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05.09.2018

Die besten Filme von Jim Carrey: Tops, Flops und Kinohits

Die besten Filme des Hollywood-Stars, der mit der TV-Serie "Kidding" am kommenden Sonntag ins Fernsehen zurückkehrt.

Am kommenden Sonntag startet beim US-Sender Showtime die neue TV-Serie "Kidding" mit Jim Carrey in der Hauptrolle. Damit kehrt Carrey nach über 20 Jahren ins Fernsehen zurück, wo er mit der Serie "In Living Color" erste komödiantische Erfolge feierte, bevor er mit Filme wie "Die Maske" (1994), "Dumm und Dümmer" (1994) und "Ace Ventura" (1994) zum Blödelkönig Hollywoods wurde. Am Höhepunkt seiner Karriere um die Jahrtausendwende war Carrey der erste Schauspieler, der für einen Film 20 Mio. Dollar Gage verlangen konnte. Ein Film mit seinem Namen galt als sicherer Kinokassenmagnet.

Bei "Kidding" arbeitet Carrey wieder mit dem Regisseur Michel Gondry zusammen. Die beiden kennen sich von den Dreharbeiten zur Tragikomödie "Vergiss mein nicht!", bei der Gondry Regie führte und Carrey die Hauptrolle spielte. Die Rolle in "Kidding" soll – ähnlich wie damals bei "Vergiss mein nicht!" – Carrey auf den Leib geschrieben sein.

Grund genug einen Blick auf die Filme von Jim Carrey zu werfen.

 

Jim Carrey: Seine 5 größten Kinohits

 

Der Dummschwätzer (1997)

Jim Carrey: Seine besten Filme

Die Geschichte des flunkernden Rechtsanwaltes Fletcher, der für 24 Stunden nicht mehr lügen kann, hat weltweit rund 302 Mio. Dollar eingespielt, über 181 davon in den USA.

 

Batman Forever (1995)

Jim Carrey würde einen hervorragenden Joker abgeben. Im ersten Batman-Film von Joel Schumacher, der den Superhelden im Gegensatz zu Tim Burton wieder deutlich bunter inszenierte, spielt Carrey zwar den Riddler, aber dafür alle anderen an die Wand. Weltweit spülte der Film rund 336 Mio. Dollar in die Kinokassen.

 

Der Grinch (2000)

Spätestens seitdem Carrey den Grinch im Kino verkörpert hat, kennt den mürrischen Weihnachtsmuffel auch diesseits des Atlantiks jedes Kind. Rund um den Globus spielte das Weihnachtsmärchen der anderen Art beachtliche 345 Mio. Dollar ein, 260 Mio. davon alleine in den USA. Der Grinch gilt als Carreys erfolgreichster Film im heimischen US-Markt.

 

Die Maske (1999)

Die Comic-Verfilmung spielte vor allem auf den internationalen Märkten Geld in die Kinokassen: Insgesamt über 350 Mio. Dollar, davon nur 119 Mio. in den USA.

 

Bruce allmächtig (2003)

Gott überlässt dem ständig unzufriedenen TV-Reporter Bruce Nolan für eine Woche die Geschäfte. Zumindest im Kino war das ein voller Erfolg und katapultierte Carrey in den Blockbuster-Himmel. Weltweit spielte "Bruce allmächtig" sagenhafte 484 Mio. Dollar ein (davon 242 Mio. in den USA). Wohlgemerkt mit einem Produktionsbudget von deutlich unter 100 Mio. Dollar und (kurz) vor der Fixierung Hollywoods auf Blockbuster, die mit einem Produktions- und Marketingbudgets weit über 100 Mio. Dollar schon am ersten Wochenende über 200 Mio. Dollar einspielen müssen.

 

Jim Carrey: Seine 5 größten Flops

 

The Bad Batch (2016)

Man glaubt es kaum: In diesem dystopischen Western spricht Jim Carrey kein Wort. Allerding ist es auch kein echter "Jim Carrey"-Film, da er nur in wenigen Szenen auftaucht. Seine Performance ist allerdings umso skurriler. Premiere hatte der Film bei den Filmfestspielen in Venedig im Jahr 2016. Als er im Juni 2017 in die US-Kinos kam, spielte er laut Box Office Mojo gerade einmal 180.851 Dollar ein.

 

Vergiss mein nicht! (2004)

Diese großartige Tragikomödie spielte bei einem Produktionsbudget von 20 Mio. Dollar weltweit nur 72 Mio. Dollar ein, davon 34 Mio. in den USA. Damit wird ziemlich deutlich, dass die Qualität eines Films und der Erfolg an den Kinokassen zwei voneinander weitgehend unabhängige Kategorien sind.

 

I love you Phillip Morris (2009)

Die Komödie über den unverbesserlichen Betrüger Steven Russel und seine Liebschaft Phillip Morris ist einer der meist unterschätzten Filme von Jim Carrey. Bei einem Produktionsbudget von 13 Mio. Dollar spielte der Film in den USA nur zwei Mio. Dollar ein. Weltweit kamen immerhin knapp 21 Mio. Dollar zusammen.

 

Der Mondmann (1999)

In dieses Biopic soll Jim Carrey seine gesamte schauspielerische Kraft gelegt haben, um in der Rolle des US-Komikers Andy Kaufman aufzugehen. An den Kinokassen floppte der Film dennoch massiv: Bei einem Produktionsbudget von 82 Mio. Dollar spielte "Man on the Moon", so der Originaltitel, weltweit nur 47 Mio. Dollar ein (davon 34 Mio. in den USA).

 

The Majestic (2001)

Im Gegensatz zu "Der Mondmann" floppte diese Tragikomödie um einen Autor, der sein Gedächtnis verliert und für einen vermissten Kriegshelden gehalten wird, nicht nur an den Kinokassen, sondern auch bei den Kritikern. Bei einem Produktionsbudget von 72 Mio. Dollar spielte der Film weltweit nur 37 Mio. Dollar ein (davon 27 Mio. in den USA).

 

Jim Carrey: Seine bekanntesten Filme

 

Der Grinch (2000)

Der grüne Weihnachtsmuffel ist schon aufgrund des kommerziellen Erfolges einer der bekanntesten Filme von Jim Carrey.

 

Die Maske (1994)

Mit diesem Film wurden die beeindruckende Gesichtsakrobatik Carreys erstmals so richtig bekannt.

 

Dumm und Dümmer (1994)

Unvergessen bleibt aber auch diese Brachialkomödie der Regie-Brüder Peter und Bobby Farrelly.

 

Ace Ventura (1994)

Der tierische Detektiv ist wohl der typischste "Jim Carrey"-Film von allen und dank der – kommerziell noch erfolgreicheren – Fortsetzung auch eine der bekanntesten Rollen.

 

Die Truman Show (1998)

Diese Gesellschaftssatire, für die Jim Carrey den Golden Globe Award (aber nicht einmal eine Oscar-Nominierung) bekam, ist wahrscheinlich Carreys bekanntester Film.

 

Jim Carrey: Unsere Top-5

 

Einmal beißen bitte (1985)

Ok, wir geben an dieser Stelle zu, dass wir uns nicht entscheiden konnten zwischen "Der Grinch" und "Die Truman Show" – und da beide schon einmal weiter oben aufscheinen, haben wir ganz einfach einen anderen, nicht ganz so bekannten Film genommen. In dieser 80er-Jahre-Komödie wird Carrey von der 390-jährigen Vampirin Lauren Hutton gebissen. Carrey in jungen Jahren, aber schon auf dem richtigen Weg.

 

Der Ja-Sager (2008)

"Yes Man", so der Originaltitel, ist die viel bessere Rom-Com-Variante von der "Dummschwätzer". Nur muss Carrey in dieser Komödie nicht ständig die Wahrheit sagen, sondern den Gelegenheiten, die das Leben bietet, immer mit einem zustimmenden "Ja" begegnen. Das hat nicht nur lustige Situationen, sondern auch ein romantisches Liebesabenteuer zur Folge.

 

Cable Guy (1996)

Man könnte Chip Douglas, den "Cable Guy", als eine harmlose Stalker-Variante von Norman Bates betrachten. Jedenfalls sind bei Chip einige Schrauben locker, weshalb seine verzweifelte Suche nach Freundschaft ziemlich penetrante Auswüchse annimmt. Ein Paradebeispiel für den durchgeknallten "Jim Carrey"-Humor.

 

Ace Ventura (1994)

Ace Ventura ist einfach Jim Carrey wie er leibt und lebt. Die respektlose Groteske steht für den typischen Humor des einzigartigen Komödianten. Der zweite Teil "Ace Ventura - Jetzt wird's wild" (1995) war zwar nur noch ein müder Abklatsch des frechen Originals, spielte aber im Kino fast doppelt so viel ein (nämlich weltweit 212 Mio. Dollar).

 

Vergiss mein nicht! (2004)

Gibt es die eine wahre Liebe? Gibt es zwei Menschen, die füreinander bestimmt sind? Dieser – zugegeben – etwas fatalistischen, aber dennoch durch und durch romantischen Frage geht "Eternal Sunshine of the Spotless Mind", so der Originaltitel, nach. Obwohl Joel (Jim Carrey) und Clementine (Kate Winslet) sich die Erinnerung an ihre Beziehung aus dem Gedächtnis streichen lassen, finden sie immer wieder zusammen. Die perfekte Rom-Com der anderen Art für Menschen mit einem Hang zur Melancholie.

 

Erwin Schotzger