Im Tal von Elah

 USA 2007

In the Valley of Elah

Drama, Krimi 30.05.2008 ab 16 122 min.
7.20
Im Tal von Elah

Ein ehemaliger Berufssoldat stellt Ermittlungen über den Verbleib seines Sohnes an, der kurz nach seiner Rückkehr aus dem Irak verschwunden ist.

Achtzehn Monate kämpfte Mike Deerfield im Irak, überlebt den Krieg, wird aber nach seiner Rückkehr in die Heimat plötzlich vermisst. Mikes Vater, Hank Deerfield (TOMMY LEE JONES), macht sich auf, um direkt an Mikes Armeestützpunkt in Fort Rudd, New Mexico, das rätselhafte Verschwinden seines Sohns aufzuklären und ihn wiederzufinden. Was der Vietnamveteran schließlich mit Unterstützung von Emily Sanders (CHARLIZE THERON) entdeckt, die als Detective bei der örtlichen Polizei ihn anfangs nur widerwillig unterstützt, ist eine grausige Wahrheit und ein Netz aus Korruption und Lügen. Mikes Vorgesetzte behindern die Ermittlungen - und seine Kameraden hüten ein Geheimnis, das Hank Deerfields bisher geordnete Welt völlig auf den Kopf stellt. Ein Geheimnis, dass nicht nur die Veränderungen in seinem Sohn Mike, sondern auch die unverheilten Wunden des Krieges im ganzen Land verbirgt. Als die Wahrheit sichtbar wird, erschüttert sie die Hoffnung, dass man Gewalt und Tod, die schrecklichen Konstanten des Krieges, an der Front, fern der Heimat, zurücklassen kann...

Details

Tommy Lee Jones, Charlize Theron, Susan Sarandon, James Franco, Jonathan Tucker, Frances Fisher u.a.
Paul Haggis
Mark Isham
Roger Deakins
Paul Haggis, Mark Boal
Constantin Film / Concorde
ab 16

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Im Tal der Tränen
    Vielfach überschätzter Film über die seelischen Folgen des Irak-Krieges. Man ist redlich bemüht, die abgestumpfte Gefühlswelt der Gis nach ihren Einsätzen zu schildern. Die entscheidenden Verhörszenen haben aber leider etwas Dokumentarisches an sich. Und da man weiß, dass Tommy Lee Jones ja immer seinen Fall aufklärt, kommt auch keine Spannung auf. Susan Sarandon bleibt reduziert als marginale Heulsuse und Charlize Theron ist glatt fehlbesetzt. Sie hetzt mit raumgreifenden Schritten durchs Revier und bleibt blass - nicht nur im Gesicht. Man nimmt ihr einfach diese nervigen Recherchen nicht ab. Wenn dann etwas übertrieben und unerwartet kurz auf die emotionale Karte gesetzt wird, beeindruckt das wiederum wenig. Zwei Szenen sind nicht schlecht gelungen und heben sich wohltuend vom Rest ab: die titelgebende Geschichte, die T.L.J. freundlich aber in seiner ruppigen Art dem kleinen Jungen als Betthupferl erzählt und der abschließende Gag mit der US Nationalflagge. Da hat Paul Haggis schon Besseres abgeliefert.

  • Wow...
    ...was für ein grossartiger Film. Oberflächlich ein Krimi über die Aufklärung eines Mordfalles. Darunter aber einer der eindringlichsten Abhandlungen des Themas, was traumatische Kriegserlebnisse aus normalen Menschen machen können, und das nicht auf die üblich Art, durch brutale Zurschaustellung von Gräueltaten, sondern durch subtilen Aufbau einer Story und durch stückweise Ergänzung von Information, die erst ganz am Ende des Filmes vollständig ist und erst dann die ganze Tragik offenbart. Und nebenbei können Eltern auch noch lernen, wie man besser auf Signale von Kindern reagiert, anstatt standard-Floskeln und Verhaltensweisen anzuwenden.
    Dazu noch hervorragende Schauspieler, und fertig ist ein Kinoerlebnis dass einen lange Zeit nicht mehr loslässt. Achtung: keine leichte Kost für schnell mal zwischendurch!