"Alien: Covenant": Blutiger Körper-Horror zu Wagners Musik

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Nachdem uns Ridley ScottsAlien“-Neustart in „Prometheus - Dunkle Zeichen“ eher ratlos zurückgelassen hatte und sich bei der verwirrenden Geschichte kein echtes Weltraum-Monster-Feeling einstellen wollte, kommt der nächste Teil des Prequels dem Geist des Originals schon wesentlich näher und wir erhalten obendrein Antworten auf etliche offene Fragen, wodurch in der Rückschau nun auch der vorherige Teil mehr Sinn ergibt.

Gefährliches Paradies

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Das Kolonationsraumschiff Covenant führt als wertvolle Fracht zweitausend Passagiere in künstlichem Tiefschlaf sowie etliche eingefrorene Embryos mit sich und ist zu einem weit entfernten Bestimmungsort unterwegs, um dort eine neue Heimat zu gründen. Doch dann fängt die Crew einen Funkspruch von einem unbekannten Planeten auf, der sich für eine menschliche Besiedelung geradezu anbietet. Da es an Bord technische Probleme gegeben hat, erscheint es geraten, die siebenjährige Anreise zum ursprünglichen Ziel abzukürzen und den anderen Planeten anzusteuern. Was zunächst nach einer guten Entscheidung aussieht, stellt sich bald nach der Landung jedoch als großer Fehler heraus und die Besatzungsmitglieder müssen um ihr Leben kämpfen.

Ein doppelter Android

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In dieser gefährlichen Umgebung erfahren wir auch, was aus Android David und seiner Begleiterin Elizabeth ( Noomi Rapace), den letzten Überlebenden der ‚Prometheus‘-Crew, geworden ist. Michael Fassbender bekommt diesmal besonders viel zu tun, denn abgesehen von David spielt er auch Walter, der sich als weiterentwickeltes Adroiden-Modell um die Besatzung der ‚Covenant‘ kümmert. Die beiden gleichen einander rein äußerlich vollkommen, weisen aber charakterlich gravierende Unterschiede auf: David ist der musische und philosophisch veranlagte Typ, der Wagner-Musik liebt und sich als Schöpfer versteht, während der praktisch veranlagte Walter keinen Sinn für solche Kreativität besitzt. Dieses geschickt eingesetzte Doppelgänger-Motiv erweist sich als eigentliche Triebkraft der Handlung.

Überangebot an Aliens

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Mit seiner extrem spannenden Fortführung des „Alien“-Zyklus kann Ridley Scott die Fans sicherlich zufrieden stellen. Vor allem, weil es nun wieder wesentlich dramatischer wird und ein regelrechtes Überangebot an Aliens herrscht. Sie tauchen in den unterschiedlichsten Formen und Größen auf (der 2014 verstorbene Alien-Designer H.R. Giger wäre stolz gewesen), um zu tun, was sie am beste können: ihre Keime nisten sich in Menschen ein und binnen weniger Minuten sprengen die herangereiften Biester bei der Geburt den Wirtskörper spektakulär von Innen her auf. Die Raumschiff-Crew hat darunter zu leiden und wird großteils zu bloßem Alien-Futter degradiert. Immerhin darf auch hier eine starke Frau nicht fehlen: die Britin Katherine Waterston übernimmt diese Rolle, reicht aber nicht wirklich ans große Vorbild Sigourney Weaver heran. Das Drehbuch legt eben eindeutig mehr Wert auf die blutrünstigen Kreaturen.

8 von 10 ätzenden Säurespritzern

franco schedl

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Alien: Covenant

Alien: Covenant

USA 2017
Horror, Science Fiction, Action
18.05.2017
Ridley Scott
Die Crew eines Raumschiffs entdeckt auf einem entlegenen Planeten ein reines Paradies, doch diese Idylle stellt sich bald als sehr trügerisch und extrem gefährlich heraus.
6.90

Kommentare

Nicht ganz nachvollziehbare Kritik, leider wohl kein Fan vom Uralien.

Wo soll man nur anfangen ? H.R. Giger würde sich im Grab umdrehen bei diesen Aliens. Das gruseligste an dem Film waren die CGI Effekte sowie die strunzdummen Charaktere,leider. Die größte Stärke von den alten Alien waren doch die practical effects sowie die Atmosphäre, die überhaupt nicht aufkommen wollte. Die Bilder des Planeten waren stimmig aber es kam nie ein beklemmendes Gefühl auf.
In meinen Augen sollte Ridley Scott die Finger vom Franchise lassen und zum Beispiel Neill Blomkamp seine Version vom Alien drehen lassen.
Ich würde dem Film vl 6,5 von 10 geben und kann Ihre 8/10 in keinster Weise nachvollziehen und wenn ich mir Kritiken andere Filmkritiker ansehe stehe ich mit meiner Meinung nicht alleine da.