Alphaville

 F/I 1965

Alphaville, une étrange aventure de Lemmy Caution

Drama, Romanze, Thriller, Science Fiction 99 min.
7.20
Alphaville

Die Zukunft von Paris: eine Stadt, in der die Liebe verboten ist, ein Ort, der Schwarz in Weiß verwandelt und Positiv in Negativ.

Godards berühmter Science-Fiction-Noir bringt den intergalaktischen Agenten Eddie Constantine mit Anna Karina in Verlegenheit, in einem der wunderbarsten lyrischen Entwürfe, die das futuristische Kino dieser Welt kennt.

Godards »cinematic prank« (New York Times) erzählt die Geschichte des Agenten Lemmy Caution, der nach Alphaville kommt, um sich nach seinem Kollegen Henri Dickson zu erkundigen und den Herrscher der Stadt, Professor von Braun, zu suchen. Unter falschem Namen quartiert er sich in der vom Computer Alpha-60 geleiteten Metropole ein. Sehr schnell lernt Caution das pragmatisch-rationale Kalkül des Rechners und der Bewohner kennen, das alle Romantiker und Idealisten nur zu leicht das Leben kosten kann ... Die Comic-Strip-Story von Godards vielleicht bestem Film ist nicht nur ein genialer Elementemix, sondern auch ein deutliches Statement für die Lebendigkeit historischer Bezüge innerhalb des Phantastischen Films: »Alphaville has more to say about the silent German cinema than any of the passing references in Godard's essays. Criticism composed in the language of the medium, it brings social and aestehtic insight equally into focus, and certainly deserves a place next to Kracauer and Eisner.« (Sight & Sound)

(Text: Filmarchiv Austria)

Details

Eddie Constantine, Anna Karina, Akim Tamiroff
Jean-Luc Godard
Paul Misraki
Raoul Coutard
Jean-Luc Godard

Kritiken

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User Kritiken

  • Kalte neue Welt
    Es ist schon genial, mit welch raffinierten, visionären Facetten Godard eine Welt beschreibt, die vom Computer Alpha 60 beherrscht wird. Die Bewohner unterscheiden sich von der Außenwelt durch ihren Wortschatz. Statt „Hallo!“ oder „Tschüss!“ sagen sie „Es geht mir gut. Bitte, Danke.“ Bezeichnenderweise fehlen ihrem Vokabular Worte wie ’Liebe, Gewissen oder Gefühl’. Es ist verboten das Wort ’warum?’ zu benutzen und ihre Gesten passen nicht zu ihren Worten: man nickt, wenn man ’Nein’ sagt und zur Bejahung schüttelt man den Kopf. Natürlich bekommt am Ende der Held die Schöne (Anna Karina), aber erst nachdem sie das erlösende ’Ich liebe dich’ gehaucht hat. Manches ist heute nach über 40 Jahren etwas gewöhnungsbedürftig. Und echte Negativbilder, wie hier, sieht man im Film nicht allzu oft. Auch wenn Lemmy Caution mal rumballert und sich prügelt - aber nur kurz - so wird doch mehr Wert auf die Darstellung des Lebens in einer futuristischen, totalitären Welt gelegt.