Der einzige Zeuge

 USA 1985

Witness

Drama, Romanze, Thriller, Krimi 112 min.
7.50
Der einzige Zeuge

Ein Polizist nimmt einen 8jährigen Amish-Jungen unter seinen Schutz, da der Kleine einen Mörder identifizieren kann.

Als in Philadelphia ein Polizist ermordet wird, wird der achtjährige Samuel (Lukas Haas) Zeuge. Er und seine verwitwete Mutter Rachel (Kelly McGillis) sind Angehörige der Amish-People. Detective John Book (Harrison Ford) kann es kaum glauben, als Samuel einen hoch geachteten Rauschgiftfahnder als Täter identifiziert. Wenig später wird auch Book zum Ziel des Killers. Schwer verletzt bringt er Rachel und Samuel zu den Amish, von denen er gesund gepflegt wird. Während Book sich in Rachel verliebt, finden die Killer seine Spur.

Details

Harrison Ford, Kelly McGillis, Lukas Haas, Josef Sommer, Jan Rubes, u.a.
Peter Weir
Maurice Jarre
John Seale
Earl W. Wallace, William Kelley

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Dere Toilettenmord
    Peter Weir hat einen unheimlich spannenden Film gemacht, den ich in die Kategorie Emotionsthriller stecken würde. Und das, obwohl es gar kein Happy End mit aktiven Saftaustausch gibt. Aber nichtsdestotrotz schwirren hier handfeste Gefühle durch den Raum. Lange Kameraeinstellungen geben den beiden Liebenden, der Amish Mutter Rachel (Kelly McGillis) und dem ermittelnden Polizisten John Book (Harrison Ford) Gelegenheit sich lang und tief in die Augen zu schauen. Erst nach einem Tänzchen in der Scheune offenbart sie sich ihm in ihrer ganzen Schönheit. Das ist aber nur ein ‘Amuse Gueule‘ für uns und ihn und dabei bleibt es auch. Es ist aber nicht das Ausleben der Gefühle, was hier so unter die Haut geht, sondern die Bedeutung für die Handlung und die Intensität der Emotionen. Die schwirren durch den Raum mit einer Heftigkeit, dass es einem den Hut vom Kopf wehen könnte. Oftmals bei absoluter Tonstille.
    Durch das Ambiente bei den Amish People wird eine Antiwelt geschaffen, in der eigene Gesetze gelten. Der Zuschauer hat den Vorteil des Ortskundigen, denn er kennt die Gegend, in der Book die verbrecherischen Kollegen kriegen will. Mit der korrupten Polizeitruppe und dem Mörder James McFee (Danny Glover), die eigentlich gegen sich selbst ermitteln müssten, wird eine zweite Spannung gebende Einheit geschaffen und mit der Aufteilung der Gejagten (Book und dem kleinen Samuel, dem einzigen Zeugen) eine dritte. Ganz zu schweigen von Ermittler Book, der auf eigene Faust die Übeltäter überführt. Bis zuletzt bleibt es offen, ob Book geht oder Rachel mitnimmt. Harrison Ford hat hier seine vielfältigste Rolle abgeliefert. Sympathisch gnadenlos und zugleich gefühlvoll. Einer der besten Filme des Australiers. Leider nichts für Happy End Fetischisten.