als sich bald darauf herausstellt, dass ihr Peiniger, der sich Kevin nennt, eine multiple Persönlichkeit besitzt: Sage und schreibe 24 Persönlichkeiten wohnen in seinem Geist. Die 24. Persönlichkeit namens "die Bestie" ist die schlimmste von allen und versucht mit allen Kräften, aus Kevin auszubrechen. Für die Teenagerinnen beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit ...

Ein Mindgame-Movie at its best: In "Split" wird das Performative zum perfiden Horror-Trip, der seine Spannung aus der Unkontrollierbarkeit des Bösen generiert. Das Finale ist ein klassischer WTF-Shyamalan-Moment. Und McAvoy spielt ganz groß auf!

"Split" ist nicht im Prime-Abo enthalten. Hier geht's zum Film!

Irreversible (2002)

"Irreversible" ist sowohl eine perfide und schonungslose Rache- und Gewaltmission als auch die französische Antwort auf den Mindfuck-Hit "Memento", wobei Regsseur Gaspar Noé sogar noch härter zur Sache geht: Es geht um Alex (Monica Bellucci), die Opfer einer Vergewaltigung wird, woraufhin ihr Freund (eine Naturgewalt: Vincent Cassel) und ihr Ex-Mann (Albert Dupontel) sich auf die Suche nach dem Täter machen – und ihn im stadtbekannten SM-Club für schwule Männer finden. Die beiden wollen nur eines: Rache! Erzählt wird die Story rückwärts.

Die Spannung schwillt langsam an, die grausame Spitze ist aber bereits zu Beginn erreicht: Die zehnminütige Vergewaltigungsszene wurde von KritikerInnen und Publikum scharf kritisiert, weshalb "Irreversible" bis heute stark umstritten ist. Der Film testet die Schmerzgrenzen der ZuschauerInnen aus, geht dabei nicht gerade subtil vor und entwickelt dabei eine eiskalte Atmosphäre der Angst. Nichts für schwache Nerven!

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The Game (1997)

Geschäftsmann Nicholas Van Orton (Michael Douglas) ist reich, intelligent, erfolgreich, knallhart – und ein Kontrollfreak. Anlässlich seines 48. Geburtstages wird ihm von seinem Bruder Conrad (Sean Penn) ein geheimnisvolles, lebensveränderndes Spiel geschenkt. Ein Spiel ohne Regel, aber mit höchstem Einsatz. Klar, dass sich der harte Nicholas auf das Spiel einlässt – woraufhin sein Leben völlig außer Kontrolle gerät. Die Grenzen zwischen Spiel und Wirklichkeit verschwimmen immer mehr ...

Zu Unrecht ist dieser Hochspannungs-Thriller von David Fincher etwas in Vergessenheit geraten: "The Game" entwickelt eine enorme emotionale Intensität und zeigt beeindruckenden Mut zum Kontrollverlust. Nervenaufreibend und unnachgiebig – und natürlich mit zwei grandiosen Hauptdarstellern.

"The Game" ist nicht im Prime-Abo enthalten. Hier geht's zum Film!

The Girl on the Train (2016)

Wer Gefallen an "Gone Girl" findet, wird auch "The Girl on the Train" lieben, die beiden Filme fischen im selben Suspense-, Themen- und Twists-Gewässer – und auch letztgenannter ist eine Romanverfilmung.

Im Fokus steht die frisch geschiedene Rachel Watson (Emily Blunt), die jeden Tag mit dem Zug zur Arbeit fährt und dabei Menschen, genauer: verliebte Pärchen, beobachtet. Besonders ein bestimmtes – vermeintlich? – glückliches Paar hat es ihr angetan. Als sie eines Tages etwas Beunruhigendes beobachtet, wird Rachel daraufhin immer tiefer in ein Labyrinth aus Lügen, Träumen, Wunschvorstellungen und realer Gefahr verwoben und schon bald droht sie dem Wahnsinn zu verfallen.

Je weniger man weiß, desto besser! Mitreißend, packend und mit den Erwartungen des Publikums spielend.

"The Girl on the Train" ist nicht im Prime-Abo enthalten. Hier geht's zum Film!

The Others (2001)

Wir schreiben das Jahr 1945 und befinden uns auf der Kanalinsel Jersey in England: Die reiche Grace (Nicole Kidman) zieht mit ihren beiden Kindern und ihren Angestellten in ein weit abgelegenes viktorianisches Anwesen am Land. Da die Kleinen an einer extremen Sonnenallergie leiden, müssen sie ihr Leben in permanenter Dunkelheit verbringen. Bald schon wird es unheimlich im Haus – und sonderbare Dinge beginnen sich abzuspielen ... 

Der angenehm altmodische Horrorfilm (auf Splatter-Effekte und ähnliches wird komplett verzichtet!) versteht es, überraschende dramaturgische Haken zu schlagen, und zwar immer dann, wenn man es am wenigsten erwartet. Wer sich eine herkömmliche Spukstory erwartet, liegt hier falsch, "The Others" überrascht mit Tiefgründigkeit, einem langsam entfaltenden epischen Panorama des Bösen und psychologischem Horror, der unter die Haut geht. 

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Buried – Lebend begraben (2010)

Dieser Kammerspiel-Psychothriller erzeugt größtmögliche Spannungs-Wirkung mit minimalsten Mitteln. Sogar die Story passt auf einen Bierdeckel: LKW-Fahrer Paul (Ryan Reynolds) wacht in einem dunklen Sarg auf und weiß nicht, was los ist. Nur soviel erfährt er: Schafft er es innerhalb 90 Minuten nicht, das geforderte Lösegeld aufzutreiben, geht der Sauerstoff aus. Ausgestattet ist er nur mit einem Handy und einem Feuerzeug. Ein im wahrsten Sinne atemberaubender Wettlauf mit der Zeit beginnt ...

Möglichkeiten zum Luftholen bekommen auch wir ZuschauerInnen keine, wenn wir dabei zusehen, wie Paul um sein Leben kämpft. Die One-Man-Show, die komplett im engen Sarg spielt, lässt auch bei uns das Gefühl der Klaustrophobie aufkommen. Die Story ist formal stringent und angenehm zurückhaltend erzählt, aber keine Sekunde langweilig, im Gegenteil: Trotz leiser Töne ist "Buried – Lebend begraben" ein ohrenbetäubender Paukenschlag.

"Buried – Lebend begraben" ist nicht im Prime-Abo enthalten. Hier geht's zum Film!

Butterfly Effect (2004)

Wenn ein Schmetterling mit seinen Flügeln schlägt, kann er am anderen Ende der Welt einen Hurrican auslösen – diese Theorie vertritt sinngemäß der sogenannte "Butterfly Effect". Darum geht's auch in diesem verstörenden Fantasy-Thriller mit Ashton Kutcher, in dem sich Kinder gegenseitig töten, Extremitäten amputiert werden und Väter Dinge tun, die Väter niemals tun sollten.

Mithilfe alter Tagebücher kann Evan (Kutcher) in seine Vergangenheit zu reisen, die er schließlich zu manipulieren beginnt, um seine Freundin Kayleigh (Amy Smart) zu retten, was unerwartete, verheerende Auswirkungen auf die Gegenwart zeigt – ganz im Sinne des "Butterfly Effects" also.

Bei jedem Versuch wird die Welt rund um Evan düsterer, womit der Streifen gerissen mit den Erwartungshaltungen des Publikums spielt. Anders ausgedrückt: "Butterfly Effect" springt furchtlos und wagemutig permanent über die dramaturgische Klippe.

"Butterfly Effect" ist nicht im Prime-Abo enthalten. Hier geht's zum Film!

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