Die Ehe der Maria Braun

 BRD 1979
Drama 120 min.
Die Ehe der Maria Braun

Mit Skrupellosigkeit und Gefühlskälte schafft eine Frau in den Nachkriegsjahren den gesellschaftlichen Aufstieg.

Die Geschichte einer ebenso schönen wie ehrgeizigen Frau, die in den ersten Nachkriegsjahren mit Skrupellosigkeit und Gefühlskälte den sozialen Aufstieg schafft, ihre Träume von Liebe und Ehe aber nicht verwirklichen kann.

Der Film verknüpft das Einzelschicksal mit der frühen Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und ihre Entwicklung zur egoistischen, mitleidlosen Gesellschaft - gesehen mit den Augen (und Gefühlen) Fassbinders.

Details

Hanna Schygulla, Klaus Löwitsch, Ivan Desny, Gisela Uhlen, Elisabeth Trissenaar, Gottfried John, Hark Bohm, George Byrd u.a.
Rainer Werner Fassbinder, Pea Fröhlich
Peer Raben
Michael Ballhaus
Rainer Werner Fassbinder

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Die Liebe der Maria Braun
    Das ist vielleicht der beste Fassbinder-Film. Er brachte dem Regisseur, der auf dem Gipfel seiner Kreativität stand, Anerkennung im In- und Ausland. Anhand einer beeindruckenden Story, mit vielen Details aus Musik (Glenn Miller) oder Nachrichten (Adenauer!) schildert er eine Epoche als die BRD die ersten Schritte in Richtung Wohlstand machte. Insofern ist der Film ein anschauliches Zeitdokument.
    Darüber hinaus hat Peter Märthesheimer ein Drehbuch geschrieben, mit treffenden Dialogen, das Fassbinder mit Superstar Hanna Schygulla in der Titelrolle hervorragend besetzt hat. Sie trägt und prägt den Film. Insofern wird hier ein Frauenschicksal der Nachkriegszeit beschrieben. Eva Braun (sic!) verdreht den Männern den Kopf, verbindet Emanzipation mit Geschäftssinn und einem ausgeprägten Durchsetzungswillen. Sie setzt ihre Weiblichkeit als Waffe im Kampf nach oben ein. Das schafft Raum für Emotionen. Echt tragische Figuren wie Oswald, (Ivan Desny), der in seiner Liebe zu ihr hoffnungslos gefangen ist pflastern ihren Weg. Wir sehen eine kluge Eva Braun, die, wenn es sein muss knallhart sein kann, aber auch zerbrechlich und voller Gefühl agiert. Und dann der dramatische Schluss, den es so in der Filmgeschichte noch nicht gegeben hat. Der Parallellauf mit der Reportage des Fußballendspiels in Bern 1954 und das unerwartet jähe Ende der alle Wünsche erfüllenden Zweisamkeit von Maria und Hermann Braun. Waoh! Einfach genial.