Burke and Hare

 GB 2010
Komödie, Thriller 91 min.
6.20
Burke and Hare

John Landis deutet den historischen Kriminalfall der beiden Serienmörder Burke und Hare in eine leichtgewichtige, bösartige Historien-Revue um.

William Burke und William Hare sind irische Einwanderer, die sich im Edinburgh des frühen 19. Jahrhunderts mit kleinen Betrügereien mehr schlecht als recht durchschlagen. Als sie durch Zufall erfahren, dass der berühmteste Mediziner der Stadt einen guten Preis für frische Leichen zahlt, fassen sie einen folgenschweren Entschluss: Die besten Freunde werden zu Serienmördern.

Der amerikanische Pop-Regisseur John Landis ("An American Werewolf in London") liefert seinen ersten Kinofilm seit zwölf Jahren ab: Darin deutet er den historischen Kriminalfall von Burke und Hare in eine leichtgewichtige, bösartige Historien-Revue um, in der Kadaver-Fässer durch Gassen gerollt werden und eine Prostituierte die erste ausschließlich mit Frauen besetzte Adaption von Shakespeares "Macbeth" plant. (Markus Keuschnigg)

Details

Simon Pegg, Andy Serkis, Isla Fisher, Bill Bailey, Tom Wilkinson, Michael Smiley, Tim Curry, Paul Davis, Jenny Agutter
John Landis
Joby Talbot
John Mathieson
Piers Ashworth, Nick Moorcroft

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Willy & Willy
    Wieder einmal hat sich John Landis ‘Kopfüber in die Nacht‘ gestürzt. Diesmal in die von Edinburgh Anfang des 19. Jahrhunderts. Und wieder hat er völlig respektlos eine Fülle von amüsanten und durchaus unterhaltsamen Fakten zusammengetragen, die kunterbunt durcheinander gewirbelt werden. Die beiden Titelhelden (Simon Pegg und Andy Serkis) mutieren von Grabräubern zu Beerdigungsfachleuten, Burke wird zum Mentor einer weiblichen Schauspieltruppe unter Ginny Hawkins (Isla Fisher), Dr. Knox (Tom Wilkinson) bringt der medizinischen Fakultät der Stadt großes Ansehen und entwickelt so ganz nebenbei die Heliographie, die er später Fotographie nennt.
    Die Gags sind nicht immer gelungen. Manche erinnern an die blutigen Szenen der Monty Pythons. Zu oft irrlichtern die beiden Galgenvögel zu albern durch die Gegend. Wenn Burke eine Alte erstickt prägt er den Ausdruck ‘burken‘ dafür. Bekannte Namen wie die der Romantiker Wordsworth und Coleridge werden als Eintrittskarte verwertet und auch Darwin schwirrt schon mal durch den Raum. Christopher Lee hat ein Cameo. Die Schutzgeldzahlungen der Unterwelt sind etwas sonderbar ebenso wie die öffentliche Hinrichtung von Burke, der bei Dr. Knox auf dem Seziertisch landet. So schließt sich der Kreis wieder.
    Tempo und Turbulenz der Handlung vernebeln der Blick für die kritische Distanz. Selbst der GV wird zum Komik-Event. So treibt John Landis die Zuschauer vor sich her. Bei aller Unzulänglichkeit sind Burke und Hare allemal liebenswert. Die düstere Atmosphäre ist durchgängig, die Schock und Ekeleffekte haben eine erheiternde Wirkung. Und der Abschlusssong ‘500 Miles‘ von den Proclaimers lässt einen wegen des stampfend eingängigen Rhythmuses den Abspann bis zum letzten Ton genießen.