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04/26/2021

Die 10 besten Filme auf Amazon Prime Video

Jedes Film-Genre hat viele Strasssteine, aber auch so einige Diamanten. Wir sind bei Amazon Prime auf Schatzsuche gegangen.

von Manuel Simbürger

Was macht einen Film zu einem absolut besten Film? Schwierig, weil: Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich. Vor allem, wenn man so einem großen Film-Angebot wie jenem von Amazon Prime Video gegenüber steht, scheint es beinahe unmöglich zu sein, diese Frage zu beantworten.

Man darf sich aber durchaus trauen zu behaupten, dass tolle – also ganz, ganz tolle – Filme zeitlos sind. Sie lassen uns zudem etwas über uns selbst und die Welt lernen. Sie bieten uns aber auch dringend benötigte Flucht vor dem faden Alltag und laden uns zu spannenden, fantastischen und humorvollen Abenteuern ein – und wir müssen uns dabei nicht mal von der bequemen Couch wegbewegen! Praktischer geht's nicht, oder?

Ein guter Film unterscheidet sich von einem besten Film außerdem dadurch, dass er in uns verschiedenste Emotionen auslöst, bestenfalls auch jene, die wir bereits tief vergraben haben. Wir stellen eine Verbindung zu den Held*innen her und fiebern mit ihnen mit, sind ganz und gar in dieser fremden (und deshalb so faszinierenden!) Welt gefangen und vergessen alles um uns herum. Wir haben das Gefühl, wir kennen diese Menschen wirklich, die da am Bildschirm für uns leiden, lachen und lieben.

Und, auch ganz wichtig: Ein toller Film vertritt sein Genre besser als andere Filme aus diesem Segment. Er weiß, was das Publikum will, wenn es sich für ein Drama, eine Komödie oder einen Thriller entscheidet – und manchmal wirft er genau deshalb alle Konventionen über Bord, um sich die ungeteilte Aufmerksamkeit zu sichern und über einen längeren Zeitraum relevant zu bleiben.

Die 10 besten Filme auf Amazon Prime Video nach Genre:

Comedy:

Knives Out (2019)

Als der berühmte Krimi-Autor und strenge Familienpatriarch Harlan Thrombey (Christopher Plummer) zu seinem 85. Geburtstag tot aufgefunden wird, ist schnell klar: Er wurde umgebracht! Es muss einer der exzentrischen Verwandten gewesen sein, die sich alle zum Halbrunden im noblen Anwesen eingefunden haben – auch, um bereits auf das wartende große Erbe zu spechteln. Aber auch jemand vom treuen Hauspersonal könnte es gewesen sein. Klarer Fall für den Detektiv Benoit Blanc (Daniel Craig), der genauso exzentrisch ist wie die Verdächtigen, die so gut wie alle ein Motiv haben, aber nichts gesehen haben wollen...

"Knives Out" ist eine liebevolle Hommage an Krimi-Legende Agatha Christie und tänzelnd leichtfüßig zwischen Komödie, Krimi und Drama. Im herrlich altmodischen Stil wird versucht, den Mord aufzuklären, wobei schnell ein spannend-komplexes Netz aus Lügen, falschen Fährten und Ablenkungsmanövern gesponnen wird. Craig als schrulliger, aber genialer Ermittler genießt es sichtlich, endlich seine humoristische Seite zeigen zu dürfen, aber auch der Rest des hochkarätigen Casts, bestehend unter anderem aus Jamie Lee Curtis, Don Johnson, Chris Evans und Toni Collette, stehen ihm um nichts nach. Must-See!

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Drama:

Foxcatcher (2014)

Das intensive Sport-Drama, das auf wahren Begebenheiten basiert, handelt vom reichen, aber höchst exzentrischen Ringer-Coach John du Pont (Steve Carrell), der mit seinem Team "The Foxcatcher" unbedingt bei den Olympischen Spielen 1988 dabei sein möchte. Er holt sich mithilfe allerlei Versprechungen und Überredungskunst den berühmten Ringer Mark Schultz (Channing Tatum) ins Boot, Teil des legendären Ringer-Brüderpaars Schultz. Mark ahnt jedoch nicht, dass er sich damit in ein gefährliches Abhängigkeitsverhältnis begibt. 

Keine Sorge, du wirst auch dann gefesselt vorm Bildschirm sitzen, wenn du mit Sport-Geschichten nichts anfangen kannst: denn die Welt der Ringer ist im Grunde nur der Aufmacher, viel mehr geht es in "Foxcatcher" um Größenwahn, Selbst- und Fremdbilder, moralische Verkommenheit, Klassenunterschiede und die schmale Grenze zwischen Symbiose und Abhängigkeit. Zwischen du Pont und Schultz entsteht ein Psycho-Duell, das sich langsam und leise entwickelt, genau dadurch aber an Intensität und Eindringlichkeit nur schwer zu überbieten ist. Carrell und Tatum spielen sich auf beängstigende, aber auch faszinierende Weise die Seele aus dem Leib. 

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Fantasy:

Harry Potter 1-8 (2001-2011)

Nach "Star Wars" und dem Marvel-Superheld*innen-Fetischismus ist "Harry Potter" die dritterfolgreichste Filmreihe aller Zeiten: Mehr als 7,7 Milliarden US-Dollar hat das Fantasy-Epos rund um Zauberlehrling Harry Potter weltweit bereits eingespielt – und dank ungebrochener Popularität und nicht enden wollendem Merchandise wird der Rubel gewiss noch weiter viele Jahre lang rollen! 

Auch wenn die Filme nicht ganz mit den Büchern mithalten können, fangen sie doch auf liebevolle und kreativ-originelle Weise die unvergleichliche Magie von Harrys Zauberer-Welt ein und schaffen dabei den Spagat zwischen kindlicher Naivität und erwachsenem Grusel. Jeder Film ist düsterer als sein Vorgänger, was das Erwachsenwerden von Harry und seinen Freunden perfekt widerspiegelt. Auch auf visueller Ebene kann die Filmreihe von Anfang bis Ende vollends überzeugen und fasziniert mit Special Effects auf höchstem Niveau.

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Abenteuer:

Indiana Jones: Jäger des verlorenen Schatzes (1981)

In seinem "Indiana Jones"-Debüt begibt sich Harrison Ford auf die Suche nach der verschollenen Bundeslade des Alten Testaments. Weil dieser übernatürliche Kräfte nachgesagt werden, setzen auch die Nazis alles daran, das antike Stück zu finden. Ein abenteuerlicher Wettkampf gegen die Zeit beginnt. 

Er war gekommen, um zu bleiben: Schon der erste "Indy"-Film ist ein Feuerwerk an nie enden wollendem Adrenalin und ein eskapistischer Genrefilm erster Güte, der einem kaum Gelegenheit zum Luftholen bietet. Steven Spielberg zollt Abenteuer-Film-Klassikern aus den 1930ern und 1940ern gekonnt Tribut, auch wenn sich "Indiana Jones: Jäger des verlorenen Schatzes" selbst nie bierernst nimmt, was dem Film mehr als gut tut. 

Ein Action-Spektakel mit Herz, das absolut zu Recht mit vier Oscars (unter anderem "Beste visuelle Effekte") ausgezeichnet wurde!

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Horror:

Get Out (2017)

Rose (Allison Williams) möchte, dass ihr Freund Chris (Daniel Kaluuya) endlich ihre Eltern Dean (Bradley Whitford) und Missy (Catherine Keener) kennenlernt. Er willigt ein, ist aber nervös: Wie werden Mum und Dad Armitage darauf reagieren, dass ihr Töchterlein einen Schwarzen Mann als Freund hat? Dean und Missy aber sind begeistert von Chris, alles scheint perfekt. Bis Chris merkt, dass im Haus der Armitages etwas nicht stimmt: Außer dem Hauspersonal gibt es keine einigen Schwarzen Menschen in der Umgebung, und das Personal selbst benimmt sich äußerst merkwürdig ...

Horror verbunden mit Comedy-Elementen und ganz lauten rassistischen Zwischentönen: "Get Out" war der Überraschungs-Hit 2017 und sorgte für Begeisterungsstürme sowohl bei Publikum als auch Kritiker*innen. RegisseurJordan Peele präsentiert uns eine furchterregende Gesellschaftskritik, die mit menschlichen Ur-Ängsten spielt und mit einem äußerst cleveren Drehbuch überzeugt. Pointiert und vielleicht überzeugender als so mancher Doku-Film führt uns "Get Out" vor Augen, was mit und in unserer Gesellschaft nach wie vor nicht stimmt.

"Get Out" ist nicht im Prime-Abo enthalten. 

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Thriller:

Fight Club (1999)

Wenn es um den besten Vertreter des Psychothriller-Genres geht, kommt man an David Finchers legendärem Mind-Fuck natürlich nicht vorbei: "Fight Club"  ist eine mutige und dreckige Kritik an der Konsumgesellschaft. Er ist genauso ein wütender und lauter Aufruf gegen blinde Autoritätshörigkeit. Und er tut alles dafür, als philosophische Gewaltorgie verstanden zu werden, die auf der Seele genauso viele Hämatome hinterlässt wie am Körper, der in "Fight Club" zur Leinwand und Projektionsfläche all dessen wird, was in der Menschheit falsch läuft. Und mittendrin: Edward Norton und Brad Pitt, beide in Höchstform, beide zu allem bereit, beide nie wieder besser als in diesem Kult-Film.

Fincher erhebt in seiner zutiefst nihilistischen Welt das Groteske und Knallharte zum kühnen Stilmittel und zur aberwitzigen Kunstform. Dafür erzeugt der Regisseur so derart viele visuelle, akustische und dramaturgische Doppelbödigkeiten, dass man auch nach mehrmaligem Ansehen immer noch Neues entdeckt. Kurz: eine moralisch verkommene Sandkiste für Erwachsene. 

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Musical:

La La Land (2016)

Mia (Emma Stone) möchte Schauspielerin werden, Sebastian (Ryan Gosling) Jazz-Musiker. Sie verlieben sich ineinander, aber ihre Träume lassen sich nur schwer miteinander vereinbaren. Zudem zeigt sich Hollywood immer mehr von seiner kompromisslosesten Seite: die Realität sieht hier oft anders aus, als man es sich erwünscht hätte ...

"La La Land" ist eine märchenhaft und liebevoll inszenierte Hommage an Old-Schoo-Musicals, die keine Sekunde lang an der glitzernden Oberfläche dahin schwimmt. Gleichzeitig gelingt es Regisseur Damien Chazelle, seinem Film eine eigene Note hinzuzufügen, fast so, als würde er das klassische Film-Musical neu erfinden. Gosling und Stone singen und tanzen zudem selbst – und das durchaus mit großem Talent und noch größerem Charme!

Neben dem Liebesbrief an das Alte Hollywood kommt "La La Land" aber auch als zauberhafte Parabel auf das gemeinsame Streben nach beruflichem und privatem Glück daher. Vor zu viel Kitsch muss man sich trotzdem nicht fürchten, denn die herzerwärmende Romantik wird im Film immer wieder von der harten Realität eingeholt, die durchaus auch mal zu Tränen rührt.

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Action:

Stirb langsam (1988)

Mit "Stirb langsam" und dem legendären Spruch "Yippie-ay-yeah, Schweinebacke!" katapultierte sich Bruce Willis nicht nur in den Action-Helden-Olymp, der Streifen ist auch ein Meilenstein des modernen Action-Kinos. Willis alias Cop John McClane muss seine Frau und andere Unschuldige vor einer Gruppe Terroristen in einem Hochhaus retten und ballert sich furchtlos, sexy und locker-flockig durch alle Stockwerke.

Das Drehbuch dieses Kampf- und Gewalt-Spektakels glänzt mit Witz, selbstironischen Zwischentönen, pointierten Dialogen, einem cool-abgebrühten Helden und einer Spannungsschraube, die beinahe minütlich angezogen wird. Non-Stop-Action, die bis heute nichts an Unterhaltungswert verloren hat. 

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Rom-Com:

Tatsächlich...Liebe (2003)

Nicht nur, aber ganz besonders in der besinnlichen Weihnachtszeit ein Muss: Zehn Geschichten mit zehn verschiedenen Liebes-Gesichtern, manche sentimental-traurig, manche humorvoll-charmant, aber alle herzerwärmend – und alle mit einem herausragenden Cast, bestehend unter anderem aus Bill Nighy, Hugh Crant, Emma Thompson, Keira Knightley, Colin Firth, Alan Rickman und Liam Neeson. 

"Tatsächlich ... Liebe" hinterlässt bei den Zuseher*innen ein wohliges Gefühl im Bauch und trifft dabei zielsicher mitten ins Herz, ohne dabei jemals (allzu sehr) in Kitsch-Gefilde abzurutschen. Die vielleicht die romantischste Comedy aller Zeiten – am besten mit dem oder der Liebsten gemeinsam ansehen und dabei ganz viel kuscheln!

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Mystery:

Donnie Darko (2001)

Wir befinden uns Ende der 1980er-Jahre und der intelligente, aber psychisch labile Teenager Donnie Darko (Jake Gyllenhaal) bekommt von einem gigantischen Zombie-Hasen die Nachricht, dass in 28 Tagen die Welt untergehen wird. Wäre das nicht genug, verleitet das Vieh den Jungen zu verschiedensten kriminellen Handlungen.

Mystery, Psychothriller, SciFi, Teen-Film, Horror und Independent-Film: Der Kult-Streifen "Donnie Darko" ist alles und nichts davon. Genau diese Verweigerung jeder Definition macht die Faszination des Films aus. Man könnte ihn am ehesten als gewagte originelle Version voller Intelligenz und bizarr-schräger Ideen beschreiben, aber auch als verstörendes Psychogramm eines Jugendlichen, der die Orientierung verloren hat.

Die Bilder sind düster und surreal, die Gesellschaftskritik mehr oder minder unterschwellig, die Angst vor dem (damals) neuen Jahrtausend in jeder Szene spürbar. Hier regiert der Wahnsinn und genauso und nicht anders soll es sein in einer Welt, in der Monster-Hasen das Sagen haben. Über das Ende denkt man noch lange nach dem Abspann nach.

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