Die 5 besten Mumien-Filme aller Zeiten

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Mit der Mumie, erstmals in weiblicher Gestalt, machte Universal den Auftakt zu einer Modernisierung der erfolgreichen Monsterfilme aus den 1930er-Jahren. Dabei verfolgt das Hollywood-Studio diesmal ein ähnliches Konzept wie der Comic-Verlag Marvel bei der Kino-Adaption seiner Helden. Im „Dark Universe“ existieren Figuren wie Dracula, Frankenstein und seine Braut, Mr. Hyde, der Unsichtbare, das Phantom der Oper, der Wolfsmensch und die Mumie nebeneinander. Früher oder später werden sie sich wohl auch über den Weg laufen. Aber noch ist es nicht soweit.

Da uns das Remake nicht 100-prozentig überzeugt hat (siehe Filmkritik: Die Mumie, 2017), haben wir uns ein paar Vorläufer der Mumie angeschaut. Das sind die Top-5 der „Mummy Movies“ von film.at:

5. Abbott und Costello als Mumienräuber (1955)

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Es ist nicht das erste Mal, dass die Universal Studios ihre klassischen Horrorfiguren neu erfinden. In den 1950ern war ein komödiantischer Zugang angesagt: Die US-Komiker Bud Abbott und Lou Costello trafen schon 1948 aufFrankenstein und 1951 auf den Unsichtbaren. Schließlich liefen die Beiden 1955 auf einem Trip nach Kairo auch einer Mumie namens Klaris über den Weg. „Abbott und Costello als Mumienräuber“ ist zwar kein Meisterwerk, aber ein kurzweiliger Mumien-Klamauk im klassischen Komödienstil von Laurel & Hardy und den Marx Brothers.

4. Monster Squad (1987)

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Im Zentrum der 80ies-Komödie „Monster Squad“ steht ein Monsterfilm-Fanclub. Die Teenager bekommen das Tagebuch von Dr. Abraham Van Helsing in die Hände und entdecken, dass die Monster aus ihren geliebten Horrorklassikern real sind. Die Clique tritt – mehr oder weniger – furchtlos an, um die Welt vor Dracula und seinen Schergen zu retten. Im Team Dracula darf natürlich auch eine Mumie (Michael Reid MacKay) nicht fehlen. Das Abenteuer kombiniert klassischen Horror-Klamauk mit familientauglichem Abenteuern à laDie Goonies. Regie führte übrigens Fred Dekker, der auch fürDie Nacht der Creepsverantwortlich zeichnet. Gemeinsam mit Shane Black (Lethal Weapon,The Last Boy Scout,The Nice Guys) schrieb er auch das Drehbuch.

3. Die Mumie (1932)

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Das Original aus dem Jahre 1932 darf natürlich nicht fehlen. Es war der dritte Film der heute klassischen Horrorfilmreihe der Universal Studios. Nach Frankenstein und Dracula (beide im Jahr 1931) kam„Die Mumie“ (The Mummy)mit Boris Karloff als rachsüchtiger Priester Imhotep auf die Leinwand. Imhotep fühlt sich in seiner Grabesruhe gestört und beginnt zu wüten. Doch bei erstbester Gelegenheit verfällt das Monster einer dunkelhaarigen Schönheit in ihren besten Jahren. Selbstverständlich hält er sie für eine Reinkarnation seiner großen Liebe aus dem alten Ägypten. Was sonst.

Der Klassiker ist Ausgangspunkt zahlreicher Remakes und begründete auch das kinematografische Erscheinungsbild der Mumie in den folgenden Jahren, obwohl Karloff nur am Anfang des Films in Bandagen gehüllt umhertorkelt. Der Film steht hier auch stellvertretend als originäre Inspiration für zahlreiche andere Mumien-Filme, die sich selbst durchaus ernst nehmen und dadurch heute oft unfreiwillig komisch wirken (wie beispielsweise „Die Mumie“ aus dem Jahr 1959 mit Christopher Lee von Hammer Film Productions).

2. Die Mumie (1999)

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Im Jahr 1999 gelang es Universal mit beachtlichem Erfolg dieMumiewieder zu beleben – und zwar als Action-Abenteuer im Stil von Indiana Jones. Brendan Fraser und Rachel Weisz wecken erneut den altägyptischen Priester Imhotep (Arnold Vosloo). Das Remake bietet eine perfekte Kombination von Action-Szenen und humoristischen Seitenhieben auf das Genre. Dadurch schafft es der Film, sich selbst ernst zu nehmen und gleichzeitig weder Parodie noch unfreiwillig komisch zu sein. Der Erfolg an den Kinokassen blieb nicht aus. Es folgten zwei weniger erfolgreiche Sequels (Die Mumie kehrt zurück, 2001, undDas Grabmal des Drachenkaisers, 2008) sowie ein Spin-Off (The Scorpion King, 2002).

1. Bubba Ho-Tep (2002)

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Bubba Ho-Tepist eine großartige Persiflage mit einem an Skurrilität kaum zu überbietenden Plot: Schauplatz der Handlung ist ein Seniorenheim in Texas, in dem Elvis Presley (Bruce Campbell) seinen traurigen Lebensabend fristet. Kurz vor seinem angeblichen Tod hatte er mit einem Doppelgänger Platz getauscht, um eine Auszeit von all dem Trubel um seine Person zu nehmen. Kurz darauf starb der Doppelgänger in seiner Rolle als King of Rock und der echte Elvis brach sich das Becken bei einem Unfall. Dumm gelaufen. Als im Heim seltsame Todesfälle passieren, nimmt Elvis den Kampf gegen den übernatürlichen Killer auf. Unterstützung erhält er dabei von einem anderen prominenten Bewohner des Seniorenheims: John F. Kennedy (Ossie Davis). Schwarzer Humor vom Feinsten!

Erwin Schotzger

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