Jane Eyre (1944)

 USA 1944
Drama, Literaturverfilmung 96 min.
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Jane Eyre ist eine junge Frau von achtzehn Jahren, als sie eine Stelle als Hauslehrerin im Schloss des düsteren, verschlossenen Edward Rochester antritt. Rochester, von Jane tief beeindruckt, verliebt sich in sie und macht ihr einen Heiratsantrag. Doch in der Nacht vor der Hochzeit entdeckt Jane ein furchtbares Geheimnis: Im oberen Stockwerk des Hauses hält Rochester seine wahnsinnig gewordene Frau versteckt. Robert Stevensons Verfilmung des gleichnamigen Romans von Charlotte Brontë (1816-1855) produziert Orson Welles für die 20th Century Fox. Auch wenn die Hauptfunktionen bereits besetzt waren, als Welles zum Projekt stieß, so ist sein Einfluss auf die Gestaltung des Films unübersehbar. «Ein paar der Einstellungen stammen von mir, das dürfen gewisse Produzenten. Und ich arbeitete mit. Aber ich ging nicht hinter die Kamera, um sie zu führen. Sicher tat ich mehr, als ein Produzent sonst tut, aber Stevenson nahm mir das nicht übel. Und ich will seine Verdienste in keiner Weise schmälern», so Welles - was auch gar nicht nötig ist: Von den verschiedenen Adaptierungen des Klassikers besticht Stevensons Version, die im Unterschied zu anderen Verfilmungen auch von Jane Eyres Kindheit erzählt, vor allem durch seine düstere Atmosphäre im Schloss Thornfield Hall. Für Joan Fontaine schließt sich mit Jane Eyre in gewisser Hinsicht ein Kreis: Brontës Beschreibung von Rochesters kranker Frau inspirierte Daphne du Maurier für ihren Roman «Rebecca», der von Alfred Hitchcock - mit Fontaine in der Hauptrolle - vier Jahre zuvor verfilmt wurde. Die junge Elizabeth Taylor ist übrigens in einer ihrer ersten Rollen als Janes Freundin im Waisenhaus zu sehen.

(Text: Viennale 2006)

Details

Joan Fontaine, Margaret O'Brien, Edward Rochester, Peggy Ann Garner, John Sutton, Sara Allgood, Henry Daniell, Agnes Moorehead, Elizabeth Taylor
Robert Stevenson
Bernhard Herrmann
George Barnes
Robert Stevenson, John Houseman, Aldous Huxley, Henry Koster

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