Die Wildente

Österreich, BRD, 1976

DramaIndependent

Inszenierung des Theaterstücks von Henrik Ibsen, mehr auf die Analyse anstatt auf die Enthüllung einer Lebenslüge angelegt.

Min.105

Stimmig in Tonfall und Ansatz wird hier eine zugespitzte Adaption von Ibsens spätem Drama geboten. Knapp hundert Jahre nach der Uraufführung des Stücks zeigt die Verfilmung die Aktualität der verhandelten Themen, insbesondere die unglückliche Verkoppelung von Lebenslügen und bescheidenem Glück des Durchschnittsmenschen. Die titelspendende, flügellahme Wildente kann als Symbol einer halsstarrigen Gesellschaft am Rande des moralischen und nervlichen Zusammenbruchs gelten, in der sozialer Druck und individuelle Kränkungen schließlich ihre Opfer fordern: »Geissendörfers Forte-Stück erzählt seine Geschichte bildhaft, mit knappen Schnitten und Achtung auf bedeutungsvolle Details. Die symbolischen, moralisierenden Obertöne des Dramas hat er ausgespart, um sich ganz auf die häuslichen Szenen und den Erzählfluss der Handlung zu konzentrieren. Als Film stöbert die Wildente

  • Schauspieler:Jean Seberg, Peter Kern, Bruno Ganz, Anne Bennent, Martin Flörchinger, Heinz Bennent, Heinz Moog, Sonja Sutter

  • Regie:Hans W. Geissendörfer

  • Kamera:Robby Müller

  • Autor:Hans W. Geissendörfer, nach dem gleichnamigen Stück von Henrik Ibsen

  • Musik:Niels Janette Walen

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