Acht Stunden sind kein Tag

 BRD 1972
Drama, Dokumentation 100 min.
8.20
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"Es müsste schön sein, sich Figuren einfallen zu lassen, die sich was einfallen lassen und Chancen haben, ich weiß, es ist schön!" - Lange vor David Lynchs TWIN PEAKS interessiert sich Rainer Werner Fassbinder für das Genre der Fernsehserie, erzählt in fünf Teilen aus dem Leben von Werkzeugmachern.

Anders als manche doktrinäre Kollegen des Neuen Deutschen Films verpflichtet sich der Regisseur und Drehbuchautor auch hier der Unterhaltsamkeit, ohne jedoch auf Probleme zu vergessen und Lösungsmöglichkeiten anzubieten. Der Hauptdarstellerin Hanna Schygulla stellt er Luise Ullrich als resolute Oma gegenüber, schildert beider Kampf um Glück, letztere in ihrer "sehr wilden Ehe" mit dem Senior Gregor, den sie kennen und lieben lernt. Einen Funken Utopie gesteht Fassbinder ein, meint aber: "Da sind zwei, die machen was aus ihrem Alter und ich würde meiner Oma wünschen, dass Oma und Gregor mir schon vor zwanzig Jahren eingefallen wären oder einem anderen und meine Oma hätte das gesehen und würde nicht christlich wählen heute und mit nichts sonst beschäftigt sein als dem Sterben."

Details

Gottfried John, Hanna Schygulla, Luise Ullrich, Werner Finck, Ulli Lommel, Irm Hermann, Walter Sedlmayr, Ruth Drexel
Rainer Werner Fassbinder

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